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„Wir scharren mit den Hufen“ – Vorfreude auf den Agravis-Cup steigt

Münster

Gerade erst begeisterte das Turnier der Sieger nach langer Corona-Pause vor dem Schloss, nun steht auch schon das nächste Reit- und Springturnier in den Startlöchern. In der Halle Münsterland startet im Januar 2023 der Agravis-Cup, wie die fünftägige Veranstaltung nun heißt.

Im Januar soll das Turnier, das dann erstmals unter dem Namen Agravis-Cup firmiert, wieder stattfinden. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Turnier der Sieger hat es vor drei Wochen vorgemacht und vor dem Schloss nach zwei Jahren Corona-Pause ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Volle Tribünen, hochklassiger Sport und beste Stimmung. Alles Zutaten, die es bis zu Pandemie-Beginn in schöner Regelmäßigkeit im Januar auch in der Halle Münsterland beim traditionellen Reit- und Springturnier gab – und die es vom 11. bis zum 15. Januar 2023 wieder geben soll beim Agravis-Cup, wie die fünftägige Veranstaltung nun heißt.

„Wir haben beim Turnier der Sieger gesehen, dass Reitsport in Münster weiter funktioniert. Auch bei uns ist die Resonanz groß, es kommen schon erste Nachfragen“, sagt Oliver Schulze Brüning, Vorsitzender des gastgebenden Reiterverbands Münster. Ein Zeichen, dass nicht nur ihm und seinen Mitstreitern das Turnier in den vergangenen Jahren gefehlt hat. „Es ist schon ein Treffpunkt und Teil des gesellschaftlichen Lebens von Münster. Wir freuen uns, dass es wieder stattfindet und scharren mit den Hufen“, meint Schulze Brüning, dem Dr. Dirk Köckler als Vorstandsvorsitzender des Hauptsponsors Agravis, nur beipflichtet: „Wir brennen auf diese Veranstaltung.“

Noch 119 Tage Geduld

119 Tage – von Mittwoch an gezählt – müssen sich die Organisatoren und Reitsport-Fans noch gedulden. Eine lange Zeit, möchte man meinen. „Aber so lange ist es nicht mehr“, sagt Rainer Stegemann, Geschäftsführer des Reiterverbandes und stark eingebettet in die Vorbereitung und Planung. Gespräche mit der Halle sind angelaufen, auch mit Ausstellern und Sponsoren stehen Stegemann und Schulze Brüning im Austausch. Eine wichtige Aufgabe, bei der sich der Reiterverband neu aufgestellt hat. Die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Escon Marketing beendete der Reiterverband, baut nun auf die Hilfe der Agentur Terres aus dem Hause Agravis.

Auf eine volle Halle, wie regelmäßig bei der Bauernolympiade, hoffen (v.l.) Alexandra Wunsch und Dr. Dirk Köckler vom Titelsponsor sowie Oliver Schulze Brüning und Rainer Stegemann vom Reiterverband Münster. Foto: Roland Greife/Agravis

„In den letzten beiden Jahren hat sich viel getan. Wir haben uns bewusst neu aufgestellt und sind überzeugt, dass nach 31 Jahren ein Wechsel angezeigt ist“, erklärt Schulze Brüning. „Wir sind froh, dass wir die Vermarktung weiter allein in der Hand haben und dass wir gleichzeitig mit der neuen Zusammenarbeit die Partnerschaft zu Agravis noch stärken.“ Das Unternehmen aus Münster, das für fünf Jahre die Namensrechte übernommen hat, engagiert sich nicht nur beim Turnier in der Halle Münsterland seit langen Jahren, sondern ist auch Mitveranstalter und Vermarkter des Agravis-Cups von Oldenburg, das vom 27. bis zum 30. Oktober stattfindet. „Da gibt es viele Synergien, die wir nutzen können“, sagt Schulze Brüning.

Plan B liegt in der Schublade

Frei von Sorgen in Zeiten der anhaltenden Pandemie sowie steigender Energiekosten aber nicht. Bis zu 30 Prozent an Mehrausgaben kalkuliert der Reiterverband ein. „Wir rechnen mit steigenden Kosten, auch wenn unser Energiebedarf in der Halle nicht so gewaltig ist“, sagt Stegemann. Und auch die Möglichkeit neuer Corona-Restriktionen im Winter haben die Ausrichter im Hinterkopf, haben dank des kurzfristig abgesagten 2022er-Turniers Plan B in der Schublade. „Wir versuchen uns abzusichern und müssen gegebenenfalls auf die Situation im Januar reagieren. Aber wir hoffen, dass es wieder Normalität gibt und wir das Turnier in der Form durchführen können, wie wir es kennen“, sagt Schulze Brünung. Mit vollen Tribünen, hochklassigem Sport und bester Stimmung – dann wäre auch das zweite Reitsport-Comeback in Münster geglückt.

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