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Fußball: Frauen Landesliga

GW Nottuln hat die Herbstmeisterschaft knapp verpasst

Nottuln

Zwar verpassten die Landesliga-Fußballerinnen von GW Nottuln das greifbare Ziel, die Herbstmeisterschaft, dennoch ist Trainerin Anna Donner mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht unzufrieden.

Von Theresa van den Berg

Sophie Ahlers (l.) – hier neben Maike Austrup – wird nach der Winterpause nicht mehr mitspielen können. Foto: Johannes Oetz

Bei den Landesliga-Fußballerinnen von Grün-Weiß Nottuln kann man zur Winterpause sehr zufrieden sein. „Wir haben bis zur letzten Begegnung um die Herbstmeisterschaft mitgespielt“, blickt Anna Donner auf eine ordentliche Leistung in der Hinrunde zurück, um noch hinzuzufügen: „Und es dann selbst vergeigt.“

Die zwei knappen 0:1-Niederlagen gegen den TuS Recke und Union Wessum in den letzten beiden Partien des Jahres sorgten für einen kleinen Knick. Dabei hatten die Grün-Weißen in beiden Begegnungen Chancen für sechs Punkte. „Aber wenn man zum Jahreswechsel auf Platz drei steht, eng oben dran ist und auch noch im Pokal spielt, dann kann man zufrieden sein.“

Mit 27 Punkten haben die Nottulnerinnen nur zwei Zähler Rückstand auf den Zweitplatzierten Union Wessum. Ganz vorne steht die Reserve von Arminia Ibbenbüren, die aber aufgrund der Ersten in der Westfalenliga wohl kein Wort im Aufstiegskampf mitreden wird.

Durch das 0:1 sowohl gegen Recke als auch gegen Wessum an den letzten beiden Spieltagen vermasselten sich die Mädels aus den Baumbergen nicht nur die Tabellenführung, sondern auch die Heimbilanz. „Das hat mich schon etwas gewundert, da wir zu Hause sonst sehr stark sind.“ In sechs Spielen holten die Donner-Schützlinge auf heimischem Rasen zwölf Punkte, auswärts waren es in sieben Partien 15.

Für den Coach war in der Spielzeit vor allem vorne eine Entwicklung zu sehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten spielten sich die Offensivkräfte mit der Zeit immer mehr Möglichkeiten heraus. „Dann fehlte es aber direkt vor dem Tor“, weiß Anna Donner, woran das Team trotz der 32 Treffer in der Winterpause arbeiten muss.

Auch in der Defensive sieht die Trainerin Verbesserungspotential, merkt jedoch an: „Wir haben gegen Ibbenbüren und Darfeld in zwei Spielen zehn von insgesamt 18 Gegentoren kassiert. Das reißt den Schnitt natürlich nach oben. Ansonsten stehen wir gut, obwohl wir viel rotieren mussten. Ich bin positiv überrascht, wie standhaft wir gewesen sind. Und auch die Moral in einigen Partien war stark.“ Das 0:6 gegen Ibbenbüren will man in Nottuln einfach nur vergessen. „Das war eine Vollkatastrophe.“

Die beste fußballerische Leistung zeigte die Mannschaft dagegen in der ersten Halbzeit bei Borussia Münster, und auch das 6:4 gegen Darfeld wird lange im Gedächtnis bleiben. Einen Anteil daran, dass Grün-Weiß das Spiel noch drehen konnte, hatte Katharina Gronover mit ihrem Treffer zum 4:4. Insgesamt sei ihre Präsenz auf dem Feld sehr wichtig, ebenso wie die von Josefine Höppener. „Sie hat sich stark entwickelt“, lobt Donner ihre Spielerin.

Neben den Stammkräften bekommen aber auch die Neuzugänge aus der eigenen Jugend sowie Milena Noll und Maja Bergmann immer mehr Spielzeit. „Menschlich sind alle sehr gut angekommen und finden immer mehr rein.“

Bei einem Ausblick in das nächste Jahr gibt sich Donner vorsichtig. Vom Aufstieg möchte sie nicht reden. „Wir wollen unter die ersten fünf, am Ende entscheiden aber Kleinigkeiten, wer aufsteigt. Jeder kann patzen. Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass wir erst so gut dabei sind und es dann doch noch vergeigen, Herbstmeister zu werden.“ Da Sophie Ahlers aufgrund einer beruflichen Weiterbildung nach der Winterpause nicht mehr dabei sein könne, werde das Unterfangen Meisterschaft noch schwieriger. Trotzdem wollen die Nottulnerinnen, die auf die Rückkehr der Langzeitverletzten Maxine Lengers und Marie-Lena Wirtz hoffen, wieder voll angreifen.

Mit dem Plan, das Spiel nach vorne und damit auch den Torabschluss zu verbessern, nach Eckbällen wieder gefährlicher zu werden und das Flügelspiel mehr zu nutzen, geht es am 23. Januar wieder auf den Platz. Auf die ersten Trainingseinheiten folgen sechs Testspiele gegen den Westfalenligisten Ostbevern sowie die Bezirksligisten Senden, Vreden, Kinderhaus, Altenberge und Herbern. Beginnen wird das Jahr 2023 mit dem Bever-Cup in Ostbevern. Die Grün-Weißen wollen sich am 4. Januar (Mittwoch) in der Vorrunde für die Endrunde qualifizieren, die am 7. Januar (Samstag) ausgetragen wird.

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