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Handball: Frauen Landesliga

Jörg Schüller von GW Nottuln: „Mannschaft hat Potenzial“

Nottuln

Jörg Schüller heißt der neue Trainer der Landesliga-Handballerinnen von GW Nottuln. Im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten erklärte er unter anderem seine Spielphilosophie und äußerte sich zur Qualität der Liga.

Von Klaus Schulte

Auf zu neuen Abenteuern: Jörg Schüller trainiert seit Anfang November die Landesliga-Frauen von GW Nottuln. Foto: Klaus Schulte

Jörg Schüller ist seit dem 4. November der neue Mann auf der lange verwaisten Kommandobrücke der Nottulner Landesliga-Handballerinnen. Schüller hat in der hiesigen Handballszene schon viel gesehen. Seit 2006 ist der 53-Jährige bei unterschiedlichen Vereinen als Trainer unterwegs. Zuletzt trainierte er das Bezirksliga-Damenteam des TV Borghorst, das sich aber nach zwei Spieltagen aufgrund personeller Probleme auflöste. Davor war er Trainer der zweiten Damenmannschaft des SC Falke Saerbeck. Die Landesliga kennt Schüller nur aus seiner Funktion als Schiedsrichter. Das wird sich jetzt ändern. Schüller...

zu den Zielen: „Die Mannschaft hat Potenzial“, frohlockt der Übungsleiter. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe.“

zum neuen Club: Schüller hat die Grün-Weißen als Schiedsrichter schon häufiger in Aktion gesehen. Als Trainer des SuS Neuenkirchen auch schon von der Bank aus. „Grün-Weiß Nottuln ist mir nicht unbekannt. Mit Betreuer Mika Peters habe ich schon früher Kontakt gehabt, doch dann hat Tine Hekman den Trainerposten übernommen“, verrät Schüller. „Allerdings habe ich mich anfangs gewundert, dass die Nottulner den Aufstieg in die Landesliga am grünen Tisch wahrgenommen haben. Ich konnte ja nicht wissen, dass die Mannschaft diese Saison als Lehrjahr betrachtet.“

zur Liga: Die Landesliga ist Neuland für Jörg Schüller. „Ich kenne sie lediglich aus Sicht des Schiedsrichters. Trainiert habe ich in dieser Spielklasse noch nicht“, verrät er lachend. Aber darauf kommt es ihm auch nicht an. „Wir wollen als Mannschaft zusammenwachsen und uns stetig verbessern.“

zur Qualität der Liga: Schüller sieht einen Abwärtstrend: „Die Qualität war früher höher. Die Tatsache, dass viele Vereine per Wildcard aufgestiegen sind, war nicht gerade förderlich. Corona hat sein Übriges dazugetan, dass so manche Spielerin sich umorientiert hat. Viele Vereine haben Probleme. Das habe ich am eigenen Leib erfahren.“

zur Spielphilosophie: „Ich bin einer, der die offensive Deckung bevorzugt. Ball erobern und dann Tempo, Tempo, Tempo. Ich gewinne lieber 31:30 statt 9:8. Um das alles in die Tat umsetzen zu können, werden wir viel laufen und trainieren müssen“, bezieht Schüller Position.

zum Kader: „Mit nur 12 Spielerinnen ist unser Kader leider sehr klein“, sieht Schüller hier ein großes Problem. „Allerdings steckt in der Mannschaft viel Potenzial. Mit der Mehrheit der Mannschaften der Liga befinden wir uns spielerisch auf Augenhöhe.“

zum kommenden Spiel: Am Sonntag ist um 14 Uhr der ungeschlagene Spitzenreiter SC Westfalia Kinderhaus 2 in der Sporthalle am Wellenbad zu Gast. „Die Münsteranerinnen haben ihre Mannschaft aus der Oberliga abgemeldet und laufen nun in der Landesliga auf“, gibt sich Schüller keinen Illusionen hin. „Allein sechs Spielerinnen aus der Oberliga sind noch dabei“, weiß er. „Kinderhaus kommt mit viel Tempo und ist in der Deckung nicht zimperlich. Ich bin gespannt, wie meine Mannschaft mit dieser körperbetonten Spielweise zurechtkommt.“ Selbst einer hohen Anzahl an Gegentore könnte Schüller Gutes abgewinnen: „40 Gegentore bedeuten 40 Mal schnelle Mitte“, sagt er lachend.

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