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Handball: Frauen Landesliga

GW Nottuln startet gegen BSV Roxel

Nottuln

Am Sonntag beginnt für die Landesliga-Handballerinnen von GW Nottuln die Saison 2021/22 mit einem Heimspiel. Vor der Partie gegen den BSV Roxel stand GWN-Mannschaftsführerin Sabrina Welp Rede und Antwort.

Gibt inzwischen seit 27 Jahren alles für GW Nottuln: Sabrina Welp. Nottulns Mannschaftsführerin nennt ihr Team deshalb auch gerne „mein Baby“. Foto: Johannes Oetz

Für die Landesliga-Handballerinnen der DJK Grün-Weiß Nottuln beginnt am Sonntag (12. September) mit einem Heimspiel das Abenteuer Landesliga. Um 14 Uhr gibt der BSV Roxel seine Visitenkarte in der Sporthalle am Wellenfreibad ab. Vor der Partie sprach WN-Sportredakteur Johannes Oetz mit Nottulns Mannschaftsführerin Sabrina Welp. Seit zwölf Jahren ist die 32 Jahre alte Erzieherin Kapitänin der Grün-Weißen.

Hallo, Frau Welp. Ihre Mannschaft hat das Angebot des Verbands angenommen, in der Saison 2021/22 in der Landesliga anzutreten. Was erwarten Sie sich von der am Sonntag beginnenden Spielzeit?

Welp: Wir sind uns durchaus bewusst, dass uns eine schwere Saison bevorsteht und es nur um den Klassenerhalt geht. Mit Lea Kullmann (geborene Heiman, die Red.), Sarah Chowanietz und Maren Wietholt fallen drei wichtige Spielerinnen aus. Die drei sind schwanger. Durch die Verstärkung der Spielerinnen aus der ehemaligen zweiten Mannschaft kommen wir auf 13 Damen, wobei drei Spielerinnen aus verschiedenen Gründen nicht jedes Wochenende dabei sein können.

Wie berichtet, konnte bisher kein Trainer verpflichtet werden. Was ist denn hier Stand der Dinge?

Welp: Marina Rotermund und ich machen weiterhin das Training, aber es ist natürlich keine Dauerlösung. Immerhin machen es uns die Mädels leicht, denn sie versuchen immer alle, zum Training zu kommen und ziehen super mit. Die Stimmung bei uns ist außerdem überragend. Das konnte man sehr gut vor zwei Wochen beim Turnier in Haltern/Sythen sehen, nachdem wir beide Spiele gewonnen hatten. Anschließend haben sich die Mädels minutenlang gegenseitig applaudiert. So etwas ist bei uns noch nie passiert. Das war überragend.

Wie fanden Sie eigentlich das Angebot ihrer ehemaligen Trainerin Tine Hünteler-Hekman, dass sie sich bei Spielen so lange auf die Nottulner Bank setzen wolle, bis ein Nachfolger gefunden wird?

Welp: Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut. Allerdings haben wir im Mannschaftskreis in der Zwischenzeit noch einmal darüber diskutiert und kamen zu dem Entschluss, dass wir es zunächst einmal ohne Tine probieren wollen. Der Hauptgrund ist, dass wir inzwischen einiges im taktischen Bereich verändert haben. Da kann Tine ja gar nicht umfassend im Bilde sein. Deshalb coachen wir uns erst einmal selbst. Wir sind aber froh darüber, dass Tine uns im Notfall helfen wird.

Was haben Sie denn hauptsächlich verändert?

Welp: Neben einigen neuen Spielzügen spielt Sanja Nieborg bei uns ab sofort in der Mitte. Sie hat einen guten Überblick und verteilt die Bälle richtig klasse. Sie macht sich wirklich grandios auf dieser für sie noch neuen Position.

Gibt es weitere Spielerinnen, mit deren Entwicklung Sie momentan besonders zufrieden sind?

Welp: Allerdings. Anna Steinhoff und Kim Frie bereiten mir richtig viel Freude. Anna kam aus der Zweiten. Sie ist total ehrgeizig, wissbegierig und traut sich immer mehr zu. Kim wiederum übernimmt zunehmend Verantwortung und unterstützt mit großem Engagement die jüngeren Spielerinnen. Beide, Anna und Kim, sind außerdem bei jedem Training. Auf sie ist immer Verlass.

Am Sonntag heißt der erste Gegner also Roxel. Welche Erinnerungen haben Sie an den BSV?

Welp: Keine allzu guten. Das letzte Testspiel haben wir gegen Roxel klar verloren. Deshalb sind unsere Gäste, die übrigens von unserem ehemaligen A-Jugendcoach Andreas Helftewes trainiert werden, auch eindeutig Favorit in diesem Spiel. Aber vielleicht haben wir ja auch Glück und Roxel unterschätzt uns, weil wir ja auch keinen Trainer auf der Bank haben. Mal schauen. Ich kann jedenfalls versprechen, dass wir alles geben werden.

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