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Fußball: Westfalenliga

GW Nottuln lange auf Augenhöhe

Nottuln

Mit dem Delbrücker SC gab der Westfalenliga-Spitzenreiter am Sonntag seine Visitenkarte in Nottuln ab. Mit etwas Glück entführte der Gast alle drei Punkte.

Von Michael Schulte

Stemmte sich gegen die drohende Niederlage: Nottulns Daniel Feldkamp (l.), der hier von Hasan Dere in seinem Vorwärtsdrang nicht gestoppt werden kann. Foto: Johannes Oetz

Sie begannen gut, ließen praktisch nie nach und legten am Ende sogar noch einen Schlussspurt hin. Aber genützt hat es den Grün-Weißen aus Nottuln nicht. Das Duell gegen den Westfalenliga-Spitzenreiter Delbrücker SC ging mit 1:2 (0:1) verloren.

Logisch, dass Team und Trainer enttäuscht den Platz verließen, weil das Ergebnis nicht stimmte. „Ein Unentschieden hätten wir schon verdient gehabt“, brachte Trainer Roland Westers die Stimmungslage auf den Punkt. „Aber wenn du Tabellenführer bist, dann hast du in solch engen Spielen schon mal das Glück auf deiner Seite.“

Aber der Nottulner Chefcoach wollte sich in seiner Spielanalyse nicht ausschließlich auf das Resultat beziehen, vielmehr attestierte er seiner Elf und auch den Einwechselspielern eine gute Leistung, „die leider nicht belohnt wurde“. Und genau das war es, was ihn letztlich doch einigermaßen versöhnte.

Die Nottulner kamen gut ins Spiel, hatten mehr Ballbesitz, kombinierten sauber, kamen gefährlich über die Flügel, hatten aber im Abschluss noch kein Glück. Ein Kopfball von Felix Hesker strich genauso über die Querlatte wie ein Schuss von Lennart van Deenen; beide Male hatten die Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen. Der Gast erwies sich in dieser Phase erstaunlich zurückhaltend und lauerte ausschließlich auf Ballverluste der Hausherren. Als die Nottulner ihnen in der 21. Minute den Gefallen einmal taten, war es passiert. Delbrücks Torjäger Kevin Holz nahm aus 25 Metern Maß und versenkte die Kugel trocken ins Eck.

Das verunsicherte die Grün-Weißen nur kurz, sie blieben im Spiel und am Ball. Auch nach der Pause, als sie zunächst ein, zwei kleine Möglichkeiten ausließen, um dann in der 49. Minute groß zuzuschlagen. Nach einem Superpass von Jens Böckmann tauchte van Deenen frei vor dem Tor auf und verwandelte sicher. Dass sich die Hausherren anschließend auf einen offenen Schlagabtausch einließen, schmeckte Westers gar nicht. Es ging hin und her, und dem Nottulner Trainer schwante Böses. „Delbrück hat viel Speed, und da sollte man schon sicher den Ball laufen lassen.“ Als sich im Mittelkreis das grün-weiße Ensemble nicht einig war, profitierte der Gast zum zweiten Mal nach einem vermeidbaren Fehler. Torschütze nach 57 Minuten war Daniel Austenfeld. Mit Mann und Maus gingen die Hausherren dann natürlich in die Offensive, um wenigstens das Remis zu retten. Und die Chance war da, als Friedrich Schultewolter in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem Kopfball aus fünf Metern sein Glück versuchte, aber in Gästekeeper Hosseini seinen Meister fand.

GW Nottuln: Hunnewinkel – Gerick, Kreuz (46. Schultewolter), Wenning, Böckmann – Klaus (69. Messing), Feldkamp – van Deenen (74. Schöne), Hesker, Daglar – Leifken.

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