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(K)ein Pokalspiel wie jedes andere

GW Nottuln gastiert im Kreispokal-Viertelfinale bei der TSG Dülmen

Nottuln

In der Liga läuft es wie es besser kaum laufen könnte für GW Nottuln. Aus den letzten sechs Spielen stehen fünf Siege zu Buche. Einen Schwung, den Grün-Weiß auch in das Kreispokal-Viertelfinale gegen die TSG Dülmen mitnehmen will.

Von Niklas Groß

Gewinne, Gewinne, Gewinne: Nottulns Jens Böckmann und Teamkollegen wollen im Pokal da weitermachen, wo sie in der Liga aufgehört haben. Gegen die TSG Dülmen zählt für den heimischen Westfalenligisten nur das Weiterkommen. Foto: Johannes Oetz

Rödinghausen, Delbrück, Mesum und Gievenbeck – im Ligabetrieb steht Grün-Weiß Nottuln im Restjahr noch ein Monsterprogramm ins Haus, geht es doch allein gegen Teams aus der besseren Tabellenhälfte, gekrönt vom Duell mit dem Spitzenreiter aus Gievenbeck am 18. Dezember. Und es läuft so richtig rund für den heimischen Westfalenligisten, der mit der Empfehlung von fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen aufwartet. Kommt ein Kreispokal-Viertelfinale in dieser Gemengelage gelegen? Zumal eines in Dülmen (Samstag ab 14 Uhr)? Das Spiel geht als Derby durch – und diese Spiele haben bekanntermaßen, wie auch der Pokal, ihre eigenen Gesetze. Viel zu verlieren also für Grün-Weiß im Vergleich mit dem zwei Klassen niedriger spielenden Bezirksliga-Tabellenführer – oder?

Die Lust auf das, was möglich ist

Im Nottulner Lager denken sie gar nicht an die Option einer Niederlage. Es regiert die Lust auf das, was möglich ist.

Dirk Nottebaum, seines Zeichens Co-Trainer von GWN, weiß um die jüngere Pokal-Historie seines Clubs, die wenig glanzvoll daherkommt und auch schonmal gegen Dülmen endete. Und er weiß, dass sich der Verein für dieses Jahr vorgenommen hat, „im Pokal sehr weit zu kommen“. „Ich habe große Lust auf das Spiel.“ Im Training sei die Spannung spürbar gewesen, berichtet Nottebaum – kein Anzeichen für ein Abfallen der Intensität in der Pokalwoche, stattdessen ein weiter, immer weiter. „Wichtig ist: Wir bleiben im Rhythmus, und die Jungs können ihre gute Form zeigen“, bemerkt Nottebaum. Der Faktor Derby ist für ihn als „Zugereistem“ nicht wirklich einer, was so auch für Trainer Roland Westers gilt. Registriert hat der trotzdem, „dass der Verein heißt ist auf dieses Spiel, dass im Umfeld deutlich mehr Emotionalität drin ist“. Gleichwohl: Rechnet Westers die Folklore raus, ergibt sich ein simpler Auftrag an sein Team: „Wir spielen zwei Ligen höher und haben trotz aller personellen Probleme den Anspruch, eine Runde weiterzukommen“, sagt der Übungsleiter.

Es gilt, im Pokal die Welle weiterzureiten, die GWN seit Wochen in der Westfalenliga nimmt und auf der es zuletzt 15 von 18 möglichen Punkten einfuhr. Wohin dieser Weg das Team in der Meisterschaft noch führen kann? „Überall hin“, sagt Westers und lässt die Antwort so stehen. Man schaue wirklich von Spiel zu Spiel, und da laute die nächste Aufgabe nunmal Rödinghausen und nicht Gievenbeck, „das wird schwer genug“.

Eine gute Entwicklung kann Westers seinem Team aber allemal attestieren. Insbesondere im Spiel mit dem Ball sei man „auf einem guten Weg“, Entwicklungspotenzial gebe es im Spiel ohne Ball. Auf Letzterem soll der Fokus in der Rückrunden-Vorbereitung liegen – dann, wenn sich die personelle Lage bei Grün-Weiß hoffentlich entspannt hat.

Prekäre Personalsituation

Gegen Dülmen nämlich wird es eng: Felix Hesker ist privat verhindert, Christoph Hunnewinkel dienstlich. Ebenfalls passen müssen Andre Kreuz (muskuläre Probleme), Mirko Schinke mit einer Schambein-Entzündung, Lukas Scholdei (Muskelfaserriss) sowie Dickens Toka mit einer Knie-Verketzung. Die erwies sich im MRT als weniger schlimm als befürchtet, Toka wird in ein, zwei Wochen zurückkehren. Ebenfalls lädiert sind Tim Bröcking (Knochenhautentzündung) und Daniel Feldkamp (Rückenprobleme). Beide werden gegen Dülmen dennoch auf der Bank Platz nehmen, auf dass Grün-Weiß zumindest auf vier Auswechselspieler kommt.

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