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E-Sport: FIFA 21-Westmünsterland-Cup

GW Nottuln überzeugt an der Konsole

Nottuln

E-Sport, der sportliche Wettkampf mit Computerspielen, boomt. Das haben auch die Sportverbände gemerkt. Aus diesem Grund war jetzt der Fußballkreis Ahaus/Coesfeld Mitveranstalter des Westmünsterland-Cups. Die erste Auflage des Online-Fifa 21-Turniers, gewann GW Nottuln.

Johannes Oetz

Siegerehrung vor der Hauptstelle der Sparkasse Westmünsterland in Dülmen: Christian Messing, Lucas Rix und Paul Schwering (vorne, v.l.) vom Siegerteam Grün-Weiß Nottuln mit dem Kreisvorsitzenden Willy Westphal (hinten, l.) und Norbert Hypki (Mitglied des Vorstands der Sparkasse Westmünsterland). Foto: Johannes Oetz

Die Fußballer von GW Nottuln sind nicht nur auf dem Fußballplatz für viele Gegner in Westfalen ein richtig unangenehmer Gegner. Auch an der Spielekonsole lehren die Grün-Weißen den Gegnern im Bereich der Fußball-Computerspiele das Fürchten. Aus dem jetzt erstmals ausgetragenen Westmünsterland-Cup ging GWN daher als hochverdienter und souveräner Triumphator hervor. Im Siegerteam standen mit dem Billerbecker Christian Messing ein Kicker der Westfalenliga-Mannschaft sowie mit dem Coesfelder Lucas Rix und dem Nottulner Paul Schwering zwei U19-Akteure.

Bei der Siegerehrung vor der Hauptstelle der Sparkasse Westmünsterland in Dülmen erhielten die Nottulner Spieler aus den Händen von Norbert Hypki, Mitglied im Vorstand der Sparkasse Westmünsterland, einen glänzenden Pokal und zehn Fußbälle. „Wir freuen uns, Teil des Projekts zu sein und möchten uns bei allen teilnehmenden Mannschaften und Spielern sowie den beteiligten Projektpartnern für das stets faire Online-Vereinsturnier und die tollen Turniertage bedanken“, sagte Hypki.

Auch Christian Messing ergriff das Wort und bedankte sich für das sehr gut ausgerichtete Turnier und die schönen Preise: „Allerdings würden wir alle hier noch viel lieber bald wieder richtig Fußball spielen dürfen. Das fehlt uns sehr.“

Der Westmünsterland-Cup wurde gemeinsam vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW), dem FLVW-Kreis Ahaus/Coesfeld, dem Kreissportbund (KSB) Coesfeld, dem KSB Borken und der Sparkasse Westmünsterland als Online-FIFA 21-Turnier für Vereine aus dem Westmünsterland angeboten.

Insgesamt nahmen 15 Mannschaften an der ersten Auflage des Westmünsterland-Cups teil. Nachdem sich die Nottulner am ersten Spieltag in spannenden Matches mit vielen Toren und sehenswerten Szenen eine bestmögliche Ausgangslage erspielt hatten, fanden am zweiten Spieltag die finalen Platzierungsspiele statt.

Die Spieler von Grün-Weiß gingen durch eine souveräne Vorrunde als Favorit in diese Platzierungsspiele und wurden ihrer Favoritenstellung gerecht: In der Manier eines Spitzenklubs dominierten sie die Gegner ohne einen einzigen Punktverlust. Nottuln begeisterte mit attraktivem Offensivfußball und schoss seine Gegner teilweise deutlich aus dem Stadion. So konnten die Grün-Weißen am Finalwochenende gegen den FC Ottenstein mit 11:1 gewinnen. Auch die späteren Zweit- und Drittplatzierten des Turniers, VfL Billerbeck 1912 II und TSV Ahaus eSports I, die ebenfalls bis dahin eine reibungslose Runde ohne Punktverlust gespielt hatten, verloren mit 3:6 und 2:7 gegen die Nottulner.

„Die Billerbecker waren definitiv die stärksten Gegner. Sie hatten einen sehr guten Spieler in ihren Reihen. Paul hat gegen den nur unentschieden gespielt, aber Christian und ich haben ja zum Glück gewonnen“, berichtete Lucas Rix.

„Ich muss ja immer neutral sein, aber heute gebe ich zu, dass ich mich mit den Gewinnern besonders freue“, erklärte im Rahmen der Siegerehrung Willy Westphal. Und das hat einen Grund: Der Vorsitzende des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld wohnt zwar in Bösensell, gehört aber dem Verein GW Nottuln an. Zudem freute er sich, dass zwei Kreissportbünde gemeinsam dieses Event auf die Beine gestellt hatten.

Und Pierre Nobbe, FLVW-Assistent für Vereinsentwicklung, fügte noch hinzu: „Gerade in der aktuellen Situation haben wir mit dem Turnier eine tolle Möglichkeit für einen coronakonformen Wettkampf geschaffen, bei dem sich verschiedene Vereine als Team miteinander messen konnten.“

Abschließend waren sich alle Beteiligten einig: Der Westmünsterland-Cup war keine einmalige Sache und soll bald eine Neuauflage erfahren.

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