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Fußball: Westfalenliga bietet erklärte Favoriten und neugierige Nottulner

Gieseler sieht einen Überflieger

Nottuln

Genug getestet, der Ernstfall steht an: In der Fußball-Westfalenliga steht für GW Nottuln am Sonntag das erste Meisterschaftsspiel unter Neu-Trainer Yannick Gieseler auf dem Programm. In der Klasse tummeln sich ein paar erklärte Mitfavoriten und ein möglicher Überflieger, dem vorab der größte Respekt gilt.

Von Thomas Austermann

Nottulns Fabian Schöne (l.) trotzt auch Größenunterschieden – dieser grundsätzlichen Aufgabe werden sich er und die Teamkameraden bisweilen sowieso stellen müssen. Foto: Frank Wittenberg

Zwei Pflichtspiele standen bereits unter der Regie des neuen Trainers – jeweils im Kreispokalwettbewerb und jeweils gab es einen knappen Erfolg für Yannick Gieseler und Grün-Weiß Nottulns Fußballer. Nur der Ausgang dieser Partien zählte am Ende, viel mehr wohl kaum. Ab Sonntag gilt es, wenn der Vorhang fäll für die erste Punktspielrunde in der Westfalenliga. GWN gastiert dann beim Lüner SV und sieht sich schon vor einer echten Hürde.

Personal-Puzzle passt

Der 37 Jahre junge Gieseler hat so hoch noch nicht trainiert in seiner Karriere, aber als Kicker in 82 Oberligapartien seinen Mann gestanden. Dank guter Kontakte in die Szene setzte er sein Puzzle zusammen, das vorab ein Bild von den Anforderungen ergeben soll und kann. Gieseler geht beim Blick auf die Liga konform mit etlichen Kollegen der Klasse. Wohl alle schreiben dem in jeder Hinsicht bestens ausgestatteten FC Preußen Espelkamp die klare Favoritenrolle zu. Das letzte 4:0 im Pokal gegen Oberligist Holzwickede passt das bestens ins Urteil. „Mit Espelkamp kann niemand ansatzweise mithalten“, sagt Gieseler.

Höner-Ausfall wiegt schwer

Dass der zuvor in Bielefeld für den VfL Theesen so überaus erfolgreiche Ausnahmestürmer Marvin Höner (27) wegen eines Muskelbündelrisses, zugezogen Ende Juli im Test, wahrscheinlich ein paar Monate ausfällt, wiegt schwer, bringt diese Preußen um Trainer Tim Daseking aber nicht vom ambitionierten Weg ab. „Die haben ja noch mit zwei Kalibern nachgelegt“, wertet Gieseler und meint Stürmer Alban Shabani (29) vom SC Peckeloh sowie ganz vorne weg den die Defensive stärkenden vormaligen Kapitän des Drittligisten SC Verl, Julian Stöckner (32). Noch mit dem alten Personal thronten die Nordost-Nordrheinwestfalen aus dem Kreis Minden-Lübbecke bei Abbruch der Vorsaison auf Rang eins. Am 24. Oktober 2020 gab es zuletzt die einzige Niederlage – mit 2:3 gegen den TuS Hiltrup aus Münster, dem Auftaktgegner der anstehenden Serie.

Wenn Gieseler auf Anfrage weitere Hochkaräter nennen möge, nennt der die Spielvereinigung Erkenschwick und den 1. FC Gievenbeck aus Münster. Traditionsverein Erkenschwick um Trainer David Sawatzki schätzte sich glücklich, Toremacher Stephan Oerterer (33) zur Rückkehr an den Stimberg motiviert zu haben. Der Mann mit dem sicheren Gespür für die effektive Chancenverwertung, geschult in 212 Oberligapartien (152 Tore), dürfte bei allen Gegnern der Schwarz-Roten für Respekt sorgen.

Hochachtung vor dem 1. FC Gievenbeck

Alle Achtung hat Gieseler auch vor den Gievenbeckern, die Trainer Florian Reckels im zweiten Jahr endlich in ein richtiges Spieljahr führen will. „Die Truppe sehe ich weit oben – ein guter Trainer setzt auf einen ausgewogenen Kader mit technisch gut ausgebildeten Spielern, die eine hohe Identifikation mit dem Verein auszeichnet“, sagt Gieseler.

Reckels übrigens bezieht in den Kreis der Mitfavoriten auch den Lüner SV mit ein und sieht seine mit vielen jungen Kickern besetzte Elf vor allem mit der Aufgabe betraut, in der Liga erst einmal wirklich anzukommen. Unter ihm habe im FCG ja kaum eine Entwicklung greifen können in der Kürze der pandemiegetrübten Zeit.

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