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Münsterlandliga: SC Nordwalde gewinnt mit viel Mühe 30:26

Nicht mehr als ein Arbeitssieg

Nordwalde

Es war wahrlich kein Handball-Leckerbissen, den die Spieler vom SC Nordwalde am Sonntagabend in der Wichernhalle gezeigt haben. Erst in der letzten Viertelstunde der Partie bekamen die Jungs von Coach Thomas Brügge die clever auftretende HSG Ascheberg/Drensteinfurt in den Griff. Mit 30:26 (14:15) schlug der SCN die Truppe von HSG-Trainer Jörg Kriens.

-lem-

Peter Averbeck war mit acht Toren bester Schütze des SCN. Mannschaftskamerad Marius Cohausz (7) traf vier Mal. Foto: lem

Nicht gerade geglänzt haben die Handballer des SC Nordwalde im ersten Spiel des neuen Jahres. Letztlich stand aber ein hart erkämpfter 30:26-Heimsieg über die HSG Ascheberg/Drensteinfurt zu Buche. Bei der Mannschaft von Trainer Thomas Brügge fehlte am Sonntagabend die Präzision im Abschluss. Reihenweise wurde der Pfosten getroffen oder die Schnapper der Gäste hatten ein leichtes Spiel.

Taktik

Nordwalde fing im Angriff mit drei Kreisläufern und drei Rückraumspielern an. „Wir hatten das gegen Senden schon ausprobiert. Ich finde, dass das ganz gut geklappt hat“, begründete Brügge die offensive Taktik. Nicht so gut funktionierte die Deckung. Die HSG nahm immer wieder das Tempo aus dem Spiel und schläferte die Nordwalder Defensive gekonnt ein. Zeigten die Referees dann Zeitspiel an, explodierten die Gäste förmlich, gingen in die Zweikämpfe und brachten trotz Bedrängnis die Pässe an ihre Kreis- oder Außenspieler.

„Wir konnten nicht anders spielen, weil alle unsere Rückraumspieler verletzt sind“, erklärte HSG-Trainer Jörg Kriens, weshalb seine Jungs fast ausschließlich ihr Heil in Eins-gegen-eins-Situationen suchten. Seine Mannschaft führte in der ersten Halbzeit mit 6:2, 7:3 und 9:4. Der SCN drückte weiter aufs Tempo, versäumte es aber, die schnellen Gegenstöße zu unterbrechen, wenn abzusehen war, dass auch die zweite Welle nicht funktionieren konnte. Mit hohem Arbeitsaufwand schaffte das Heimteam wenigstens den Anschluss (14:15) zur Pause.

Partie gedreht

Als eine Viertelstunde der zweiten Halbzeit gespielt war, drehte Nordwalde endlich die Partie zu seinem Gunsten (22:21, 45.). Doch die HSG ließ sich nicht abschütteln. Erst fünf Minuten vor dem Ende schaffte der SCN erstmals einen halbwegs beruhigenden Vorsprung (27:22). Doch der Tabellenletzte wollte sich seinem Schicksal nicht ergeben und gab noch nicht auf. Zumal es die Hausherren jetzt seinerseits versäumten, die Angriffe lange auszuspielen. und Zeit zu gewinnen. Aber schlussendlich brachte der SCN seinen sechsten Saisonsieg über die Zeit. „Heute waren die zwei Punkte wichtig. Mund abputzen. Wie das heute zustande gekommen ist, ist mir jetzt völlig schnuppe“, meinte Brügge abschließend.

Tore: Averbeck (8), Cohausz und Ratert (je 4), Büchter (4/3), Hülskötter (3), Beckhoff und Liesenkötter (je 2), Elshoff, Flothkötter und Rathmann (je 1).

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