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Handball: Landesliga Frauen

Viele Fragezeichen vor dem Start bei Westfalia II, Sparta, Münster 08 und Roxel

Münster

Los geht es an diesem Wochenende für vier Mannschaften aus Münster, die vor einem Jahr gemeinsam von der Bezirks- in die Landesliga aufrückten. Westfalia Kinderhaus II, Sparta Münster, der SC Münster 08 und der BSV Roxel gehen durchaus unterschiedlich an die Aufgaben heran.

Von Thomas Rellmann

Alexa Lummer im Anflug. Die Rechtshänderin spielte vormals für Sparta Münster. Nun trägt sie den Dress des künftigen Liga-Konkurrenten Westfalia Kinderhaus. Foto: Jörg Riemenschneider

Hand in Hand rückten im vergangenen Sommer nach der abgebrochenen Saison der BSV Roxel, Westfalia Kinderhaus II, Sparta und der SC Münster 08 von der Bezirks- in die Landesliga auf. Der Verband bot allen Teams diese Chance, die im Frühjahr noch theoretisch im Rennen um Platz eins waren.

Gespielt wurde dann aber im Grunde gar nicht erst, wieder kam Corona dazwischen. Nun also wagen die vier Frauen-Mannschaften einen neuen Anlauf, doch die Koordinaten haben sich etwas verschoben. Dass sie plötzlich alle die höchstklassige Truppe der Stadt stellen, liegt am Rückzug der Kinderhauser Ersten, aus der aber sechs Spielerinnen in die Reserve rückten.

„Der Zusammenschluss ist geglückt, die Vorbereitung war top. Ich bin positiv überrascht“, sagt Coach Florian Ostendorf, der den Weg zwei Klassen tiefer mitging. „Wir haben uns nach dem Neuaufbau wirklich schnell gefunden. Ich habe mega Bock.“ Ein Ziel soll erst nach der Hinrunde ausgerufen werden, noch sind die Unwägbarkeiten zu groß nach sechs Wochen Vorbereitung. Das obere Drittel soll es aber schon sein. Auf der anderen Seite der Tabelle werden am Ende allerdings fünf Mannschaften runtermüssen.

Zurückhaltung übt daher Andreas Helftewes. „Keine Ahnung, wo wir uns einstufen können“, sagt der Roxeler Coach. „Viel hängt vom Start ab.“ Mit GW Nottuln geht es zu einem Konkurrenten, der „Unbehagen“ auslöst. „Das muss aber raus aus den Köpfen, wir schauen in die Zukunft. Spielerisch können wir sicher mit allen mithalten, Erfahrung haben andere mehr.“ Mit Linksaußen Lena Holtstiege (SC Everswinkel II) und Sarah Milz (HV Sunden) sind noch zwei Neue dazugekommen, der 16er-Kader scheint gut gerüstet.

Das gilt auch für Münster 08. Trainer Thomas Paus ließ in der Vorbereitung Vorsicht walten, weil er keine Verletzung riskieren wollte. Der Plan ging bis dato auf. Über das Saisonziel diskutiert die Kanaltruppe noch. „Mir persönlich ist der Klassenerhalt zu wenig“, sagt Paus. „Ich denke, dass wir schon eine gute Rolle spielen können.“ Was dem Statistikfreund, der sonst über alles Buch führt, nicht passt: Nach der langen Pause weiß er fast nichts über die Konkurrenz. „Es nervt mich total, dass ich da im Dunkeln tappe.“

Da ist Paus nicht allein. Auch Enno Rühl, Trainer von Sparta Münster, hat auf Fragen noch keine Antworten. „Wir sind sehr gespannt auf die ersten Spiele“, sagt er, „vielleicht wissen wir aber erst im Winter, wo wir stehen.“ In Carina Oberborbeck und Pia Hollenhorst haben zwei Leistungsträgerinnen Sparta verlassen, ab November steht auch Julia Weile nicht mehr zur Verfügung. Mithilfe neuer Spielerinnen, die aus Studiengründen nach Münster gewechselt sind, sollen Lücken geschlossen werden. Das Saisonziel hat Grühl längst formuliert: „Für uns kann es nur um den Klassenerhalt gehen.“

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