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Fußball: Das passiert am Wochenende

Wolbecks Trainer geht: Kolja Zeugner gibt der Familie den Vorzug

Münster

Ein Spiel -- und Feierabend: Kolja Zeugner, Trainer des VfL Wolbeck, hat sich am Donnerstag vor dem zweiten Spieltag von seiner Mannschaft verabschiedet. Überraschend, aber aus guten Gründen...

Von Ansgar Griebel

Kolja Zeugner Foto: wh

Die Ansprache des Trainers fiel vor dem ersten Heimauftritt und dann noch gegen den Blitztabellenführer SF Ostinghausen vollkommen anders aus, als es die Spieler des Bezirksligisten VfL Wolbeck erwartet hatten. Kolja Zeugner teilte seinem Team am Donnerstagabend mit, dass er sich schweren Herzens vom VfL verabschiedet – weil er ab sofort mehr Zeit seiner Familie widmen will und wird. „Seit anderthalb Monaten merke ich, dass ich beiden nicht mehr gerecht werden kann“, sagt der 35-Jährige – genau diese anderthalb Monate ist der jüngste Spross der Familie Zeugner alt, quietschfidel und mitunter nachtaktiv. „Und ihre große Schwester braucht auch ihre Aufmerksamkeit“, fordert auch die dreijährige Erstgeborene zurecht die Zuwendung ihrer Eltern. „All den Herausforderungen und Aufgaben als Trainer kann ich gleichzeitig nicht mehr gerecht werden – zumindest nicht so, wie ich es von mir verlange“, so Zeugner, der den Staffelstab vertrauensvoll an Co-Trainer Daniel Hölscher übergibt, der auch das volle Vertrauen vom VfL-Vorsitzenden Jörg Pöppelmann besitzt.

Entsprechend sucht der Club jetzt keinen neuen Chef-, sondern zunächst einen Co-Trainer. „Ich kenne die Mannschaft, ich kenne die Spielidee – die ja auch unsere gemeinsame war“, sagt Hölscher, der am Sonntag seine Cheftrainer-Premiere feiert.
Am Dienstag hatte Zeugner Vorstand und Trainerteam informiert, am Donnerstag war das Team an der Reihe. "Für die Mannschaft kam das schon sehr überraschend", so Hölscher -- auf dem Platz gibt es allerdings keine gravierenden Veränderungen. "Ich werde den Weg weitergehen", so Hölscher.

Spitzen-Derby zwischen Borussia und 08

In der Parallelstaffel kommt das Derby zwischen Borussia Münster (5:1-Auftaktsieger gegen Westfalia Kinderhaus II) und Münster 08 (8:0 gegen GW Gelmer) nicht um das Prädikat „Spitzenspiel“ herum. Dabei wissen sowohl Borussen-Coach Henri Hupe als auch Nullacht-Amtskollege Gerrit Göcking, das ihr jeweils zweites Punktspiel frisch im Amt deutlich komplizierter zu lösen sein dürfte, als die vergleichsweise simple Startgleichung. Mit drei Zählern startete auch BW Aasee in die Saison und will die seltene Chance nutzen, an nur einem Spieltag beim SV Emsdetten 05 die Punktausbeute zu verdoppeln. Auf Aufsteiger Kinderhaus II wartet in Altenberge die nächste schwere Hürde, GW Gelmer hat spielfrei.

Oberliga-Duo will Höhenflug fortsetzen

Heimrecht haben die beiden münsterischen Oberliga-Senkrechtstarter Preußen Münster II (gegen SpVgg Vreden) und der 1. FC Gievenbeck (Delbrücker SC) und wollen ihre eindrucksvollen Start-Galas mit weiteren Punkten veredeln. In der Westfalenliga muss der TuS Hiltrup die unbekannte Strecke zum SV RW Deuten reisen, während Westfalia Kinderhaus seine Bönen-Pause einlegen darf.

Der Landesliga-Tabellenführer BSV Roxel empfängt den ebenfalls mit einem Sieg gestarteten FC Nordkirchen, während Aufsteiger Concordia Albachten beim SV Dorsten-Hardt die zweite Saisonschlappe vermeiden will.

Der Bundesliga-Nachwuchs des SC Preußen steuert prominente Ziele an: Beim VfL Bochum sind die A-Junioren gefordert, die B-Junioren treten bei Borussia Mönchengladbach an.

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