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Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld

Armine erhält lange Sperre – Berufung

Appelhülsen

Ein Spieler von Arminia Appelhülsen ist wegen einer angeblichen Tätigkeit zu einer Sperre von 15 Spielen verurteilt worden. Der Verein hat Berufung eingelegt.

Von Christian Besse

Kein Kommentar: Arminen-Trainer Marcus Thies will sich mit Rücksicht auf das laufende Verfahren nicht öffentlich äußern. Foto: Johannes Oetz

Der Spieler Jannik Glombitza vom A-Ligisten Arminia Appelhülsen ist vom Kreissportgericht des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld wegen einer angeblichen Tätigkeit zu einer Sperre von 15 Spielen verurteilt worden. Sie gilt unter Einbeziehung einer einstweiligen Verfügung rückwirkend ab dem 1. November. Der Verein hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt.

Der Armine soll unmittelbar nach Abpfiff der Heimpartie gegen SuS Olfen (3:2) am 27. Oktober einem Gegenspieler einen Faustschlag versetzt haben. Ein Einzelrichter habe das Urteil nun aufgrund des Videomaterials, des Spielberichts und einer weiteren schriftlichen Stellungnahme des Schiedsrichters getroffen, so Berni Langener, Vorsitzender des Kreissportgerichts auf Nachfrage der WN. Gesehen habe der Schiedsrichter die angebliche Tätlichkeit jedoch nicht, auch auf dem Video sei ein Faustschlag nicht klar zu erkennen.

Das Bildmaterial zeige, so Langener, dass Glombitza kurz vor dem Abpfiff im Strafraum der Gäste zu Fall komme. „Dann sieht man, dass er aufsteht, den Olfener sucht und findet.“ Was dann geschieht (das Spiel war inzwischen abgepfiffen), sehe man nicht genau, weil der SuS-Spieler durch den Arminen verdeckt werde. Doch dessen „rechter Oberkörper“ bewege sich, und der Olfener stürze daraufhin.

Der Schiedsrichter sei erst danach aufmerksam geworden, sei zu dem am Boden Liegenden gelaufen und habe diesen benommen vorgefunden. Der Olfener habe über Sehstörungen geklagt und sich später in ärztliche Behandlung begeben, gab der Vorsitzende des Kreissportgerichts den Bericht des Unparteiischen wieder.

Der Verein Arminia Appelhülsen wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. „Von unserer Seite gibt es dazu keinen Kommentar, mit Rücksicht auf das laufende Verfahren, da wir ja Berufung eingelegt haben“, so Trainer Marcus Thies.

Der Fall wird nun beim Bezirkssportgericht unter Leitung von Ludger Rüschenschmidt neu verhandelt. Der Termin steht noch nicht fest.

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