1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. GW Nottuln mit zwei Gesichtern

  8. >

Fußball: Westfalenliga

GW Nottuln mit zwei Gesichtern

Nottuln

Eine Westfalenliga-Partie mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten sahen am Ostermontag die Zuschauer im Nottulner Baumberge-Stadion. Halbzeit eins ging an die Gäste aus Emsdetten, Hälfte zwei an Grün-Weiß. Folgerichtig hieß es nach 90 Minuten damit 1:1.

Von Johannes Oetz

Die Belastung ist für alle Fußballer in diesen Wochen enorm hoch. Gestern musste das Nottulns Fabian Schöne (l.) schmerzhaft erfahren, als er schon nach 17 Minuten verletzt ausschied. Foto: Iris Bergmann

Roland Westers kann ein Fußballspiel in drei kurzen Sätzen zusammenfassen. „Unsere erste Halbzeit war schlecht. Unsere zweite Hälfte war gut. Damit ist das Ergebnis gerecht“, sagte der Trainer des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln nach dem 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen seinen Ex-Club Borussia Emsdetten.

Indes: Beinahe wäre den Grün-Weißen im Baumberge-Stadion buchstäblich in letzter Sekunde noch der Siegtreffer gelungen, doch Semih Daglar traf sechs Meter vor dem Borussen-Gehäuse völlig freistehend den Ball nicht richtig und vergab. „Das war eine Monsterchance“, trauerte Westers der Einschussmöglichkeit nach.

Unterm Strich hätten die Nottulner diesen Dreier aber nicht verdient gehabt, denn der erste Durchgang ging eindeutig an die Gäste. GWN fand überhaupt nicht ins Spiel, von Selbstvertrauen eines im gesicherten Mittelfeld stehenden Westfalenligisten keine Spur. Das kritisierte auch der Übungsleiter: „Für die ersten 45 Minuten habe ich wirklich keine Erklärung. Für uns geht es in dieser Saison nur noch um die goldene Gurke, die Jungs haben überhaupt keinen Druck. Und trotzdem war das Verhältnis bei uns von Querpass zu Steilpass 9:1.“

Das Team aus dem Stiftsdorf konnte daher nur von Glück reden, dass Emsdetten zur Pause nicht noch höher führte. Lediglich Andreas Heckmann konnte nach 13 Minuten Nottulns Schlussmann Christoph Hunnewinkel überwinden.

In den zweiten Durchgang startete der Gastgeber mit einer veränderten taktischen Aufstellung. Westers stellte von einer Vierer- auf eine Dreierkette um. Das zeigte Wirkung. Während bei der Borussia zunehmend die Abstände nicht mehr passten, kam GWN immer wieder zu guten Einschussmöglichkeiten. Oliver Leifken (47.), Josse Gerick (59.) und Eldin Celebic (65.) konnten ihre Chancen allerdings nicht nutzen. Nach 80 Minuten entschied der Unparteiische dann aber auf Strafstoß für den Platzherren: Zuvor hatte Emsdettens Kapitän Nick Wedi sich mit Oliver Leifken im Strafraum beharkt. „Den kann man geben, man muss ihn aber auch nicht geben“, ordnete Westers die Szene ein. Das interessierte Daglar nicht, der den Ball souverän zum 1:1 versenkte (80.).

Da in der Schlussphase der Gast zwei sehr gute Konterchancen nicht nutzte und Daglar die bekannte „Monsterchance“ versiebte, blieb es letztlich beim verdienten Remis.

Nottuln hat nur wenige Tage Zeit, um sich zu erholen. Bereits am Donnerstag (21. April) empfängt der Tabellensiebte um 19 Uhr den Sechsten Spielvereinigung Erkenschwick zum Nachholspiel.

GW Nottuln: Hunnewinkel – Celebic (71. Overmann), Kreuz, Wenning, Gerick – Schultewolter, Hesker – F. Schöne (17. Kemper), Messing, Daglar – Leifken.

Tore: 0:1 Heckmann (13.),

1:1 Daglar (80./FE).

Startseite
ANZEIGE