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Landesliga/Münsterlandliga: SC Nordwalde muss auf das Finale verzichten

Ochtruper brennen schon

Kreis Steinfurt

Am letzten Wochenende vor den Feiertagen muss die eine oder andere Handballmannschaft noch mal auf die „Platte“. Arminia Ochtrup erwartet am Samstag bei SuS Neuenkirchen ein heißer Ritt. Der SC Nordwalde muss am Sonntag nach Senden – dabei spielt Lionel Messi eine ganz kleine Nebenrolle.

-mab-

Alexander Sperling (M.) dürfte besonders motiviert sein: Der Neuenkirchener spielt für Arminia Ochtrup. Foto: Matthias Lehmkuhl

Bevor es so richtig weihnachtet, müssen die Handballer aus Ochtrup und Nordwalde noch mal auf die Platte. Die Arminen treten am Samstag im Landesliga-Derby bei SuS Neuenkirchen an (Anwurf: 19.15 Uhr), der SCN tritt in der Münsterlandliga am Sonntag beim ASV Senden II an (Anwurf: 18 Uhr).

„Wir sind sehr gut vorbereitet, den Gegner kennen wir so gut wie – Gronau mal abgesehen – keine zweite Mannschaft in der Liga“, verweist SCA-Trainer Christian Woltering auf zig Duelle mit dem Nachbarn. „Viel mehr Derby geht nicht, dementsprechend sind alle richtig heiß auf das Spiel“, so der Coach weiter.

Das dürfte im Besonderen auf Alexander Sperling zutreffen, schließlich lebt der Ochtruper Rückraumspieler in Neuenkirchen und stand für SuS auch lange auf dem „Acker“. „Alex ist aufgrund seiner Ballsicherheit und seiner Ideen ein ganz wichtiger Mann für uns“, hebt Woltering die Bedeutung des Siebenmeter-Spezialisten für das Team hervor.

„Die Neuenkirchener haben eine starke erste Sieben und wechseln deswegen wenig. In der Breite sehe ich uns besser aufgestellt. Da setzen wir an. Wir wollen von Beginn an viel Tempo machen, um den Gegner müde zu spielen“, macht Woltering kein Geheimnis aus der Taktik. Warum auch? „Die kennen uns, wir kennen die“, zuckt der Übungsleiter mit den Schultern.

Übrigens: Die ersten Zusagen für die Spielzeit 2023/24 hat sich Woltering eingeholt. Die beiden Torleute Lars Wierling und Luca Lehmann bleiben Arminen.

Sonntag um 18 Uhr treten die Nordwalder in Senden in Aktion. Die Anwurfzeit hat zur Folge, dass die SCN-Akteure das WM-Endspiel zwischen Argentinien und Frankreich, das um 16 Uhr angepfiffen wird, nicht sehen können. Schließlich sitzen sie zeitgleich im Auto oder machen sich warm.

Trainer Thomas Brügge ist zwar Fußballfan, doch seine „Sportart Nummer eins“ ist der Handball. „Die Partie gegen Senden ist mir wichtiger als das Finale. Wir haben nämlich was vor. Die 14:21-Niederlage letzte Woche in Hiltrup können wir so nicht stehen lassen. Das war nicht unser Niveau“, fordert Brügge eine Wiedergutmachung.

Zwischen die Pfosten kehrt Michael Köster zurück, der nach einer hartnäckigen Erkältung wieder einsatzfähig ist. Der Neuzugang vom TV Borghorst wird von seinem Coach in den höchsten Tönen gelobt: „Sportlich ungeheuer wichtig und menschlich ein Pfundstyp.“ Gut unterwegs ist derzeit auch Felix Rathmann, den Brügge aufgrund seiner Fähigkeiten in der Defensive schätzt.

Nochmal zurück zum Fußball: Da drückt Brügge den Argentiniern die Daumen: „Ich möchte einfach nicht, dass Lionel Messi der Unvollendete genannt wird, nur weil er nie Weltmeister geworden ist.“

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