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Fußball: Westfalenliga

Kemmann geht bei GW Nottuln, Hunnewinkel kommt

Nottuln

Beim Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln gibt es in der Saison 2021/22 eine Veränderung auf der Torhüter-Position. Marvin Kemmann wird den Verein verlassen. Für ihn verpflichtete GWN Christoph Hunnewinkel, der noch für den Landesligisten BSV Roxel kickt.

Johannes Oetz

Macht im Strafraum keine Gefangenen: Christoph Hunnewinkel. Der 30-Jährige schließt sich im Sommer GW Nottuln an. Foto: Peter Leßmann

Gespannt warten viele im Umfeld des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln darauf, wer bei den Grün-Weißen in der kommenden Saison wohl Dirk Nottebaum als Co-Trainer ablösen wird. Doch Nottebaum, in der Spielzeit 2021/22 bekanntlich Teammanager beim Stiftsdorf-Klub, konnte am Dienstag noch nicht mit einem Namen dienen. Dafür aber bestätigte er eine Veränderung im Spielerkader.

„Im Sommer wird uns leider Marvin Kemmann verlassen. Das bedauere ich wirklich sehr, denn wir werden ihn auch als Mensch vermissen“, sagte Nottebaum auf WN-Anfrage. Der 23-Jährige hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Der Aufwand für die Westfalenliga ist mir im Moment zu hoch. Ich bin mir auch noch nicht sicher, was ich genau machen möchte. Einen neuen Verein habe ich jedenfalls noch nicht“, so der Torwart, der am 1. Juli 2018 vom VfL Senden zu den Nottulnern gewechselt war.

Nottebaum hatte schon befürchtet, dass Kemmann gehen könnte und rechtzeitig seine Fühler nach Ersatz ausgestreckt. Und er wurde fündig: Vom aktuellen Tabellensechsten der Landesliga 4, BSV Roxel, wechselt Stammtorhüter Christoph Hunnewinkel zu den Grün-Weißen.

„Christoph bringt alle Eigenschaften mit, die einen guten Torhüter auszeichnen. Wichtig ist für uns aber immer, dass er auch menschlich zur Truppe passt. Und das Gefühl habe ich auf jeden Fall“, sagte Nottebaum, der sich schon jetzt auf den Kampf um das Trikot mit der Nummer 1 freut: „Mit Malte hat er einen starken Gegner. Aber auch Mario Dening möchte gerne zwischen die Pfosten. Das wird interessant.“

Hunnewinkel spielt in Roxel noch mit den ehemaligen Nottulnern Jonas Goßling, Adenis Krasniqi und Dennis Bäumer zusammen. „Sie haben wir alle nur Positives über GW Nottuln erzählt. Auch Georg Schrader ist vom Verein sehr angetan. Mit ihm habe ich ja beim SC Münster 08 zusammengespielt“, erzählt der gebürtige Hiltruper, der mit seiner Lebensgefährtin immer noch im Stadtteil von Münster lebt und im Juli das erste Kind erwarten.

Vor seiner Zeit bei den Kickern vom Kanal spielte er auch schon für Borussia Münster und gab ein kurzes Intermezzo beim 1. FC Gievenbeck II. Zwischenzeitlich kam er für die Hammer Spielvereinigung und Westfalia Rhynern auch zu 53 Einsätzen in der Oberliga Westfalen. „In Rhynern habe ich mir damals einen Meniskusriss zugezogen. Danach verständigten wir uns auf eine Vertragsauflösung“, erinnert sich der Keeper, der jetzt aber wieder fit und ehrgeizig wie eh und je ist: „Ich rede viel mit meinen Vorderleuten und will jedes Spiel gewinnen, auch im Training. Und ich möchte immer zu Null spielen“, beschreibt sich der Schlussmann und fügt hinzu: „Ich weiß um den Zweikampf um die Nummer 1 mit Malte Wilmsen. Diese Situation kenne ich aus Roxel. Da habe ich auch mit Daniel Neuhaus um den Stammplatz gekämpft“, erzählt Hunnewinkel, dessen Bruder Steffen (25) beim BSV im Mittelfeld spielt. Übrigens: Er hat sich gegen Neuhaus durchgesetzt.

Für Nottebaum ist der anstehende Zweikampf kein Problem: „Durch Reibung wird Wärme erzeugt. Ich sehe das nur positiv.“

Mit den Spielergesprächen des aktuellen Kaders ist der künftige Teammanager inzwischen durch. Lediglich Pascal Gerdes und Marvin Kemmann werden sich verändern. Clemens Donner nimmt aufgrund der bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes vorerst einen Stand-by-Status ein.

„Jetzt werden wir uns noch intensiver mit der Co-Trainer-Stelle befassen. Wir haben inzwischen einige Kandidaten kennengelernt. Es könnte sein, dass wir in naher Zukunft meinen Nachfolger präsentieren können“, erklärte Nottebaum.

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