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Fußball: Vorbereitung der Bezirks- und A-Ligisten

Epes Keeper Paganetty überzeugt in Ahaus

Gronau/Nienborg/A...

Nach coronabedingter Mammutpause kehren immer mehr Fußballer zurück auf den Platz. Die Anzahl der Testspiele nimmt deutlich zu. Alle Mannschaften haben den 6. September im Blick, dann soll die Saison 20/21 starten. Es sei denn, die „zweite Corona-Welle“ sorgt für ein jähes Ende aller Überlegungen.

Stefan Hoof

Der VfB Alstätte (hier mit Johannes Terhaar, re.) musste sich beim FC Vreden geschlagen geben. Foto: Archiv/Stefan Hoof

Auffällig: es ging am Samstag sehr torreich zu. Insbesondere in der defensiven Abstimmung scheint es nach der ungewöhnlich langen fußballfreien Zeit noch bei vielen Teams zu hapern. Die Sturmreihen ließen sich diese Chancen nicht entgehen.

Eintracht Ahaus - FC Epe

Philipp Hörst sorgte für die frühe Führung der Gäste (4.). Bis zur Pause (3:1) hatte der Landesligist das korrigiert. Ben van Almsick verkürzte auf 2:3 (56.) und erzielte in der vorletzten Spielminute auch Tor Nummer drei für den Bezirksligisten aus Epe.

„Die ersten 20 Minuten waren echt okay. Wir sind verdient in Führung gegangen, hätten auch nachlegen können“, schilderte Spielertrainer André Hippers den Verlauf. „Ab dem Ausgleich gehörte das Spiel aber mehr und mehr den Ahausern. Ab da konnten wir uns bei Paul Paganetty bedanken, dass wir nicht noch deutlicher in Rückstand geraten sind.“

Nach der Pause hatten beide Teams mit den Temperaturen zu kämpfen. Auch sei die intensive Trainingswoche zu spüren gewesen. Es entwickelte sich eine Partie mit vielen Individuellen Fehlern und Nachlässigkeiten. „Insgesamt bin ich mit unserer Art und Weise, wie wir gespielt haben, nicht wirklich zufrieden. Aber die Bedingungen und der kleine Kader, den wir zur Verfügung hatten, hat da vielleicht auch nicht mehr zugelassen“, bilanzierte Hippers.

SC Ahle - Rot-Weiß Nienborg

Nach zwei Trainingseinheiten am Abend zuvor und auch noch Stunden vor dem Spiel musste sich A-Liga-Aufsteiger RW Nienborg beim bisherigen Punktspielkonkurrenten SC Ahle 1:2 geschlagen geben. Für RWN-Trainer Rick Reekers nach den Belastungen zuvor keine Überraschung und kein Problem. Insgesamt attestierte er den Gastgebern „einen verdienten Sieg“. RWN habe zunächst, ehe die Kräfte nachließen, mehr Spielanteile gehabt. „Aber Ahle hatte mehr und auch die besseren Torchancen.“

Reekers` Team vergab gleich zu Beginn eine gute Gelegenheit, dann führte ein individueller Fehler zum Rückstand. Tobias Schücker lief allein auf das Tor zu und schob das Leder über die Linie (4.). RWN leistete sich auch in der Folge zu viele Unkonzentriertheiten, die Ahle Torchancen ermöglichten. Im zweiten Durchgang gelang Lukas Lütke-Wissing dann doch der verdiente Ausgleich (56.) für RWN. „Aber dann, kein Wunder, wurden die Beine immer schwerer, Ahle bekam weitere Gelegenheiten“, schilderte Reekers den Verlauf. Schücker (82.) war erneut zur Stelle.

FC Vreden - VfB Alstätte

Marcel Terbrack traf gleich dreimal für die Hausherren, darunter zweimal in der Schlussphase. Diese Tore machten aus einem 2:2 ein 4:2 für den A-Ligisten. Für den VfB, der auf einige zentrale Kräfte verzichten musste, hatten Tobias Terweh (38.) zur Führung, die wenig später per Strafstoß egalisiert wurde, und Jonas Termathe (68.) zum Ausgleich getroffen. Termathe hatte mit tollem Pass auch das 1:0 vorbereitet. „Vor der Pause haben wir schon einige Sachen so umgesetzt, wie wir uns das vorgenommen haben“, erklärte VfB-Trainer Markus Krüchting. „Nach dem Seitenwechsel haben wir es eigentlich richtig gut gemacht, haben auch von hinten heraus spielerische Lösung gesucht“, sagte Krüchting. Jedoch tadelte er das „zu schläfrige Verhalten“ bei den drei weiteren Gegentoren, die der FC Vreden durch Fernschüsse erzielte, „bei denen er nicht unter Druck gesetzt wurde“. Hingegen gefiel dem Coach die Art und Weise, wie der eigene zweite Treffer fein herausgespielt wurde. Auch weitere Alstätter Chancen waren zu notieren. „So haben ein Elfmeter und drei Distanzschüsse zur Niederlage geführt. Dennoch habe ich auch mit Ball schon viel Gutes gesehen“, bilanzierte Krüchting.

SV Heek - Fortuna Gronau

Zwei Treffer erzielte Fortuna Gronau bis zur Pause beim Bezirksliga-Aufsteiger. Das hört sich gut an, war es aber nicht. Denn Gastgeber SV Heek hatte bis dahin schon siebenmal gejubelt. 2:7 lag der A-Ligist beim Seitenwechsel zurück. Den Blau-Schwarzen drohte kein Fiasko, das war eins. Zwar wurde es nicht zweistellig, aber ein 2:9 ist schwer zu erklären. „Ich bin sprachlos, wie wir so auftreten konnten. Heek hat uns eine richtige Lehrstunde verpasst in Sachen Einsatzwille, Leidenschaft, Laufbereitschaft und vor allen Dingen Spaß zu haben, auf dem Platz Fußball spielen zu dürfen“, erklärte Fortunas Coach Orhan Boga. „Auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war, so dürfen wir niemals auftreten.“ Da wollte es Boga auch nicht als Ausrede gelten lassen, dass der Bezirksligist etwa zwei Wochen länger im Training ist und er selbst mit Torben Rattelsdorfer, Alexander Buning, Mariano Veld und Teglat Chabou seine komplette Achse ersetzen musste. Eigentlich wäre das ja die Chance für jeden gewesen, sich nachhaltig für weitere Einsätze zu empfehlen. Und genau genommen erzielte Fortuna auch nur einen Treffer. Heeks Jonas Bomkamp traf vor der Pause nicht nur fünfmal für sein Team, sondern zum zwischenzeitlichen 1:1 auch ins eigene Netz. So betrachtet markierte Florian Temjanovski mit seinem Schuss zum 2:5 (35.) den Gronauer Ehrentreffer. Nach dem 45-Minuten-Debakel verhinderte Fortuna immerhin lange Zeit weiteren Schaden, ehe der Bezirksligist auf 9:2 erst in den Schlussminuten erhöhte. Fortunas nächste Aufgabe wird nicht leichter. Am Freitag stellt sich Landesligist Eintracht Ahaus an der Laubstiege vor.

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