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Fußball: Kreisliga A

„Wacker gehört da hin“: Wie Mecklenbecks Dreigestirn den Aufstieg anvisiert

Münster

Es läuft bei Wacker Mecklenbeck. Die A-Liga-Truppe ist Spitzenreiter und würde am Ende der Saison nur all zu gerne den Schritt in die Bezirksliga machen. Die Gründe für den Höhenflug: Ein Dreigestirn an der Spitze und ein unberechenbarer Angriff.

Spieler mit Abschluss-Qualität: Sander Frehse (l.) hat in dieser Saison bereits zehn Mal für Wacker getroffen. Foto: Johannes Oetz

Vor einem Jahr um diese Zeit geriet Fußball-A-Ligist Wacker Mecklenbeck nicht nur sportlich aus der Spur. Drei Spiele ohne Sieg kosteten den Liga-Primus die Tabellenführung. Kurz vor dem Jahreswechsel war es plötzlich etwas unruhig im Vorzeigeverein und kurz danach sogar ziemlich frostig. Die Ankündigung des Vorstands, im Sommer einen neuen Trainer anstellen zu wollen, nahm der amtierende Coach Costa Fetsch jedenfalls zum Anlass, die Trennung vorzuziehen. Kurzerhand warf er die Brocken hin und kritisierte hernach weniger den Vorgang selbst, sondern mehr die Art und Weise des Umgangs in dieser Situation. Fetsch-Assistent Daniel Efker übernahm daraufhin bei Wacker, Jan Walczak stellte sich an seine Seite. Und im Sommer kam noch Stefan Bischof dazu. Ein Dreigestirn und eine „super Lösung“, wie Abteilungschef Nicolas Hendricks versichert.

Es läuft an der Egelshove. Wie vor einem Jahr sind die Mecklenbecker Spitzenreiter. Und diesmal möchten sie auf dieser Position auch ins neue Jahr wechseln. Bei fünf Punkten Vorsprung und nur noch zwei ausstehenden Spielen sollte dies zu schaffen sein. Und danach? Meisterschaft? Aufstieg? „Es ist ein riesengroßer Traum, mittelfristig haben wir diese Ambition. Und wir würden uns auch nicht wehren, wenn es früher klappt“, meint Hendricks.

Eine außergewöhnliche Konstellation

Drei Trainer, kein Chef – eine außergewöhnliche Konstellation. Es funktioniere, weil die Aufgaben klar verteilt seien. „Wenn man so will, hat jeder sein Plätzchen gefunden“, sagt Hendricks. Vereinfacht zusammengefasst: Efker hat während der Partien das letzte Wort. Walczak organisiert den Trainingsbetrieb und die unmittelbare Spielvorbereitung. Bischof, der Spielertrainer und Mann mit den einschlägigsten Erfahrungen, bringt sich außerhalb des Feldes insbesondere taktisch ein. „Das funktioniert prächtig“, meint Hendricks, „im Grunde sind drei Trainer sogar besser als zwei. Wenn nicht alle einer Meinung sind, gibt es in jedem Fall eine Mehrheit.“

Wacker macht viel richtig in dieser Saison. In der Deckung steht die Reihe um Abwehrchef Felix Krasenbrink meist sicher. Im Mittelfeld leisten Jakob Gerstung und Jannick Hagedorn ganze Arbeit. Und in der Abteilung Attacke sind die Mecklenbecker auch bestens und breit aufgestellt. Dies unterstreicht die interne Torschützenliste: Hagedorn 10, Sander Frehse 10, Jan Hoffmann 9. Hendricks: „Ich glaube, wir sind wirklich schwer auszurechnen.“

Zwei „schwierige Spiele“ zum Jahresabschluss

Herbstmeister sind die Mecklenbecker schon, vor Jahresende stehen noch die Duelle mit Rinkerode und Schapdetten aus. „Schwierige Spiele“, weiß Hendricks, „das Hinspiel gegen Rinkerode haben wir knapp 1:0 gewonnen und in Schapdetten spielen wir auf Asche. Da wird uns nichts geschenkt werden.“ In der Pause sollen dann die Weichen für die nächste Spielzeit gestellt werden. Hendricks macht kein Geheimnis daraus, mit allen Trainern verlängern zu wollen: „Wir haben gerade eine super Stimmung hier. Die würden wir gern mit in die kommende Spielzeit nehmen.“ Dann vielleicht wieder in der Bezirksliga. „Wacker gehört da hin“, stellt der Abteilungschef im Brustton der Überzeugung fest.

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