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Fußball: Frauen-Stadtmeisterschaft

Nächste „Ohrfeige“ für GWA: Wacker behält die Nerven und holt den Titel

Münster

Am Ende macht‘s der Top-Favorit: Die Frauen von Wacker Mecklenbeck behielten im Finale die Nerven und sind Stadtmeister 2023. Finalgegner GW Amelsbüren aber machte es den Westfalenligisten richtig schwer – und scheiterte erst im Neunmeterschießen.

Von Thomas Austermann

Die Frauen von Wacker Mecklenbeck sind Stadtmeister 2023. Foto: Peter Leßmann

Dem Top-Favoriten und Westfalenligisten war auch von einem sehr mutigen Landesligisten nicht beizukommen. Die nächste münsterische Krone bei der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball der Frauen setzte sich Wacker Mecklenbeck am Sonntag auf, freilich erst nach der Zusatzschicht namens Neunmeterschießen. Das gewann der Club mit 3:2 gegen GW Amelsbüren und feierte vor 300 Zuschauern bei Turnierausrichter SC Gremmendorf zuerst Neele Kesse, die den letzten Schuss trefflich setzte.

Für Stimmung sorgte der Herausforderer, der in naher Zukunft draußen auch auf Wackers Niveau kommen möchte. GWA-Trainer Frank Schlichter steuerte den Kader bei seinem ersten Hallenwinter mit diesem Verein dreimal ins Finale. In Ostbevern, dann bei der Hallenkreismeisterschaft und eben jetzt. „Immer gab es die Ohrfeige für uns“, sagte er mit einem bittersüßen Lächeln. „Im Gegensatz zu den anderen Endspiel-Auftritten war unsere Leistung diesmal so, dass ich nur stolz sein kann.“ Schlichter verwies auf einige Chancen in den regulären zwölf Minuten, in denen GWA durch Sophie Stumpf und Eva Tingelhoff hätte treffen können oder gar müssen. „Ich finde, dass Wacker Glück hatte“, sagte Schlichter. Sein finaler Konkurrent sah „Torszenen auf beiden Seiten“. Wacker-Trainer Felix Melchers bewertete „unsere Spielanlage als die bessere“ übers gesamte Turnier betrachtet. „Da bin ich schon stolz drauf.“

Gievenbeck im Halbfinale besiegt

Im Halbfinale gewann Mecklenbeck mit 4:1 gegen den A-Ligisten 1. FC Gievenbeck und schüttelte sich nur kurz nach dem 0:1-Treffer. Jule Krützmann agierte für Wacker als die mitspielende Keeperin und war immer im Aufbau anspielbar. Später im Finale minimierte sie das auch risikoreiche Spiel zweckdienlich. Als beste Torfrau wurde sie am Ende ausgezeichnet. Die anderen beiden gewählten oder ermittelten Einzelkönnerinnen waren von Münster 08 Lotte Rüffer (beste Spielerin) und von Borussia Münster die insgesamt siebenfache Torschützin Greta Pauli.

Im Finale traf Lea Kohlmann (GWA, kl. Bild r.) auf Wackers Neele Kesse, die am Ende jubelte. Foto: Peter Leßmann

Trainer Jan Hardelaufs A-Ligist Nullacht setzte im Halbfinale die grün-weiße Konkurrenz aus Amelsbüren durchaus unter Druck und hätte beim 1:2 auch den Ausgleich erzielen können. Direkt nach der Partie suchten und fanden die unterlegenen Halbfinalisten von der Neunmetermarke den Drittplatzierten – der FCG schaffte ein 4:3, und Trainer Nico Sahle war angetan. „Wir haben hier insgesamt gezeigt, was wir draufhaben, und es war wirklich alles drin für uns“, sagte er und ließ nicht unerwähnt, „dass wir ein Drittel unseres Kaders geschont haben. Denn für uns ist die Meisterschaft wichtiger, das muss man so sagen. Wir wollen als Gievenbecker nicht allzu lange in der Kreisliga A bleiben.“

Lob für den Ausrichter

Sahle und andere Mitmachende vergaßen nicht, den SC Gremmendorf zu loben für die Durchführung des Turniers, das übrigens zum fünften Mal an Ort und Stelle durch diesen Verein durchgeführt wurde, dessen abgemeldete ehemalige Erste als „Allstars“ noch einmal zusammen und auch in die Endrunde kam. Filipa da Silva Campos hielt die Orga-Fäden für den SCG vor und während der beiden Turniertage in ihren Händen.

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