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Fußball: Westfalenliga

GW Nottuln: Die Einstellung muss stimmen

Nottuln

Die Partie in Emsdetten gefiel Roland Westers überhaupt nicht. Daher fordert der Coach des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln vor dem vorgezogenen Meisterschaftsspiel am Freitag in Hamm eine deutlich verbesserte Einstellung seiner Spieler.

Von Michael Schulte

Nottulns Fabian Schöne (l.) hat eigentlich nur sehr selten ein Einstellungsproblem. Das möchte er auch in Hamm wieder beweisen. Foto: Johannes Oetz

Die Ansage ist klar und deutlich: „Wir fahren am Freitag nach Hamm, um dort zu gewinnen.“ Gesunder Optimismus bei Nottulns Trainer Roland Westers, mit einer Einschränkung: „Allerdings dürfen wir uns da nicht so präsentieren wie am vergangenen Sonntag in Emsdetten.“ Der Stachel des jüngsten 1:1 bei der Borussia sitzt beim Trainer des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln noch tief, hat man doch dort den möglichen Sieg unnötigerweise verpasst.

Eine Halbzeit in Überzahl, dazu mit einer 1:0-Führung im Rücken, das musste eigentlich klappen. „Aber wir haben in Emsdetten unsere Grundtugenden vermissen lassen, charakterlich nicht geglänzt, am Ende einfach enttäuscht.“

Das alles soll sich am Freitagabend in Hamm (Anstoß um 19.30 Uhr) nicht wiederholen, schließlich möchte Nottuln in der Fußball-Westfalenliga gerne weiter oben mitmischen.

Die Hammer Spielvereinigung ist Absteiger und hat eine Zeit gebraucht, um „unten“ anzukommen, sich zu finden und letztlich auch zu formieren. Das hat dazu geführt, dass so manch überraschendes Resultat zu verzeichnen war. Mal hat es der Konkurrenz Respekt abverlangt, mal genau das Gegenteil. Zuletzt hat die Truppe von Heiko Hofmann eine 0:5-Schlappe in Lünen kassiert, überhaupt von den letzten fünf Spielen nur eines gewonnen. „Uns erwartet eine Art Überraschungskiste“, sagt Westers, der dabei hofft, dass sich die heimische Spielvereinigung nicht gerade am Freitag gegen Nottuln in Galaform präsentieren wird.

Fünf Punkte und fünf Plätze vor Hamm haben sich die Grün-Weißen als Tabellenfünfter längst im Westfalenliga-Oberhaus etabliert. Das bedeutet, dass Nottuln in die meisten Spiele als leichter Favorit geht. Für Westers ist das kein Problem, sollte sich seine Truppe wieder auf die eigenen Stärken besinnen und mit entsprechender Motivation zur Sache gehen.

Personell sieht es so aus, dass Kapitän André Kreuz wegen eines Knochenödems am Knie länger ausfallen wird (wir berichteten). „Zum Glück ist es nicht der befürchtete Kreuzbandriss“, atmete Westers nach der ärztlichen Diagnose zumindest leicht auf. „Aber er wird uns fehlen, keine Frage.“ Peter Stüves Einsatz ist fraglich, da seine muskulären Probleme noch immer nicht abgeklungen sind. Mit Finn Köhler gibt es einen weiteren Wackelkandidaten; und ob Felix Risau und Marius Kattenbeck (beide krank) rechtzeitig fit werden, bleibt abzuwarten.

Natürlich ist das alles nicht schön, aber für Westers auch kein Grund, Trübsal zu blasen. „Zum Glück haben wir einen großen Kader. Das werden wir schon irgendwie kompensieren.“ Mit der Aufstellung hat der Coach also keine Probleme, da muss bei der Truppe nur noch die Einstellung stimmen.

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