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Fußball: Westfalenliga

Westfalia zeigt keine Angst vor Ruhrpottmentalität - und holt einen Punkt gegen Lünen

Münster

Westfalia Kinderhaus hatte im Westfalenliga-Duell mit dem Lüner SV eine harte Gangart erwartet, doch die Münsteraner hielten beim 1:1 nicht nur ergebnistechnisch gut dagegen.

Verena Hagedorn

Erzielte den Ausgleich für Westfalia Kinderhaus: Finn Liebert (li.), der sich hier gegen Lünens Kevin Mattes durchsetzt Foto: Wilfried Hiegemann

Nachdem vergangene Woche beim 2:1-Auswärtssieg bei Preußen Espelkamp endlich der Knoten geplatzt war und der erste Dreier eingefahren wurde, sollte es gegen die Lüner Löwen so weiter gehen. Nach intensiven, aber wenig konsequenten 90 Minuten reichte es aber nur für ein 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Westfalias Trainer Holger Möllers warnte vor der Ruhrpottmentalität der Gäste, nämlich dem intensiven, körperbetonten Spiel. Unbegründet, wie sich herausstellte, denn seine Jungs hielten körperlich gut dagegen und es gab insgesamt nur eine Gelbe Karte auf jeder Seite. Die erste Duftmarke setzten die Gastgeber in der fünften Minute, als Marvin Kehl mit einem Distanzschuss die Latte streifte.

Jendrik Witt im Freistoß-Pech

Als Lünens Ferdinand Franzrahe  in der zwölften Minute zentral und völlig unbedrängt zum Schuss kam, das Tor aber verfehlte, wurde deutlich, dass die Kinderhauser Abwehr noch nicht richtig sortiert war – jetzt aber war sie wachgerüttelt worden. Die beste Chance der Westfalia im ersten Spielabschnitt hatte Marvin Kehl in der 17. Minute, der die perfekte Flanke von Fabian Witt nicht verwerten konnte. Die ansonsten höhepunktarme erste Halbzeit, in der Lünen etwas mehr vom Spiel hatte, beschloss Sebastian Hahne mit dem Führungstreffer für die Gäste in der 38. Minute.

Nach dem Seitenwechsel kam die Westfalia besser in die Partie, schaffte es aber nicht, sich echte Torchancen herauszuarbeiten. Als Jendrik Witt in der 60. Minute einen direkten Freistoß unter die Latte preschte, war sich der Linienrichter sicher, dass der Ball die Torlinie nicht überschritten hatte. Den Abpraller legte Finn Liebert per Kopf nur sicher in die Arme von Keeper Jan Hennig. Acht Minuten später hatte Finn Liebert dann mehr Glück, als er zum Ausgleich traf, der bis zum Ende Bestand haben sollte

Möllers: "Partie wird unsere junge Truppe reifer machen"

Lünen, auf Platz acht direkter Tabellennachbar des Neunten Kinderhaus, hatte im zweiten Spielabschnitt keine nennenswerte Chance mehr zu verzeichnen, weshalb die Punkteteilung aus Sicht von Trainer Möllers zwar verdient war, aber nicht akzeptiert werden musste. „Wir sind heute die tiefen Wege nicht gegangen und haben uns nicht die Möglichkeiten erspielt wie in den vergangenen drei Spielen. Dazu hat heute die letzte Konsequenz gefehlt. Lünen ist eine Topmannschaft mit dem Anspruch unter den ersten Vier zu landen, da haben wir gut mitgehalten und es hätte mehr dringesessen, wenn wir konsequenter Fußball gespielt hätten. Die Jungs waren mutig und diese Partie wird unsere junge Truppe noch ein bisschen reifer machen.“

Kinderhaus: Siegemeyer – Wietzorek, Niehues, Graberg, Alic – F. Witt (46. Haverland), Schürmann, Liebert (77. Touray), J. Witt (65. Pietsch) – Kehl, Hake (88. Ritter).

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