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Fußball: Westfalenliga

GW Nottuln läuft seiner Form hinterher

Nottuln

Grün-Weiß Nottuln schaut einem tristen Winter entgegen. Nach einer schwachen Vorstellung verlor der heimische Fußball-Westfalenligist am Sonntag sein Heimspiel gegen den TuS Haltern mit 1:2 (1:1).

Von Johannes Oetz

Konnte es nach seinem angeblichen Foulspiel und der Aberkennung des Treffers von Felix Hesker nicht fassen: Josse Gerick. Foto: Johannes Oetz

Es war die zweite Niederlage der Grün-Weißen in Folge. Während sich die Gäste in der Tabelle auf Rang elf verbesserten, blieben die Nottulner zwar Sechster, der Abstand auf den hinter den GWN-Kickern liegenden Teams wurde indes kleiner.

„Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Uns fehlt in diesen Wochen die Sicherheit in unserem Spiel. In dieser Form kommen wir für die obere Tabellenregion aktuell nicht infrage“, erklärte Nottulns Trainer Roland Westers.

Der Coach hatte mangels einer echten 9 im sonntäglichen Kader Felix Hesker in die vorderste Linie geschickt. Nottulns Mittelfeldspieler war – wie alle seine Mitspieler – bemüht, aber über 90 Minuten glücklos. In einer zerfahrenen Partie ging der Gastgeber zwar nach einer halben Stunde durch Semih Daglar nach einer Hesker-Flanke in Führung, doch nur fünf Minuten später traf Peter Elbers nach einem kapitalen Abwehrfehler der Platzherren zum 1:1-Pausenstand. Vor und nach den beiden Toren hatten beide Teams gute Möglichkeiten, ein zweites Tor zu erzielen. Die Nottulner trafen sogar in Minute 38 durch Hesker in die Maschen des Halterner Gehäuses, der Treffer wurde allerdings nicht gegeben. Angeblich sollte Josse Gerick bei der vorangegangenen Flanke seinen Gegenspieler Nils Bartke gefoult haben. Der Nottulner verstand die Welt nicht mehr, während sich der Halterner schreiend auf dem Kunstrasen wälzte. Wenig später stand Bartke wieder auf und hielt bis zur 66. Minute durch. „Das Schiedsrichtergespann hat in dieser Szene ganz klar einen Fehler gemacht und in der Pause auch ziemlich rumgedruckst, als ich sie auf das angebliche Foulspiel angesprochen habe“, erzählte Westers.

Nach dem Wiederanpfiff drängte Grün-Weiß auf die Führung. Daglar hatte bei zwei guten Versuchen indes Pech: Der erste Schuss ging knapp daneben (47.), der zweite ebenso knapp drüber (55.).

Westers verstärkte nun die Offensive und brachte Lennart van Deenen für Henning Klaus. Und der Einwechselspieler wurde zur tragischen Figur: Zwei Mal hatte er die Chance, seine Farben in Führung zu schießen (70., 81.), zwei Mal scheiterte er aus bester Position. Direkt im Gegenzug zur zweiten Großchance konterte der Gast blitzschnell und ging seinerseits durch Lorenz Niedrig mit 2:1 in Front (82.).

Die Gastgeber liefen – immer wieder angetrieben von Christian Messing – in den letzten Minuten weiter verzweifelt an, aber an diesem Tag fehlte einfach die Durchschlagskraft. Ein gebrauchter tag.

GWN: Wilmsen – Böckmann, Wenning, Toka, Schrader (72. Schultewolter) – Klaus (61. van Deenen), Feldkamp – Gerick, Messing, Daglar – Hesker

Tore: 1:0 Daglar (30.), 1:1 Elbers (35.), 1:2 Niedrig

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