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Fußball: Kreispokal

GW Nottuln steht im Halbfinale

Darup/Nottuln

GW Nottuln steht dank eines 2:0-Erfolgs in Darup im Halbfinale des Kreispokals. Spielerisch war die Partie in der Borussen-Arena keine Offenbarung - das hatte aber auch niemand erwartet.

Von Johannes Oetz

Kalt war´s in Darup: Nottulns Jens Böckmann (l.) kam mit der Witterung gut zurecht. Und auch mit dem Untergrund: Er war einer der besten Grün-Weißen. Foto: Johannes Oetz

Fußball-Westfalenligist GW Nottuln wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Kreispokal-Viertelfinalspiel am Samstag bei A-Liga-Schlusslicht Borussia Darup mit 2:0 (0:0). Damit kommt es am 6. April für die Grün-Weißen im Halbfinale zum Aufeinandertreffen mit dem Landesligisten SV Eintracht Ahaus. Im Finale könnte es zu einer Wiederholung des diesjährigen Endspiels kommen, denn Oberligist Spielvereinigung Vreden setzte sich mit 1:0 beim SC Südlohn durch. Vorher müssen die Vredener im Halbfinale allerdings den Landesligisten TSG Dülmen ausschalten, der sich ebenfalls mit 1:0 bei Westfalia Osterwick durchsetzte. Doch gegen die TSG wird es schwer, Nottuln kann davon ein Lied singen . . .

Zurück nach Darup: Nach dem Abpfiff war Nottulns Trainer Roland Westers erzürnt. Das lag aber nicht am Auftritt seiner Mannschaft. „Es ist eine Frechheit, dass wir heute auf Asche spielen mussten. Der Rasenplatz war durchaus bespielbar“, schimpfte der Coach.

In den 93 vorangegangenen Minuten hatte er nämlich frierend eine Partie gesehen, in der sein stark ersatzgeschwächt angetretenes Team nicht ansatzweise seine Stärken ausspielen konnte. Schnelles Kurzpassspiel auf roter Erde? Fehlanzeige!

Wie man auf einem solchen Untergrund spielt, zeigten die Platzherren in den ersten sieben Minuten. Mit langen Bällen kamen sie dem Nottulner Tor gefährlich nahe, doch Torhüter Marius Kattenbeck spielte mit und klärte zweimal in höchster Not. Bei einer diesen Aktionen verletzte sich der Schnapper indes und musste mit einer Fußverletzung den Platz verlassen. Für ihn kam schon nach neun Minuten Marc Wenning-Künne.

Dieser verlebte fortan allerdings einen ruhigen Nachmittag, denn die Nottulner Hintermannschaft ließ jetzt keine Chancen der Borussen mehr zu. Auf der anderen Seite sorgte vor allem Georg Schrader auf der linken Seite für mächtig Alarm. Seine Flanken kamen punktgenau zu Oliver Leifken und Dickens Toka, die die Chancen allerdings nicht nutzen konnten. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff war Grün-Weiß sofort hellwach. Es waren erst drei Minuten gespielt, als Leifken im Anschluss an einen Schrader-Eckball mit dem Hinterkopf zum 0:1 traf. In der Folge hatten die Gäste alles im Griff, verpassten es lediglich, mit einem frühen zweiten Tor für eine Vorentscheidung zu sorgen. Leifken und Carlo Schürmann vergaben, ein reguläres Tor von Jens Böckmann wurde nicht gegeben. Angeblich hätte der Ball die Linie noch nicht vollständig überquert gehabt. Das sah sogar Darups starker Rückhalt André Bröcking anders: „Tja, der war wohl drin.“

Im Anschluss zeichnete sich der Schnapper noch einmal mit einer Glanzparade aus: Einen Leifken-Schuss wehrte er bravourös ab. In der Nachspielzeit war aber auch er gegen einen Schuss des eingewechselten Josse Gerick machtlos. Danach pfiff der Unparteiische gar nicht mehr an.

GWN: Kattenbeck (9. Wenning-Künne) – S. Schöne (65. Schürmann/90. Wilmsen), Toka, Wenning, Risau – Feldkamp, Böckmann – Schrader, Preckel (57. Gerick), van Deenen (77. Schultewolter) – Leifken – Tore: 0:1 Leifken (48.), 0:2 Gerick (90.+3)

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