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Fußball: Kreisliga B 2 Ahaus/Coesfeld

Arminia Appelhülsen ist wieder Spitzenreiter

Appelhülsen

Arminia Appelhülsen ist wieder Spitzenreiter. Gleich sechs Punkte wurden der TSG Dülmen 3 am grünen Tisch aberkannt. Die Tiberstädter hatten vor den letzten zwei Partien bei der Aufstellung nicht aufgepasst.

Von Jürgen Primus und Christian Besse

Die Appelhülsener – hier Philipp Marx (r.) – haben wieder alles selbst in der Hand. Foto: Iris Bergmann

Unverhofft kommt oft: Die Fußballer von B-Ligist Arminia Appelhülsen schienen ihren nach der Hinrunde noch so großen Vorsprung auf Platz zwei schon endgültig verspielt zu haben. Die TSG Dülmen 3 war an ihnen vorbeigezogen, hatte noch am vergangenen Sonntag drei Punkte Vorsprung vor der Mannschaft von Marcus Thies.

Nun nicht mehr: Gleich sechs Punkte wurden den Tiberstädtern am grünen Tisch aberkannt – jetzt ist die Arminia wieder vorne, vier Spieltage vor Schluss, mit drei Punkten Vorsprung vor den punktgleichen Teams von Dülmen 3 und SuS Hochmoor.

Was war passiert? TSG-Spieler Lucas Kettelake half am 27. März bei der ersten Mannschaft der Dülmener aus. Er spielte dort in der Schlussphase zehn Minuten und verletzte sich. Daher kam er bis zum Stichtag 1. Mai nicht mehr in der dritten Mannschaft zum Einsatz. Und war somit nicht mehr für die Dritte spielberechtigt. Denn ab dem 1. Mai dürfen keine Spieler aus höheren Mannschaften mehr runtergezogen werden.

Dennoch stand Kettelake danach noch zwei Mal für die dritte Mannschaft auf dem Platz: im Auswärtsspiel bei SW Beerlage und zuhause gegen SuS Hochmoor. Beide Partien wurden nun gegen Dülmen 3 gewertet – aus zwei Siegen wurden zwei Niederlagen.

„Auf der einen Seite sind wir selber Schuld. Wir hatten es halt nicht auf dem Schirm“, sagt TSG-Trainer Alexander Zinau. Auf der anderen Seite habe Kettelake die ganze Saison über in der dritten Mannschaft gespielt und nur einmal ausgeholfen – und sich dabei auch noch verletzt.

Arminen-Trainer Thies kommentiert die unerwartete Rückkehr an die Tabellenspitze recht nüchtern. Für ihn und sein Team habe sich eigentlich nicht viel geändert: „Unsere restlichen vier Spiele müssen wir ja immer noch alle gewinnen.“

Und auch der zweite Tabellenplatz könne ja noch für einen Aufstieg reichen – sofern Bezirksligist Union Lüdinghausen die Klasse halte. Doch das ist momentan höchst ungewiss. Zwei Punkte Rückstand haben die Steverstädter aktuell auf den letzten Nichtabstiegsplatz in der Bezirksliga-Staffel 2.

Und dann ist da ja noch Hochmoor als dritte Mannschaft in der Verlosung um Meisterschaft und Aufstieg ins Kreisliga-Oberhaus. Sollten Arminia und SuS nach der Saison punktgleich sein, zählt der direkte Vergleich. Im Hinspiel trennten sich die beiden Teams mit einem 1:1 – das einzige Unentschieden der Appelhülsener in der Hinrunde, die sonst nur als Sieger den Platz verließen. Am übernächsten Sonntag (22. Mai) stehen sich die beiden Mannschaften in Appelhülsen wieder gegenüber. Vor allem dieses Spiel sollte die Thies-Elf also auf gar keinen Fall verlieren.

Immerhin haben die Arminen es jetzt wieder selbst in eigener Hand. Doch auch die Dülmener lassen die Köpfe nach den Punktabzügen keineswegs hängen. Im Gegenteil: Seine Mannschaft habe nun eine „Jetzt erst recht“-Haltung eingenommen“, so TSG-Trainer Zinau. „Wir gewinnen die letzten vier Spiele und steigen trotzdem auf“, sei der Tenor.

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