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Fußball: Westfalenliga

Westfalia Kinderhaus schickt Erkenschwick geschlagen heim

Münster

Spitzenreiter? Na und? Westfalenligist Westfalia Kinderhaus blieb gegen die Spielvereinigung aus Erkenschwick ganz cool und behielt beim 4:2 alle drei Zähler an der heimischen „Hütte“.

Von Thomas Austermann

Vollgasveranstaltung: Westfalias Jendrik Witt (r.) im Laufduell mit Erkenschwicks Enes Schick. Am Ende war Kinderhaus meist einen Schritt schneller unterwegs. Foto: Peter Leßmann

Das große Augenreiben an der Kinderhauser „Hütte“ setzte nach 25 Minuten und dem zweiten Treffer der Westfalia ein. Und die auf den Punkt perfekt abliefernde Elf triumphierte in der Westfalenliga vollauf verdient mit 4:2 (3:0) gegen den perplexen Spitzenreiter SpVgg Erkenschwick, der statt der nächsten Zähler acht Gelbe Karten sammelte.

Gästefans feiern trotz Niederlage

Dass rund 100 mitgereiste Fans die Elf von Trainer Magnus Niemöller trotzdem feierten, ist typisch für die „Schwicker“, die gen Oberliga und durch den Westfalenpokal streben und diese Pleite womöglich wegstecken. Kinderhaus blickte eh auf sich selbst und zeigte nach dem schwachen Spiel in Hamm eine Reaktion. „Und auf die haben wir eine Woche hingearbeitet“, sagte Trainer Holger Möllers. „Den Druck, was zu liefern, haben wir uns selbst gemacht. Ich habe ein ganz starkes Team gesehen.“

Ins letzte Heimspiel des Jahres preschte die Elf förmlich – mutig, laufstark, aggressiv schon gegen den Aufbau des Favoriten. Fabian Witt traf nach Vorarbeit von Felix Ritter an den Pfosten (8.), als Kinderhaus die Abwehr zum ersten Mal überrumpelte. Dieser Witt grämte sich nicht, sondern fand mit starker Hereingabe von links seinen rechts herum aktiven Bruder Jendrik zum 1:0 (21.). Durch die bisweilen löchrige Kette der Gäste schickte Stürmer Luis Haverland, der sich immer wieder vor dem 16-Meterraum anbot und kluge Bälle spielte, Kapitän Ritter, der cool zum 2:0 traf (25.).

Erkenschwick schimpft - Kinderhaus trifft

Erkenschwick machte sich das große Zetern und Hadern zu eigen, forderte Pfiffe und Karten. Der klar kommunizierende Spielleiter Hüseyin Sahin (Hamm) entschied klug und konsequent. Ritter kurbelte unablässig an, Airton ackerte hinter ihm und über die oft doppelt besetzten Außen attackierte Kinderhaus gerne. Paul Wietzorek spielte Doppelpass mit Jendrik Witts Hacke und traf zum 3:0 (34.). Die Gäste suchten mit langen Bällen ihr Heil, aber damit war Torjäger Stefan Oerterer (15 Saisontreffer) kaum zu finden im Schatten von Leon Niehues und Malte Wesberg.

„Es war beispielhaft, wie die Jungs im Kollektiv das Spiel gelebt haben“, lobte Möllers. Dass Erkenschwick kommen musste, war einkalkliert. Das 1:3 besorgte der agile Moritz Isensee (50.) zwar zeitig, aber nachdem Oerterer seine erste gute Chance vergab, fand das bedingungslose Anrennen nicht statt. Die überaus Fleißigen, denen Keeper Tim Siegemeyer mehrfach den Rücken stärkte, steckten in anderen Trikots. Fabian Witts Freistoß wäre ein Tor wert gewesen. Haverland hatte dann das Auge und das Können zum überragenden Steckpass auf Airton, der alles klar machte zum 4:1 (82.). Die Gäste verkürzten durch Arian Schuwirth (85.).

Westfalia: Siegemeyer – Wietzorek (73. Horstmann), Niehues, Wesberg, Peters (60. Schürmann) –Schöneberg (83. Lambert), Airton – J. Witt (83.Oelgemöller), Ritter, F. Witt (66. Hammami) – Haverland

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