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Fußball: Westfalenliga

Kinderhaus legt neues Trio nach und möchte sich unten raushalten

Münster

Im Kader von Westfalia Kinderhaus hat sich in den vergangenen Wochen noch mal ordentlich was getan. Drei weitere Neuzugänge werten den Kader auf und sollen mit dazu beitragen, dass sich die Münsteraner in ihrem dritten Westfalenliga-Jahr wieder unten raushalten können.

Von Thomas Rellmann

Julian Horstmann (l.), der bisher für den ASC 09 Dortmund spielte, läuft bald für Westfalia Kinderhaus auf. Foto: Imago/Fotografie73

Mit einem beeindruckenden Endspurt holte sich Westfalia Kinderhaus in der ersten vollständigen Westfalenliga-Saison den Klassenerhalt. Nun gibt es eine Reihe neuer Kräfte im Kader – nach unten blicken will und muss der Club wohl auch nicht mehr.

Wer sind all die Namen, die in den vergangenen Wochen auf den Aufstellungsbögen standen?

Im Laufe der Vorbereitung hat Kinderhaus noch mal zugelegt. Ein Premium-Zugang ist Julian Horstmann (22), der bei Oberligist ASC 09 Dortmund Stammkraft war. Der Mittelfeldspieler ist vorerst aber für drei Monate in München. Vom 1. FC Gievenbeck kommt Abwehrspieler Michel Schrick, der zuletzt jedoch länger im Ausland weilte. Linksverteidiger Nelson Peters spielte bis zum Sommer in der U 19 des VfL Bochum. Er war auch schon für den FC Schalke 04 am Ball und stammt aus der Jugend des SC Münster 08. Eher für den Trainingsbetrieb ist derzeit Torwart Leo Fenker vorgesehen, ihn kennt Westfalia-Coach Holger Möllers noch vom SV Herbern. Kevin Averdung (U 19), Fernando Seker (SC Reckenfeld) und Samuel Kusi mischten in den Tests zwar mit, sollen aber in der Reserve spielen.

Abgesehen vom Turnier in Erkenschwick gelang nur ein Sieg in sieben Vorbereitungsspielen. Grund zur Sorge?

„Nein“, entgegnet Möllers gelassen. „Im Großen und Ganzen waren unsere Tests gut“, sagt er und verweist auf die Partien gegen die Oberligisten Preußen II und Gievenbeck, die 1:1 endeten. „Außerdem haben wir ja hart und intensiv trainiert.“ In der vergangenen Woche, als es beim FC Nordkirchen (Landesliga-Aufsteiger) und gegen Westfalenliga-Neuling Türkspor Lünen klare Niederlagen – 2:4 und 1:5 – gab, steckte das Team laut Coach in einem Loch. Auch personell, denn sämtliche Offensivspieler mussten passen. „Wir werden zum Auftakt aber nahezu den kompletten Kader beisammen haben“, verspricht Möllers.

Saison eins früh abgebrochen, Saison zwei ordentlich abgeschlossen – wo sortiert sich Kinderhaus im berühmten schweren dritten Jahr ein?

Das Aufgebot ist breit, Alternativen gibt es reichlich. Allerdings stehen hinter einigen Akteuren Fragezeichen, wann und wie oft sie zur Verfügung stehen. „Wir haben unseren Kader weitgehend zusammengehalten“, sagt Möllers. „Und darüber hinaus gezielt verstärkt. Daher bin ich sehr zuversichtlich.“ Allerdings sagt der 51-Jährige auch klipp und klar, dass die Liga an Qualität zugelegt hat. Dabei denkt er vor allem an die Absteiger Hammer SpVg und TuS Haltern, aber auch an den SC Verl II, der als Neuling Zugriff auf Drittliga-Profis hat. „Trotzdem haben wir genug Qualität, um uns zu behaupten“, so Möllers. Da mit dem Rückzug der IG Bönen fest gerechnet wird, steigen nur zwei weitere Mannschaften ab. Im Keller dürfte Kinderhaus nicht auftauchen.

Nelson Peters (l.)  kommt von der U19 des VfL Bochum und verstärkt Westfalia Kinderhaus. Foto: Imago/RHR-Foto

Wie läuft das Zusammenspiel zwischen dem Sportlichen Leiter Kevin Schöneberg und Möllers?

Anfang des Jahres wurde der Ex-Profi als verspäteter Nachfolger von Dieter Hanebuth vorgestellt und brachte auch bald die ersten Transfers unter Dach und Fach. Allerdings ist ein „langsames Reinwachsen“, wie der Coach sagt, geplant. „Aktuell ist Kevin noch mehr Spieler“, so Möllers. „Und das ist auch absolut okay. Seine Klasse und vor allem seine Erfahrung brauchen wir ja. Alles andere kommt peu á peu.“ Wenn auf Schönebergs Position im zentralen Mittelfeld mehr Alternativen auftauchen, verschiebt sich die Priorität womöglich. Eine könnte Airton sein. Der Brasilianer, der aus Herbern kam, verbrachte die gesamte letzte Saison in der Heimat. Nun hat er aber die Aussicht auf eine baldige Spielberechtigung bei Westfalia.

Der Kader

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