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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets: Leo Padberg tritt ab

Münster

Als Leo Padberg vor vier Jahren aus Schwelm zu den WWU Baskets wechselte, machte er vieles richtig. Und die Münsteraner bewiesen mit seiner Verpflichtung ein feines Händchen. Der inzwischen 29-Jährige war einer der prägendsten Figuren des Aufschwung der Baskets. Nun zieht er sich in die „Zweite“ zurück.

wn

Leo Padberg tritt künftig kürzer Foto: Jürgen Peperhowe

Beim Blick zurück kommt bei Leo Padberg etwas Wehmut auf. Noch einmal die Playoffs vor 3000 Fans zum Abschied, das wäre es gewesen. Der 29-Jährige hat viel erlebt in seiner Laufbahn. Wenn Padberg an die vergangenen vier Jahre mit den WWU Baskets zurückdenkt, dann schwärmt er von außergewöhnlichen Momenten und besonderen Beziehungen. Jetzt richtet er den Blick in die Zukunft ohne den ganz hochklassigen Sport: „Grundsätzlich ist es so, dass ich unabhängig vom Basketball mit meiner Freundin gerne auch in Münster bleiben wollte. Solange ich beruflich hier bleiben werde, möchte ich auch weiterhin in Münster spielen.“ Seiner Basketball-Leidenschaft wird er nun unter Christoph Schneider in der UBC-Reserve frönen und kürzer treten: „Zweimal die Woche Mannschaftstraining, ein gutes Spiel am Wochenende zu haben, dann reicht das auch.“

2016 vom ProB-Ligisten ENBaskets Schwelm nach Münster gewechselt, wurde Padberg eine der prägenden Figuren des Aufschwungs der WWU Baskets. „Das war damals erst mal ein Schritt zurück in die 1. Regionalliga. Der Grund, warum ich hierher gekommen bin, mit Münster aufzusteigen und den Basketball in der Stadt voranzutreiben, wurde mehr als erfüllt“, blickt Leo Padberg auch mit Stolz auf „alles in allem super vier Jahre“ zurück.

Nur drohte das „Endspiel um den Aufstieg“ 2018 bei Elephants Grevenbroich alle Pläne zu durchkreuzen. Und deshalb hat Leo Padberg an das entscheidende Spiel der 1. Regionalliga „besondere Erinnerungen, wo im Basketball in Münster noch nicht so ein Hype war wie heute in der ProB. Dort sind trotzdem schon gefühlt 300 Münster-Fans mitgefahren. Das war schon eine besondere Atmosphäre und ein Druck, wofür man am Ende auch spielt.“

Der sportliche Ausgang ist bekannt. Die WWU Baskets stiegen auf. Der angehende Lehrer „fand es sehr cool, an dieser Entwicklung einen wichtigen Anteil zu haben, den Basketball mit den anderen wie Jan, Andrej und weiteren in Münster nach vorne zu bringen.“

Helge Stuckenholz, Manager der WWU Baskets, betonte: „Wenn man die Jahre auf Anhieb nicht mehr zählen kann, weiß man, dass es eine lange Zeit war. Leo war immer einer meiner Lieblingsspieler da er charakterlich das Beste vom Besten darstellt. Leo jetzt weiter in Münster als Referendar und angehenden Lehrer zu wissen, gibt mir ein sehr gutes Gefühl.“

Unvergessen bleiben Padberg gerade deshalb auch die vielen zwischenmenschlichen Beziehungen: „Das war für mich bei den WWU Baskets etwas Besonderes. Vor dem Hintergrund, dass ich im Basketball bei meinen Clubs von Abstieg bis Aufstieg viel erlebt habe, kann ich das in der Form ganz gut einschätzen. Gerade diese Teamchemie hier mit Spielern, aber auch Trainern und Verantwortlichen und anderen Leuten außerhalb des Teams: Das war schon immer eine ganz besondere Beziehung.“

Verabschieden wollte sich Padberg in einem würdigen Rahmen, auf der großen Bühne in der Halle Berg Fidel. „Ich hätte noch mal richtig Lust auf die Playoffs gehabt. Schade, dass die Spielzeit vorher abgebrochen wurde, aber die Gesundheit geht natürlich vor.“

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