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Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld

Abdul-Latif wird Trainer von GW Nottuln 2

Nottuln

GW Nottuln hat den Nachfolger für Mario Popp, bis Sommer noch Trainer der Westfalenliga-Reserve von GWN, gefunden. Ab der Saison 2022/23 steht Mahmoud Abdul-Latif, Ex-Trainer von Fortuna Seppenrade, an der Seitenlinie.

Von Christian Besse

Beruf, Wohnort und Sport: Mahmoud Abdul-Latif ist bald ein richtiger Nottulner. Foto: Johannes Oetz

Die Fußballer von GW Nottuln haben den Nachfolger für Mario Popp, bis Sommer noch Trainer der Westfalenliga-Reserve von GWN, gefunden. Ab der Saison 2022/23 steht Mahmoud Abdul-Latif bei der Nottulner Zweiten an der Seitenlinie.

Der Bulderner ist in der Stiftsgemeinde kein Unbekannter. Bis vor wenigen Wochen war Abdul-Latif Trainer von Fortuna Seppenrade. Viereinhalb Jahre lang coachte er die Schwarz-Gelben im Rosendorf, gleich in seiner ersten Saison war ihm der Aufstieg aus der B-Liga ins Kreis-Oberhaus gelungen. In der aktuellen Saison geriet das Team – bedingt vor allem durch viele Verletzte und Krankheitsfälle – in eine sportliche Krise, der Abdul-Latif kurz vor der Winterpause zum Opfer fiel. Fortuna stellte den lange erfolgreichen und in Seppenrade sehr beliebten Coach frei.

Nach dem angekündigten Abschied von Mario Popp in Richtungs seines Heimatvereins Asbeck war Abdul-Latif einer von zwei Nachfolgekandidaten, die der Nottulner Fußballvorstand auf dem Zettel hatte. Am Ende war er die Wahl von GWN. „Mahmoud hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, erinnert sich Abteilungsleiter Lothar Ulrich an das Gespräch, an dem auch die beiden Co-Trainer Dennis Hölscher und Sascha Frye beteiligt waren.

Der gute Eindruck beruhte auf Gegenseitigkeit. „Mir kam die Anfrage sehr gelegen“, so Abdul-Latif gegenüber den WN. „Ich arbeite in Nottuln, wohne bald in Nottuln und trainiere bald in Nottuln“, sagt der 39-jährige Familienvater. Er wohnt seit 1990 in Buldern, hat sich aber nun, schon vor seinem Gespräch mit GWN, in Nottuln ein Haus gekauft und zieht in vier Monaten um.

Das sei aber bei Weitem nicht der einzige Grund für die Zusage. Noch wichtiger als die nahen Wege seien die sportlichen Bedingungen bei Grün-Weiß: „Nottuln hat eine super Jugendabteilung und viele junge Spieler in der Mannschaft. Ich würde sehr gerne ehemalige Nachwuchsspieler fit machen für die Westfalenliga.“ Für Abdul-Latif ein neuer Anreiz: Bislang profitierte er als Trainer erster Mannschaften von der Ausbildung in den zweiten Teams.

Ebenso gut wie die Grün-Weißen Abdul-Latif kennen, kennt Abdul-Latif die Zweite von GWN. Seit Jahren ist sie Ligakonkurrent der Seppenrader. Darüber hinaus war der Noch-Bulderner bei Union Lüdinghausen schon Coach in der A-Liga 2 Ahaus/Coesfeld, bevor er 2016 – ein Jahr vor seinem Wechsel zur Fortuna – mit den Schwarz-Roten in die Bezirksliga aufstieg.

„Die Nottulner Zweite hat jedes Jahr eine sehr junge Mannschaft, die übrigens auch immer sehr fair spielt“, erinnert sich der künftige Coach. „Da gab es nie eine Kartenflut in Spielen gegen Union oder Fortuna. Das sind gute Jungs, und sie haben auch immer sehr gute Spieler in ihren Reihen. Man konnte in diesen Partien immer sehen, dass Grün-Weiß eine gute Jugendausbildung betreibt.“

Und dann gibt es ja noch die künftigen Kollegen an der Seitenlinie, die Co-Trainer: „Dennis und Sascha haben richtig Bock, weiterzumachen. Das ist auch für mich sehr wichtig, weil sie ja auch die Strukturen im Verein kennen.“

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