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Fußball: Westfalenliga

Westfalia-Aufwand gegen Sinsen kaum belohnt

Münster

Nur zwei Treffer in vier Begegnungen sind zu wenig aus Sicht von Westfalia Kinderhaus. Das Bemühen der Münsteraner war groß beim 0:0 gegen den TuS Sinsen. Doch der Abschluss und auch der letzte Pass hatten nicht die nötige Präzision.

Luis Haverland (l.), hier vor der Tribüne gegen Sinsens Mick Nabrotzki, mühte sich als Solostürmer nach Kräften. Foto: Peter Leßmann

Dieses torlose Westfalenliga-Spiel gereichte nur dem Gast zur Zufriedenheit. Bei Westfalia Kinderhaus beklatschte der TuS Sinsen aus Marl den Punktgewinn, die saubere Weste und sich selbst im Mannschaftskreis. Kein Wunder nach zuvor zwölf Gegentreffern in vier Partien. Die Westfalia aber stapfte nach dem ersten Remis eher missmutig vom Rasen. Erneut schraubte sie den Aufwand enorm hoch, erneut haperte es in der Offensive aber beim Abschluss. Nur zwei Törchen aus vier Begegnungen stehen in der Bilanz, die sicher noch keine alarmierende sein kann, aber einen Trend zu verraten scheint. In „der Box“ herrscht ein Mangel – und deshalb „sind wieder zwei Punkte weg“, wie Trainer Holger Möllers bedauerte. Ganz sicher ist er trotzdem, „dass wir ein gutes Team haben und und noch belohnen werden“.

Haverland gibt sich widerspenstig

Der zentrale Spieler vorne drin, Luis Haverland, den es im Vorjahr von Mallorca ins Münsterland verschlug, ist ein Guter. Der schnelle und trickreiche 23-Jährige ist dauerhaft widerspenstig, hadert nie und reißt läuferisch ein enormes Pensum ab. Aber: Der Typ klassischer Zielspieler kann er nicht sein. „Vor der Saison haben wir viele Gespräche mit Kandidaten geführt, die ins Profil gepasst hätten“, sagte Möllers. Eine Einigung gab es mit niemandem, erinnert er sich schulterzuckend.

Haverland alleine in die Pflicht zu nehmen, wäre unfair. Torgefahr dürfen ja auch andere ausstrahlen. Gegen Sinsen kam die sofort sehr aktive Westfalia etwas unkonzentriert ins Spiel, bis Nick Rensing nach Eckball von Fabian Witt eine gute Kopfballchance hatte. Mehrfach aber blieb nach großem Aufwand im Aufbau der letzte Pass zur Szene hängen. „Da waren zu viele kleine Fehler drin, es gab ein paar falsche Entscheidungen. Mir fehlte auch die entschlossene Gier beim Abschluss“, sagte Möllers.

Holger Möllers

Hatte Sinsens jung besetzte Truppe bis hierher noch drei gute Momente, in denen jeweils Flügelspieler Gerard Lubkoll den Stürmer Ioannis Orkas bediente, dominierte Kinderhaus nach dem Wechsel und einer deutlichen Ansprache des Trainers mehr und mehr. Florian Graberg per Drehschuss und noch aussichtsreicher Dzan Alic nach Haverlands starkem Zuspiel kamen zum Abschluss. Alics Hereingabe rauschte dann gleich an mehreren Kollegen vorbei, die sich vor den TuS-Kasten geschlichen hatten. Das Glück des richtigen Timings war den unverdrossen anrückenden Münsteranern auch nicht beschieden.

„Wir betreiben einen Riesenaufwand und belohnen uns nicht“, haderte Möllers mit den Szenen. Sinsen wehrte sich in einem sehr fairen Spiel nach Kräften im Kollektiv und kam erst spät noch mit frischen Leuten zu zwei Szenen, aber Westfalia-Torwart Tim Siegemeyer passte gut auf.

Westfalia: Siegemeyer – Schöneberg, Rensing, Wesberg, Graberg (72. Nelson) – Airton (78. Kottenstede), Ritter (86. Schürmann) – F. Witt (60. J. Witt), Wassey, Hammami (50. Alic) – Haverland

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