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Fußball: Frauen Landesliga Vorbereitung

Damen von GW Nottuln werden Zweiter

Nottuln/Münster

Beim Equality Cup, dem Vorbereitungsturnier der Fußballerinnen von BW Aasee, belegte GW Nottuln den zweiten Platz. Daneben beklagten die Grün-Weißen eine verletzte Spielerin.

Von Theresa van den Berg

Konnten mit Silber gut leben: die Fußballerinnen von GW Nottuln. Foto: GW Nottuln

Am Ende war der Equality Cup für die Frauen von GW Nottuln nicht mehr als eine gute Trainingseinheit. „Unter den erschwerten Bedingungen ist es schwierig, die Spiele zu bewerten. Wir haben alles rausgehauen, was möglich war.“ Und so wollte Co-Trainer Christopher Ender aufgrund des schmalen Kaders weder den 2:1-Sieg gegen die Gastgeberinnen von BW Aasee, noch das 1:4 gegen Wacker Mecklenbeck zu hoch hängen.

Beim Turnier der Blau-Weißen ging es für die vier teilnehmenden Mannschaften, zu denen außerdem die Borussia aus Münster gehörte, zum fünften Mal auf der Sportanlage Aaseestadt nicht nur um den Sport, sondern vor allem um die Gleichberechtigung und Sichtbarkeit des Frauenfußballs.

Schon am Freitag erkämpften sich die Nottulnerinnen gegen Aasee ein 2:1 und zogen damit ins Finale ein. „Das war sicher keine Glanzleistung. Aber diesen Sieg haben wir uns erarbeitet. Am Ende wollten wir das zweite Tor ein bisschen mehr“, so Ender. In einem ausgeglichenen Spiel war es Josefine Höppener, die ihr Team per Direktabnahme in Führung brachte (35.). „Besser kann man den nicht machen“, freute sich der Co-Trainer über den Treffer. Einen Sonntagsschuss zum 1:1 und einen von GWN-Torhüterin Verena Schölling (geborene Loenser) gehaltenen Foulelfmeter später, traf Denise Waltering in Minute 64 per Kopf zum 2:1-Sieg.

Die Freude über den Erfolg wurde allerdings durch die Verletzung von Neuzugang Jana Krystek getrübt. „Sehr wahrscheinlich irgendetwas an den Bändern“, verkündete Ender die schlechten Nachrichten. „Damit wird in den nächsten Wochen eine weitere wichtige Leistungsträgerin fehlen.“

Trotz des Ausfalls verlief das Finale am Samstag spielerisch deutlich besser. Zwar unterlagen die Nottulnerinnen dem Westfalenligisten Wacker Mecklenbeck mit 1:4, Ender sah im Vergleich zum Vortag jedoch eine Leistungssteigerung. „Und das gegen einen deutlich stärkeren Gegner.“ Der Plan, Wacker kommen zu lassen, kompakt zu verteidigen und trotzdem mitzuspielen, ging laut Ender auf. „Bis kurz vor Schluss haben wir das gut gemacht.“ Nach dem 0:1 aus der 12. Minute glich Pia Lux in der zweiten Halbzeit aus. Von der linken Seite zog sie in die Mitte und traf ins kurze Eck (60.).

Die Kräfte aufseiten der Grün-Weißen ließen jedoch mehr und mehr nach, wodurch die Mecklenbeckerinnen zehn Minuten vor dem Ende zur erneuten Führung kamen. Ender: „Das war unser Ausschalter.“ Es folgten die Tore drei und vier zum 1:4-Endstand. Das Ergebnis ist für Nottulns Co schwer zu bewerten: „Wir sind auf der letzten Rille gelaufen und waren froh, überhaupt zwei, drei Spielerinnen auf der Bank zu haben. Meiner Meinung nach hätten wir ein Unentschieden und das darauffolgende Elfmeterschießen verdient gehabt.“

In vielen Dingen waren sich Ender und sein Co-Trainer-Kollege Helmut Geng einig. „Wir haben uns im Finale gut verkauft. Im Gegensatz zu Wacker hatten wir nicht die Möglichkeit, durch Wechsel für Entlastung zu sorgen“, so Geng. Am Ende war es für ihn aber ein verdienter Triumph der Münsteranerinnen. „Der Westfalenligist hat einfach mehr Qualität und Potenzial auf den Platz gebracht, das muss man auch mal zugeben.“ Immerhin wisse man jetzt, wo man stehe. „Die Mannschaft ist aktuell erst bei 60 Prozent“, erklärte Geng, der sich aber keine Sorgen macht. Und Ender ergänzte: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber im Endeffekt war es nur ein Turnier.“ Ein Turnier mit einem wichtigen Thema, „das wir natürlich gerne vertreten.“

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