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Fußball: Viertelfinale des Kreispokals

GW Nottuln bezwingt TSG Dülmen

Dülmen/Nottuln

Fußball-Westfalenligist GW Nottuln steht im Halbfinale des Kreispokals. Die Grün-Weißen gewannen einen packenden Pokalfight beim Bezirksligisten TSG Dülmen nach Elfmeterschießen.

Von Jürgen Primus und Johannes Oetz

Josse Gerick (l.) – hier gegen Dülmens Dimitrios Koutinas – erzielte spät den Nottulner Ausgleich. Foto: Jürgen Primus

Die Bezirksliga-Fußballer der TSG Dülmen schnupperten am Samstagnachmittag an der Sensation gegen den Westfalenliga-Zweiten GW Nottuln: Doch die erste Unachtsamkeit in der TSG-Abwehr nutzten die Gäste eiskalt zum 1:1 aus. Im Elfmeterschießen schieden die Hausherren dann unglücklich mit 5:6 aus. Im Halbfinale des Kreispokals treten die Grün-Weißen damit am 7. April beim FC Epe an. Der Bezirksligist setzte sich mit 5:1 beim A-Ligisten Brukteria Rorup durch.

„Das war ein ordentliches Spiel von uns, wobei Kombinationsfußball auf diesem Boden sehr schwer war“, hakte Nottulns Trainer Roland Westers die Partie schnell ab. Sein Fokus liegt ohnehin auf der Meisterschaft.

Aber der Reihe nach: Beide Teams traten ersatzgeschwächt an. Die TSG war im Derby von der ersten Minute an aggressiv in den Zweikämpfen, sodass kein Zwei-Klassen-Unterschied deutlich wurde. Die größte Chance zur Dülmener Führung vergab Alexander Kock, als er einen Heber aus 40 Metern versuchte, weil Malte Wilmsen zu weit vor seinem Kasten stand. Der Ball trudelte indes um Zentimeter am Kasten vorbei. Auf Seiten der Gäste hatten Semih Daglar, Fabian Schöne und Christian Messing gute Abschlüsse aus der Distanz, die aber genau auf den Torhüter gingen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Mannschaften das Tempo. Nach 57 Minuten jubelten die meisten der 250 Zuschauer, denn nach einer Ecke von Kock traf TSG-Kapitän Mario Espeter per Kopf zum 1:0. Im Anschluss konnte Kock freistehend eine Großchance nicht verwerten (61.).

Dann kamen auch die Nottulner zu einer guten Möglichkeit, die sie sofort nutzten: Einen zu kurz gespielten Rückpass nahm Josse Gerick auf, der von der Strafraum-Grenze zum 1:1 traf (79.). Zwei Minuten später hätte Nottuln die Partie drehen können, doch Gerick scheiterte freistehend an TSG-Schlussmann Aziz Retzep.

Die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale fiel damit im Elfmeterschießen. Das glücklichere Ende hatten hier die favorisierten Gäste. „Wirklich schade. Wir hatten gute Chancen“, war TSG-Trainer Manfred Wölpper nach dem unglücklichen Ausscheiden konsterniert.

Die Chronologie des Elfmeterschießens:

Die TSG Dülmen fängt an: Marvin Möllers verwandelt, Daniel Feldkamp verwandelt, Dominik Arnsmann trifft, Tim Bröcking scheitert an Retzep. Christian Korte scheitert an Malte Wilmsen. Josse Gerick trifft. Patrick Besler verwandelt. Der Schuss von Henning Klaus wird von Retzep gehalten. Mario Espeter hat die Entscheidung auf dem Fuß, setzt den Ball aber aufs Lattenkreuz. Semih Daglar trifft. Mazlum Gencs Schuss wird gehalten. Georg Schrader hat die Entscheidung auf dem Fuß, doch er rutscht aus und der Ball touchiert die Latte. Dimitrios Koutinas verwandelt, Jens Böckmann trifft. Der Schuss von Tobias Korte wird abgewehrt und Oliver Leifken macht mit seinem verwandelten Elfmeter alles klar.

GWN: Wilmsen – S. Schöne (32. Schrader), Wenning, Klaus, Celebic (69. Feldkamp) – Böckmann, Gerick – Dagklar, Messing (90.+1 Bröcking), F. Schöne – Leifken.

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