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Fußball: Statistik der Kreisliga A

GW Nottuln holt virtuellen Fairnesspokal

Kreis Coesfeld

Die Saison 2020/21 war extrem kurz. Die Statistik der Kreisliga A birgt daher einige Überraschungen.

Mit Nottulns starker und sehr fairer Zweiten spielte auch Dennis Paul eine viel zu kurze Saison. Foto: Johannes Oetz

20 Spieltage waren den Fußballern in der Saison 2019/20 lediglich gegönnt, diesmal sogar nur acht, was eine Statistik eher ungewöhnlich macht. Dennoch lohnt ein Blick auf die Zahlen und Fakten der offiziell annullierten Spielzeit. Noch nie dürften neun Treffer für die Torjägerkrone gereicht haben – geschweige denn ein einziger Zähler zum Klassenerhalt.

Bester Angriff: Der Spitzenreiter hat 28 Buden erzielt, damit liegt Turo Darfeld zunächst an der Spitze vor Fortuna Seppenrade (26). Weil der Verfolger aber ein Spiel weniger ausgetragen hat, darf der Durchschnitt herhalten: Seppenrade 3,71 Tore pro Spiel, Turo „nur“ 3,5. Den besten Schnitt im Vorjahr hatte die SG Coesfeld 06 mit genau 4,0.

Ungewöhnliche Saison

Harmloseste Offensive: Auf ganze sechs Tore hat es SW Holtwick gebracht, davon auch noch vier in einem Spiel beim 4:0 gegen Adler Buldern. Weil die Schwarz-Weißen aber nur fünf Partien austragen durften, geben sie die „rote Laterne“ in dieser Wertung tatsächlich ab – an die Kicker von Vorwärts Lette, die mit neun Toren in acht Spielen (Schnitt 1,12) noch ungefährlicher waren als die Holtwicker (1,2).

Stabilste Deckung: Dieser Titel geht an den Tabellenführer, denn Turo Darfeld weist mit sechs Gegentreffern in acht Spielen einen Schnitt von lediglich 0,75 auf. Auf Platz zwei folgt Fortuna Seppenrade mit elf Gegentreffern in sieben Spielen (1,57 pro Partie), dann kommen schon die Holtwicker mit acht Gegentoren in fünf Spielen (1,6).

Löchrigste Abwehr: Die meisten Gegentreffer kassierte zwar Vorwärts Lette mit 27 in acht Spielen (Schnitt 3,37), aber in dieser (Negativ-)Wertung liegt der SV Gescher II vorne, denn 24 Gegentore in sieben Partien bedeuten einen Schnitt von 3,42.

Treffsicherheit: Auf Rekordjagd waren die Knipser: Insgesamt 229 Tore sind in den 54 ausgetragenen Spielen gefallen – das sind stolze 4,24 pro Partie und damit noch einmal mehr als in der Vorsaison (3,98).

Bester Knipser: Die beiden Top-Torjäger der Vorsaison, Marius Borgert (DJK Coesfeld) und Lucas Jacobs (SG Coesfeld 06), durften die Abwehrreihen in der Bezirksliga aufmischen. An die Spitze setzte sich nun der mit 14 Toren Drittbeste der Vorsaison. Julius Fliß (Turo Darfeld) kam auf neun Treffer wie Finn Arns (Fortuna Seppenrade). Auf Rang drei folgen drei Spieler mit sieben Toren: der Ex-Nottulner Florian Feitscher (Turo Darfeld), Mario Worms und Kevin Engbers (beide Westfalia Osterwick).

Knipser auf Rekordjagd

Heimstärke: Vier Spiele, vier Siege, 16:3 Tore – mit Turo Darfeld hat die stärkste Heimmannschaft der Vorsaison ihren „Titel“ verteidigt. Eine weiße Weste hatte auch Fortuna Seppenrade mit neun Punkten aus drei Heimspielen.

Auswärtspower: Und wieder Turo Darfeld, unangefochten mit vier Siegen in vier Spielen bei 12:3 Toren. Dahinter folgen mit jeweils drei Siegen aus vier Partien GW Nottuln II und Westfalia Osterwick.

Remiskönige: Eine erstaunliche Bilanz weist diese Kategorie aus, denn von 54 Spielen endeten lediglich vier mit einem Unentschieden – doppelt vertreten ist Borussia Darup.

Höchster Sieg: Mit 8:1 fertigte Fortuna Seppenrade gleich am ersten Spieltag Vorwärts Lette ab. Dazu gab es zwei 7:0-Auswärtssiege: Adler Buldern gewann mit diesem Ergebnis bei der TSG Dülmen II, GW Nottuln II setzte sich ebenso deutlich bei GW Hausdülmen durch.

Torreichstes Spiel: Erneut ist Vorwärts Lette beteiligt, denn zehn Treffer fielen in der Begegnung bei DJK Dülmen. Endstand: 6:4 für die Dülmener.

Rot-gelbe Kartenspiele

Fairness: Mit lediglich acht gelben Karten in sieben Spielen sowie keinem Platzverweis darf sich GW Nottuln II den virtuellen Fairnesspokal in die Vitrine stellen. Fortuna Seppenrade bekam zwar nur sieben gelbe Kartons, aber auch eine gelb-rote Karte. Am anderen Ende der Liste findet sich DJK Dülmen mit 21 gelben und einer gelb-roten Karte.

Kartenspiele: 189 gelbe Karten verteilten die Schiedsrichter in den 54 Partien, das entspricht einem Schnitt von 3,5 pro Partie. Das liegt leicht über dem Wert der Saison 2019/20 (3,29). Darüber hinaus gab es sieben gelb-rote und fünf rote Karten.

Die Besonderheit: Ein Punkt reicht zum Klassenerhalt, das dürfte es noch nie gegeben haben. Das Glück von Vorwärts Lette ist aber der besonderen Corona-Situation geschuldet – und auch die sollte es hoffentlich nie mehr geben.

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