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Handball: Landesliga

Westfalia Kinderhaus II: Mehr als ein Jahr auf Trainersuche

Münster

Vor mehr als 14 Monaten trennten sich die Handballerinnen von Westfalia Kinderhaus II – und suchen immer noch nach einem Nachfolger. Kurz vor dem Neustart soll die Suche jetzt forciert werden. So viel gibt der Markt indes nicht her.

Diese Truppe sucht noch immer einen Coach: die zweite Mannschaft von Westfalia Kinderhaus. Foto: Westfalia

Im Frühjahr 2020 überlegte sich die zweite Mannschaft von Westfalia Kinderhaus, dass sie frischen Wind auf der Trainerposition benötigt. Nach erfolgreichen Jahren kam es zur Trennung von Coach Daniel Vaegs. Seitdem ist viel passiert. Nur einen neuen Übungsleiter haben die Damen noch nicht gefunden.

Corona

Kurz nach dem Beschluss endete die Saison coronabedingt abrupt. Auch als Tabellenvierte der Bezirksliga erhielten die Münsteranerinnen die Chance zum Aufstieg per Wildcard und nutzten sie. Ein Landesliga-Spiel bestritten sie seitdem (und gewannen), danach fiel wieder eine ganze Serie ins Wasser. Insofern fiel der Mangel auf dem Trainerstuhl nicht wirklich ins Gewicht.

Warum ist das so? „Viele sind in dieser Zeit einfach bei ihren Mannschaften geblieben, und groß ist der Markt ohnehin nicht“, sagt Spielerin Maike Schaper. ­Interimsweise half in den vergangenen Monaten Dirk Evering vom SC Hörstel aus, aber das war nur eine Übergangslösung. Da sich die Annullierung bereits Anfang dieses Jahres andeutete, war der ganz große Druck raus. Doch allmählich würden sich die Kinderhauserinnen wünschen, dass sich ein passender Kandidat findet, auch wenn das Budget relativ schmal ist. „Wir sind eigentlich offen für alles. Bei der Handvoll an Bewerbern hat es bisher nicht komplett gestimmt“, sagt Schaper, die auch im Abteilungsvorstand sitzt. Ein bisschen Erfahrung wäre schön, letztlich sei das Menschliche aber wichtiger als eine Lizenz. Gesucht wurde auf allen möglichen Wegen, auch über soziale Medien. „Wir haben viele Kontakte spielen lassen, leider erfolglos“, so Schaper. Der Charakter zeigt sich allein dadurch, dass die Mannschaft trotz der Unwägbarkeiten zusammengeblieben ist. Im Lockdown gab es jede Woche ein Home-Workout. „Hut ab, da haben alle mitgezogen, ich war selbst überrascht.“ Die Kapitäninnen Franziska Puthen und Lina Müller haben nun einen detaillierten Vorbereitungsplan erstellt. Die Trainingseinheiten organisieren die Spielerinnen gerade reihum selbst. Dass einige selbst Junioren im Verein coachen, schadet natürlich nicht.

Dennoch sollen die Provisorien bald ein Ende haben. Maike Schaper gibt noch einen finalen Werbespruch dazu zum Besten: „Wir sind ehrgeizig und doch gesellig.“ Eigentlich keine schlechte Kombination für Handballer.

Interessenten können sich weiter per Mail melden unter spielewart@handballer-muenster.de

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