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Fußball: Kreispokalfinale

Wacker lässt Telgte keine Chance und holt den Titel

Telgte

So richtig viel Spektakel war nicht drin, am Ende setzte sich der Favorit ganz souverän durch. Wacker Mecklenbeck besiegte die SG Telgte im Finale des Kreispokals mit 2:0 und ließ dabei keinen Zweifel aufkommen, dass der Titel verdient an die Westfalenliga-Frauen geht.

Von Michael Schulte

Setzten sich im Finale mit 2:0 gegen die SG Telgte durch und feierten danach den Gewinn des Kreispokals: Die Frauen von Wacker Mecklenbeck. Foto: Kock

Ein ganz verwegener Zuschauer hatte nach genau 16 Spielminuten einen Moment „Tiki-Taka-Fußball“ bei der SG Telgte gesehen, als sich zwei Spielerinnen des Fußball-Landesligisten per Doppelpass in die gegnerische Hälfte wagten. Ansonsten nahm das Kreispokalfinale der Frauen am Mittwochabend seinen erwarteten Verlauf. Westfalenligist Wacker Mecklenbeck setzte sich nach einer absolut einseitigen Partie standesgemäß mit 2:0 (1:0) durch, da half den grün-weißen Gastgeberinnen auch ihr Heimvorteil nichts. Für die Tore sorgten Verena Funke (45. Minute) und Paula Weber (90. +2).

„Mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Wenn man 97 Prozent Ballbesitz hat, sollte schon mehr herausspringen als ein Treffer, der zudem noch glücklich war.“ Für Mecklenbecks Trainer Felix Melchers war es dennoch tröstlich, dass seine Kapitänin Verena Funke mit ihrem Fernschuss Erfolg hatte. „Denn allmählich bin ich schon nervös geworden.“ Ärgerlich aus Telgter Sicht war dieses Tor in doppelter Hinsicht. Zum einen fiel es ganz kurz vor dem Pausenpfiff, zum anderen war es haltbar. Ärgerlich also auch für Telgtes Torhüterin Vera Heinker, die zuvor mehrfach glänzend pariert und den Außenseiter damit im Spiel gehalten hatte.

Geduldsspiel mit gutem Ende für Wacker

Für Wacker war es ein Geduldsspiel, das war ihnen von vornherein klar. Melchers: „Im Kreispokal sind wir oft auf Gegnerinnen getroffen, die sich massiv hinten reinstellen und ins Elfmeterschießen retten wollten.“ Dass auch die SG dieses Ziel verfolgte, hatte der Wacker-Coach zuvor der lokalen Presse entnommen, war daher nicht überrascht. „Absolut legitim“, für ihn, „aber schade für den neutralen Zuschauer, der nicht unbedingt auf seine Kosten gekommen ist.“ Telgtes Trainer Sebastian Wende, der nach neun Jahren mit diesem Pokalfinale seinen Abschied als SG-Coach nahm, fand es schade, dass seinem Team kein Torerfolg vergönnt war. Und er fand es fast schon bezeichnend, dass „wir die Tore in der 45. und 92. Minute bekommen“. Seinem Team, das auf einige Stammkräfte verzichten musste, attestierte er eine sehr engagierte Vorstellung. „Wir haben es Wacker nicht leicht gemacht, hatten aber letztlich keine Chance.“

Denn Mecklenbeck hatte nicht nur viel mehr Ballbesitz, sondern auch eine Menge Torchancen. Die allerbesten Möglichkeiten ließen Katrin Große-Scharmann (vorbei), Paula Funcke (drüber) und Noemi Hütter (Lattenkreuz) aus. Am Ende verwertete Paula Weber per Kopf eine schöne Hereingabe von Kristin Dircks zum 2:0-Endstand. Danach gab es Jubel, Sekt und natürlich den Pokal.

Wacker: Krützmann – Krieger (77. Walter), Selle, Schipke, Bezhaev (60. Hütter) – Haack, V. Funke (64. Weber), Große-Scharmann – Dircks, Kesse (83. Faber), P. Funcke

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