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Fußball: Westfalenliga

Die Bank von GW Nottuln entscheidet das Spiel

Nottuln

Im vierten Saisonspiel gelang Fußball-Westfalenligist GW Nottuln der zweite Dreier: Gegen den „Talentschuppen“ SC Verl II setzten sich die Grün-Weißen verdient mit 4:2 (2:1) durch.

Von Michael Schulte

Er rackerte und ackerte wie gewohnt im defensiven Mittelfeld und erzielte ein Tor: Nottulns Daniel Feldkamp (r.), der hier Verls Torschützen zum zwischenzeitlichen 1:2 Iker Luis Kohl bearbeitet. Foto: Johannes Oetz

Roland Westers freute sich am Sonntag „wie doof“. Natürlich wegen des 4:2 (2:1)-Erfolges von GW Nottuln über die Reserve des SC Verl. Aber auch wegen einer reifen Leistung seiner Westfalenliga-Fußballer, vor allem im Spiel gegen den Ball. Doch in erster Linie deshalb, weil sein Team seine Anweisungen haarklein umgesetzt hatte.

Letzteres bezog sich vor allem auf das schnelle Umschaltspiel nach Balleroberungen. Glänzend vorgeführt beim 2:0 durch Semih Daglar, und noch einmal kopiert vom Einwechseltrio fünf Minuten vor Schluss.

„Ich denke, unser Spiel gegen den Ball war heute so gut wie noch nie“, war der Trainer von seiner Truppe in diesem Punkt begeistert. Und er hatte ihnen vorher eingetrichtert, nach Balleroberungen mit möglichst wenig Kontakten die Flucht nach vorne zu suchen. „Das haben die Jungs hervorragend umgesetzt. Und das freut natürlich den Trainer.“

Die Führung markierte Nottulns Abfangjäger Daniel Feldkamp, als er nach einer Viertelstunde im Nachsetzen traf. Vorausgegangen war ein schöner Freistoß von Daglar plus Kopfballverlängerungen von Oliver Leifken und Dickens Toka. Das 2:0 besorgte Daglar dann selbst, als er von Daniel Feldkamp auf die Reise geschickt wurde und aus zwölf Metern in den linken Torwinkel traf (33.).

Köpfchen bewies auch Kapitän André Kreuz nach Freistoß von Daglar (65.) und korrigierte damit den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Iker Luis Kohl (41.).

Aber die Zwei-Tore-Führung geriet in der 77. Minute noch einmal in Gefahr, als Koray Dag für Verl II auf 2:3 stellte. „Bei beiden Gegentoren waren wir in den Zweikämpfen nicht konsequent genug.“ Nur gut für Westers und Nottuln, dass das eingewechselte Trio Fabian Schöne, Sven Stüve und Finn Köhler (unter Mitarbeit von Feldkamp) fünf Minuten vor dem Abpfiff in Sachen Umschaltspiel alles richtig machte und Köhler eiskalt vollendete.

„Da sieht man einfach, dass wir auf der Bank enorm viel Qualität haben. Mit dem Pfund können wir wuchern, solch eine Bank habe ich noch nie gehabt.“

Westers hofft, dass alle noch möglichst lange fit bleiben. Auch wenn er weiß, dass „Richtung Winter die Wehwehchen zunehmen.“ Aber noch ist es warm und der Trainer bestens gelaunt.

GW Nottuln: Wenning-Künne – Böckmann, Kreuz, Kemper, Toka (80. Schultewolter) – Hesker (59. Klaus), Feldkamp – van Deenen (57. F. Schöne), Messing (82. Köhler), Daglar – Leifken (71. Stüve). – Tore: 1:0 Feldkamp (15.), 2:0 Daglar (33.), 2:1 Kohl (41.), 3:1 Kreuz (65.), 3:2 Dag (77.), 4:2 Köhler (85.).

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