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Handball: Verbandsliga

Westfalia-Ausfälle gegen Oberaden nicht zu kompensieren

Münster

Die zahlreichen Ausfälle schmerzten Westfalia Kinderhaus bei der 26:30-Niederlage im Heimspiel gegen den SuS Oberaden sehr. Gerade in der Anfangsphase fanden die Gastgeber keinerlei Mittel. Am Ende bäumte sich der Aufsteiger noch mal auf.

Von Michael Schulte

Michel Flockert setzt gegen die Oberadener Tim Holtmann (l.) und Pascal Stennei (r.) zum Wurf an – er war mit acht Treffern bester Torschütze der Kinderhauser. Foto: Jörg Riemenschneider

Wenn es mit dem Personal eng wird, dann wird es mit den Alternativen knapp. Und wenn dann mit David Honerkamp (Fingerbruch) und Jens Giesbert (Grippe) zwei Leistungsträger fehlen, sinkt automatisch die Qualität. Alles nichts Neues, aber am Samstagabend für Verbandsligist Westfalia Kinderhaus entscheidend. Die Truppe von Trainer Michael Dreskornfeld unterlag SuS Oberaden mit 26:30 (11:17). Eine verdiente Niederlage, wenngleich eine höchst bittere.

Denn die Münsteraner hatten einen Gegner zu Gast, dem sie in Normalbesetzung durchaus gewachsen gewesen wären. So aber hätten sie schon über sich hinauswachsen müssen, um die Punkte zu behalten. Und da offenbarte sich bei manchem Aktiven die eine oder andere Unzulänglichkeit. Auch deshalb, weil nicht jeder auf seiner Lieblingsposition ran durfte. Improvisieren war angesagt, mit sehr mäßigem Erfolg.

Müller einziger Linkshänder

Ein Himmelreich für einen Linkshänder, dieser Hilferuf umtreibt die Westfalia schon seit dem Saisonstart. Weil nur Hagen Müller diese Voraussetzung erfüllt, müssen immer wieder „Notnägel“ auf der rechten Angriffsseite in die Bresche springen. Am Samstag mühte sich Max Proch (aus der eigenen A-Jugend) nach Kräften auf Halbrechts, gleichwohl blieb der junge Mann weitgehend ungefährlich. Das konnte nicht verwundern, hat er doch weder die Routine noch unbedingt die Statur, um dort für viel Effektivität zu sorgen. Und weil Stephan Dittrich weitgehend unter seinen Möglichkeiten agierte, musste Mittelmann Michel Flockert nicht nur das Spiel lenken, sondern auch für Torgefahr sorgen. Das gelang ihm am Samstag noch am besten, allein ihm fehlte die Unterstützung der Kollegen.

Die Partie war aus Westfalia-Sicht praktisch nach 13 Minuten gelaufen, als Dreskornfeld beim 3:9 zur ersten Auszeit bat. Auch neun Minuten später (7:13) und zur Pause (11:17) sah es nicht besser aus. Der Gastgeber mühte sich zwar, scheiterte aber zu oft wegen technischer Fehler, ungenauer Würfe und Abwehrschwächen. Aber das Team glaubte noch an sich.

Aufholjagd gestoppt

Eine Viertelstunde vor Schluss schien sich das Blatt zu wenden, als Kinderhaus auf 18:20 verkürzt, endlich auch mal die zahlreichen Überzahlaktionen sauber ausgespielt und die Oberadener sichtlich in Verlegenheit gebracht hatte. Doch der Gast konnte die Aufholjagd stoppen, weil Westfalia der letzte Glaube an die Wende doch wohl gefehlt hatte. „Wir haben eine super Moral gezeigt, leider aber zu viele leichte Fehler begangen. So wurde es nichts mit einem Sieg, der in Normalbesetzung durchaus möglich gewesen wäre“, bilanzierte Dreskornfeld, der von der fünften Saison-Niederlage, aber nicht von der Einstellung seiner Mannschaft enttäuscht war.

Tore: Flockert (8/2), M. Honerkamp (5/3), Hollenbeck, Siering (je 3), Dittrich, Schulz (je 2), van Heeck, Limke, Mueller (je 1)

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