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Handball: Landesliga

Westfalia geht an die frische Luft

Münster

Hallenzeit ist „Quality-Time“ für die Handballer von Westfalia Kinderhaus. In der Halle geht es ums Wesentliche, es wird trainiert und gespielt – nicht mehr und nicht weniger. Besprochen wird draußen, geduscht zuhause. Dennoch ist Trainer Sebastian Dreiszis zufrieden mit dem Stand der Corona-Vorbereitung.

Ansgar Griebel

Trainer Sebastian Dreiszis beim Sitz- und Stehkreis nach der Balleinheit. In Corona-Zeiten zieht es die Westfalia-Handballer vermehrt von drinnen nach draußen. Foto: Jörg Riemenschneider

Die Jungs müssen an die frische Luft: Das ist im konkreten Fall nicht der weise Ratschlag der Großmama, sondern ein unmissverständlicher Sicherheitshinweis in Corona-Zeiten. „Eigentlich bleibt man nach Spielen und nach dem Training noch eine halbe Stunde in der Halle und bespricht sich“, erinnert sich Sebastian Dreiszis, Trainer der Landesliga-Handballer von Westfalia Kinderhaus, an gute alte Zeiten. „Aktuell geht das nicht. Wir kommen in Sportsachen und gehen in Sportsachen.“ Umkleiden dicht, Duschen dicht und die Hallenzeiten auf das Allernötigste reduziert. Handball in Corona-Zeiten.

Trainer bleibt optimistisch

„Dazu bin ich auch ein Freund von Dreierturnieren in der Vorbereitung – auch das ist nicht möglich“, so Dreiszis, der aber durchaus pragmatisch und auch optimistisch mit der Situation umgeht: „Davon ab geht es voran, wir dürfen mit 30 Mann mit Kontakt trainieren. Für Handball reicht das, die Mannschaft entwickelt sich.“

Drei Tage Trainingslager

Am Wochenende hatte er sein Team zu einem dreitägigen Trainingslager in eigener Halle zusammengetrommelt, zwei Testspiele organisiert und ist auf dem Weg zum Start der Punkterunde Anfang Oktober wichtige Schritte vorangekommen. Es sei gut gewesen, die Neuzugänge, die das Team an zentralen Positionen verstärken, einzubinden und gegen starke Gegner das Sparring zu suchen. Namentlich waren das Verbandsliga-Aufsteiger RSV Altenbögge, gegen den es am Samstag noch eine 26:31-Niederlage setzte, sowie die Reserve des TV Emsdetten (Verbandsliga), die Kinderhaus am Sonntag mit 25:24 bezwang. Gerade in diesem Spiel seien die Fortschritte erkenn- und auch hörbar gewesen. „Das Reden in der Abwehr miteinander ist ganz wichtig. Nach vorne den Ball schnell machen und das Spiel in die Tiefe“, so Dreiszis zur Aufgabenstellung. „Und natürlich die Einstellung, bis zum Ende dranzubleiben.“ Genau so wurde die Partie gegen den TVE in der umkämpften Schlussphase noch umgebogen.

Verletzungen trüben Freude

Allerdings gab es auch schlechte Nachrichten aus der Halle in Kinderhaus. Thomas Würthwein humpelte mit einem gebrochenen Zeh von der Platte, Neuzugang Jan Rothers erwischte es mit einem Bänderriss noch übler. Sein Trainings-Comeback dürfte im besten Fall mit dem Ligastart im Oktober zusammenfallen. Dafür wird Jens Giesbert nach seinem Muskelfaserriss in dieser Woche zurück im Training erwartet. Möglicherweise reicht es sogar für Kurzeinsätze bei den beiden Testspielen am kommenden Wochenende.

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