Eishockey: Dr. Jochen Veit ist optimistisch

DEB-Team vor Fifty-fifty-Geschichtegegen Finnland

Nordwalde

Das deutsche Eishockey-Märchen bei der WM in Riga geht weiter. Nach dem Sieg im Krimi gegen die Schweiz wartet nun am Samstag im Halbfinale Finnland. Ein Insider räumt den Deutschen im Duell mit dem Titelverteidiger durchaus Chancen ein.

Dr. Jochen Veit (r.) traut den Deutschen einiges zu. Foto: Brockmann

Deutschland ist im Eishockey-Fieber. Dafür sorgt die Nationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft in Riga zum ersten Mal seit 2010 wieder das Halbfinale erreicht hat. Wie die Chancen der DEB-Auswahl im Spiel gegen Finnland am Samstag sind, wollte WN-Sportredakteur Marc Brenzel von Dr. Jochen Veit wissen. Der Mediziner aus Nordwalde ist Teamarzt der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockeyliga.

Herr Dr. Veit, was macht die Nationalmannschaft in diesem Jahr so stark?

Dr. Veit: Das ist einfach eine gute Truppe, in der es stimmt. Da schmeißt sich jeder für jeden in den Schuss. Das ist eine gute Gemengelage.

Deutschland spielt um die Medaillen mit. Was ist möglich?

Dr. Veit: Wir haben gegen jedes Team, das im Halbfinale steht, auch schon in der Vorrunde gespielt. Daher wissen die Jungs, was auf sie zukommt. In der Vorrunde haben wir gegen Finnland zwar verloren, sind aber nicht unter die Räder gekommen. Ich traue den Deutschen durchaus etwas zu. Ich denke, gegen die Finnen wird das eine Fifty-fifty-Geschichte.

Nationalspieler Lean Bergmann, der bei den San Jose Sharks in der NHL unter Vertrag steht, kennen Sie noch aus der gemeinsamen Zeit bei den Roosters. Gibt es noch Kontakt? Kennen Sie weitere Akteure aus dem DEB-Kader persönlich?

Dr. Veit: Ja, Lean ist ein Iserlohner Jung. Unmittelbar nachdem nach San Jose gegangen ist, hatte er sich schwerer verletzt. Da hatte ich mal kurz Kontakt aufgenommen. Den einen oder anderen aus dem DEB-Team habe ich schon mal behandelt. Da haben wir natürlich gequatscht, aber es ist nicht so, dass ich deren Telefonnummern habe.

Wo und wie gucken Sie sich das Halbfinale gegen Finnland an?

Dr. Veit: Zuhause. Wie ich gucke? Ganz konzentriert. Für die, die dann dabei sind, ist es sicher kein Genuss, sich mit mir ein Spiel anzusehen.

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