Fußball: Westfalenpokal

GW Nottuln in Coesfeld Favorit

Nottuln

Das zweite Pflichtspiel in der Saison 2019/20 steht für Fußball-Westfalenligist GW Nottuln an. Am Sonntag geht es im Westfalenpokal zum A-Ligisten DJK Eintracht Coesfeld-VBRS.

Johannes Oetz

Lars Ivanusic sammelte nach seinem Urlaub unter der Woche Spielpraxis in der zweiten Mannschaft. Foto: Johannes Oetz

„Unser Zielsetzung ist, bei allem Respekt vor dem Gegner, eine Runde weiterzukommen.“ Jens Niehues, Trainer des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln, redet vor dem Erstrundenspiel im Westfalenpokal beim A-Ligisten DJK Eintracht Coesfeld-VBRS nicht lange um den heißen Brei herum. Wenn am Sonntag gegen 16.45 Uhr die Partie im Sportzentrum Coesfeld West (Haugen Kamp 28) abgepfiffen wird, darf nach Ansicht des Trainers der Sieger nur GW Nottuln heißen.

Niehues glaubt allerdings nicht, dass sein Team einen beschaulichen Sonntagsspaziergang absolvieren wird: „Meine Spieler werden es sicherlich mit dem ein oder anderen guten Gegenspielern zu tun bekommen.“

Allen voran Marius Borgert. Der bullige Stürmer ist gerade bei hohen Bällen nur schwer zu verteidigen. Aus der Bezirksliga-Meistermannschaft – Coesfeld zog sich, wie berichtet, freiwillig in die A-Liga zurück – blieben auch Allrounder Tobias Hüwe, Jonas Berding (Abwehr) und Kai Hemsing (Mittelfeld). Dieses Quartett besitzt ohne Zweifel mehr als A-Liga-Niveau. Das dürfte auch GWN-Spieler Lars Ivanusic seinem Coach geflüstert haben, der bekanntlich im Sommer von den Coesfeldern zu den Grün-Weißen wechselte.

Ausfallen werden bei den Nottulnern Sebastian Schöne (verletzt), Henning Klaus, Jan Ahrens und Dirk Böckmann (alle Urlaub). Dafür kehren die ehemaligen Urlauber Christian Messing und Leander Stallmeyer in den Kader zurück.

Niehues hat abschließend ob des großen Kaders noch einen Hinweis an seine Spieler: „Wer Sonntag in einer Woche gegen Gievenbeck spielen möchte, sollte uns in Coesfeld ins Grübeln bringen.“

Für den Gastgeber lief es zuletzt nicht berauschend. Beim eigenen Turnier verlor das Team von Trainer Denis Koopmann am Donnerstagabend im Finale gegen den Bezirksligisten SV Gescher auch in der Höhe verdient mit 1:6. „Laufbereitschaft und Aggressivität tendierten gegen Null“, schimpfte der Coesfelder Übungsleiter und fügte hinzu: „Wer bei uns den Ball hatte, war verloren.“

Einen Tag danach analysierte Koopmann die deutliche Endspielniederlage: „Vielleicht macht sich jetzt bemerkbar, dass wir durch die Turniere sehr viele Spiele in der Vorbereitung absolviert haben.“

Trotzdem: Die Vorfreude auf den Knüller gegen Nottuln wollen sich die Kreisstädter nicht verderben lassen. „Für uns ist es eine super Sache, im Westfalenpokal dabei zu sein und dann mit der Nottulner Mannschaft auch noch auf viele alte Bekannte zu treffen“, lächelt der Sportliche Leiter Hendrik Schemmer. Tatsächlich mischen mit Max Wenning, Aaron Schölling und nicht zuletzt Lars Ivanusic einige Ex-Coesfelder beim Westfalenliga-Aufsteiger mit, für den DJK-Abteilungsleiter Christian Lechtenberg während seiner aktiven Zeit selbst gespielt hat.

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