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Fußball: Landesliga

Yannick Bauer von Borussia Münster: „Es fehlt nicht viel“

Münster

An die neue Luft in der Landesliga schien sich Borussia Münster schnell gewöhnt zu haben. Zwei Auftakterfolge sorgten für diesen Eindruck. Dann gab es reihenweise Niederlagen. Führungspersonal muss her.

Uwe Niemeyer

Soll wie einige andere Mitspieler vorangehen und das Team des Aufsteigers führen: Pascal Koopmann. Foto: rp

Sie haben stark angefangen, dann aber ebenso – beinahe noch stärker – nachgelassen. Borussia Münster meldete sich zunächst mit zwei Siegen in der Landesliga, blieb dann aber anschließend fünf Partien ohne Zähler. Einmal, bei der IG Bönen, traf der Aufsteiger nicht an, was als Niederlage gewertet wurde. Hinzu kamen vier Schlappen – drei davon sogar auf eigenem Terrain.

Ob dem Neuling der ebenso neue Rasen nicht behagt? „Das ist nicht der Grund. Da fühlen wir uns auch wohl“, erteilt Yannick Bauer dem ersten, zugegeben leichten Versuch der Ursachenforschung eine Absage. Ohnehin gibt es nicht die klare Begründung. „Wir werden so weitermachen. Schließlich stehen wir nicht mit leeren Händen, sondern schon mit sechs Punkten da“, sagt der 31-Jährige. Bauer wagt gar nicht den oft üblichen Versuch, personelle Probleme oder Blessuren anzuführen. Auch nicht den vor Wochenfrist verschossenen Strafstoß. „Sicher hat zuletzt gegen Roxel Koopmann gefehlt, John zuvor nicht trainiert. Auch vorher waren wir nicht komplett. Aber unser Kader ist groß und gut genug“, sagt er klar und deutlich: „Es fehlt nicht viel.“

Dennoch rutschten die Borussen – beinahe unbemerkt – in den Keller. Nur noch die Tordifferenz bewahrt die Elf vor einem Abstiegsplatz. Die Partie am Sonntag beim SV Drensteinfurt, in der Torwart-Trainer Felix Bastian zwischen den Pfosten stehen wird, ist ein Kellerduell. Ein herbes Kontrastprogramm. Schließlich war Borussia bis zum Sommer ziemlich erfolgsverwöhnt. In der Saison 2018/19 sorgte der Titelgewinn in der A-Liga für den Bezirksliga-Aufstieg. Es war ein souveräner mit nur einer Niederlage und 16 Punkten Vorsprung. In der neuen Klasse startete das Team durch, mischte oben mit, was beim Abbruch der Saison zum erneuten Ligasprung berechtigte. „Nach drei Jahren, in denen es nur steil bergauf ging, geht es jetzt gerade bergab. Auch wenn wir nicht erwartet hatten, wieder oben mitzumischen, ist das nun eine ungewohnte Aufgabe. Aus der wollen wir uns rausboxen.“

Und das soll aktiv angegangen werden. Zumindest nach den Vorstellungen des Coaches, der 2013 als Spieler kam und im vierten Jahr auf der Trainerbank sitzt. Von dort sieht er nicht die Anzahl gestandenen Landesligaspieler. Abgesehen vom sogar drittligaerprobten Pascal Koopmann. „Die aber werden wir uns jetzt ausbilden, sie fordern“, verspricht Bauer. Neben Kapitän Henry Hupe und Vize Manoel Schug denkt er in erster Line an Hannes John. „Sie müssen jetzt das Spiel und die Verantwortung tragen.“

So gut, dass Borussia bis zum Winter „so viele Punkte einfährt wie möglich.“ Und dann doch mit einer kleinen Änderung. „Bislang sind wir immer auf Sieg gegangen. Vielleicht sollten wir jetzt auch mal mit einem Punkt einverstanden sein“, sinniert Bauer. Schließlich soll es künftig wieder bergauf gehen. Wenn es sein muss auch in kleinen Schritten.

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