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Fußball: Westfalenligist Nottuln besiegt mit neuem Coach Herford 1:0

Ein gelungener Einstand

Nottuln

Fußball-Westfalenligist GW Nottuln konnte am Sonntag keinen Schönheitspreis gewinnen. Darum ging es aber auch gar nicht. Mit dem neuen Trainer Roland Westers auf der Bank setzte sich das Team aus dem Stiftsdorf knapp mit 1:0 gegen den SC Herford durch und verbesserte sich in der Tabelle auf den zweiten Platz.

Von Johannes Oetz

Wann ist endlich Schluss? Nottulns neuer Trainer Roland Westers sehnte, wie auch sein Co-Trainer Dirk Nottebaum (l.), den Abpfiff herbei. In der 51. Minute erzielte Semih Daglar (l.) das Tor des Tages. Erster Gratulant war Daniel Feldkamp (kleines Bild). Foto: Johannes Oetz

Dieses Spiel wird nicht in Erinnerung bleiben, weil es Torraumszenen en masse zu verzeichnen gab oder spielerische Höhepunkte im Minutentakt. Diese Partie wird vielmehr in Erinnerung bleiben, weil es Spiel eins unter dem neuen Trainer Roland Westers war. Und der A-Lizenz-Inhaber atmete nach 94 Minuten erst einmal tief durch. 1:0 gegen den SC Herford gewonnen, puh! „Am Ende ist es völlig wurscht, ob es verdient war oder nicht. Am Ende zählt nur, dass wir nach dieser turbulenten Woche die drei Punkte hierbehalten haben“, freute sich der neue Mann auf der Nottulner Bank und tanzte mit seinen Spielern und dem reaktivierten Co-Trainer Dirk Nottebaum im Kreis.

Die Grün-Weißen starteten ins Heimspiel ohne drei Leistungsträger. Max Wenning war angeschlagen, Dickens Toka saß nach seinem Urlaub auf der Bank und Josse Gerick fehlte nach seiner Gelb-Roten Karte in der Vorwoche gesperrt. Es entwickelte sich von Beginn an eine zähe Partie, in der Torraumszenen Mangelware waren. Zunächst wurde Semih Daglar bei einer guten Gelegenheit noch im letzten Moment abgeblockt (16.), kurz darauf rettete auf der Gegenseite Felix Hesker im letzten Moment (23.). In der 38. Minute legte schließlich Semih Daglar ein schönes Solo aufs Parkett. Sein Schuss verfehlte das Ziel nur knapp. Danach war schon Pause.

Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nicht lange, bis es die ersten längeren Diskussionen gab. Nach einem Schuss von Tim Bröcking hatte der Unparteiische im Strafraum der Gäste ein Handspiel eines Herforders gesehen und zeigte sofort auf den Punkt. Die Gäste konnten diesen Pfiff einfach nicht fassen – ihr Ärger war nachvollziehbar. Semih Daglar war das Gefühlsleben der SCH-Akteure allerdings ziemlich egal: Er schnappte sich das Leder, lief an und schoss es mit ein wenig Glück unter dem Herforder Keeper hindurch in die Maschen.

Der SCH drängte nun auf den Ausgleich. Im letzten Drittel fiel dem Gast aber zu wenig ein. Der Gastgeber wiederum wurde immer hektischer, sodass die Begegnung zwischen den beiden Strafräumen hin und her wogte. In den letzten Minuten holte der Gast noch einmal die Brechstange raus, doch Nottulns Kapitän André Kreuz mit dem jungen und sehr solide agierenden Innenverteidiger Friedrich Schultewolter an seiner Seite hielten den Laden hinten zusammen.

Dann war endlich Schluss und Roland Westers konnte wieder ganz in Ruhe durchatmen.

GWN: Hunnewinkel – F. Schöne, Kreuz, Schultewolter, Böckmann – Feldkamp, Hesker (70. Klaus) – Leifken (90.+2 Scholdei), Messing, Daglar (83. S. Schöne) – Bröcking (77. Celebic)

Tor: 1:0 Daglar (51.)

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