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Nachwuchssportler in den Baumbergen sind glücklich

Endlich wieder nach draußen

Baumberge

Bei GW Nottuln und Arminia Appelhülsen wird wieder draußen Sport getrieben. Die neue Corona-Schutzverordnung lässt unter bestimmten Voraussetzungen ein Training unter freiem Himmel zu. Die Übungsleiter berichten, dass die Konzepte ihrer Vereine gut umgesetzt werden können.

Johannes Oetz

Kurze Pause mit Abstand: Den F2-Jugendfußballern von GW Nottuln mit den Trainern Mats Hakenes und Jakob Gertz (r.) fiel es nicht leicht, für das Pressefoto auch nur einen Moment länger als nötig ruhig zu stehen. Foto: Johannes Oetz

Endlich wieder Sport treiben. Landauf, landab ging ein Seufzer der Erleichterung durch die Sportlerfamilie, dass mit dem Erlass der neuen Corona-Schutzverordnung nun wieder unter bestimmten Voraussetzungen draußen Sport getrieben werden darf. So etwa in Nottuln und in Appelhülsen.

Am Dienstagnachmittag rannten im Nottulner Baumberge-Stadion die jungen Kicker der F2-Jugend dem geliebten runden Leder hinterher. „Alle sind heiß wie Frittenfett“, berichtete Mats Hakenes (15), der gemeinsam mit Jakob Gertz (16) und Max Petermann (16) das Team trainiert. Letzterer durfte allerdings nicht vor Ort sein. „Das liegt daran, dass momentan nur zwei Trainer zugelassen sind“, erklärte Jakob Gertz, der genauso wie Mats Hakenes die ganze Zeit über eine Maske trug. Doch das tun die Coaches in diesen Tagen gerne, sagte Mats Hakenes: „Für uns ist es auch superschön, endlich wieder auf dem Platz stehen zu dürfen. Es ist eine tolle Abwechslung vom eintönigen Homeschooling. Wir genießen die Zeit mit unserer Mannschaft noch mehr als sonst.“

In Nicht-Corona-Zeiten hat die F2-Jugend auch eine Hallenzeit. Doch die darf momentan ja nicht angeboten werden. „Die Stunde in der Halle fehlt. Deshalb machen wir jetzt draußen etwas länger“, erzählte Jakob Gertz, dem noch etwas aufgefallen ist: „Die Jungs freuen sich so sehr auf das Training, dass einige von ihnen schon eine Viertelstunde vor dem Training vor dem Stadion warten. So überpünktlich sind sie sonst nicht.“

Gut 50 Meter entfernt von den F2-Nachwuchskickern sprinten einige Mädchen und Jungen über die Tartanbahn. Die Kinder gehören zur Ü9-Leichtathletikgruppe von GW Nottuln. „Alle sind so froh, dass wir wieder zusammen trainieren können. Vorher hatten wir ausschließlich Online-Training“, berichtete Übungsleiterin Jana Jelinek, die von Lizzy Schwarzer unterstützt wird. 30 Kinder gehören der Ü9 an, die momentan zur Sicherheit aber in drei Kleingruppen trainiert werden. „Es wurde aber auch Zeit, dass wir wieder raus durften. Es ist unübersehbar, dass wir doch einiges aufzuarbeiten haben“, sagte Jana Jelinek.

Auch bei der Arminia in Appelhülsen waren die Kids unheimlich froh, dass sie wieder mit ihren Mannschaftskollegen Sport treiben dürfen. „Die ersten beiden Trainingseinheiten waren allerdings sehr wild. Die Jungs waren kaum im Zaum zu halten“, erzählt Igor Kolke, Coach der F2-Jugendfußballer. Den sieben Jahre alten Spielern hätten der Fußball und ihre Mitspieler enorm gefehlt, beobachtete der Übungsleiter.

Die Hygieneregeln könnten in Appelhülsen übrigens hervorragend beachtet werden. „Die Spieler kommen umgezogen zum Platz und nutzen auf dem Gelände keine Räumlichkeiten. Da wir die Trainingszeiten mit der F1-Jugend abgesprochen und angepasst haben, begegnen sich die Spieler der beiden Mannschaften auch nicht“, so Kolke, der für die nächste Zeit vor allem einen Wunsch hat: „Ich hoffe, dass sich im Kreis Coesfeld alle Menschen an die Hygieneregeln halten, damit die Zahlen nicht noch weiter hochgehen. Die Kinder brauchen doch ihren Sport.“

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