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Fußball: Corona-Situation im Kreis Coesfeld

Kreisvorsitzender Willy Westphal glaubt nicht an Unterbrechung

Baumberge

Die Corona-Infektionszahlen steigen und steigen. Dennoch gibt sich Kreisvorsitzender Willy Westphal optimistisch, dass die Fußballer in dieser Spielzeit ihre Punktspielrunde regulär beenden können.

Gibt sich in diesen trüben November-Tagen optimistisch: der Bösenseller Willy Westphal. Foto: Johannes Oetz

Vor genau einem Jahr ruhte der Spielbetrieb im Fußball bereits, was letztlich zur Annullierung der Saison 2020/21 führte. Aktuell wird nahezu ohne Einschränkungen gekickt, obwohl die Corona-Infektionszahlen täglich einen neuen Höchststand erreichen. Über die Situation und mögliche Auswirkungen sprach unser Redaktionsmitglied Frank Wittenberg mit Willy Westphal, Vorsitzender des FLVW-Kreises Ahaus/Coesfeld.

Herr Westphal, wie groß ist die Sorge, wenn Sie auf die steigenden Corona-Zahlen blicken?

Westphal: Natürlich beunruhigt mich das, aber das ist auch nur ein Gefühl, denn wir können nur spekulieren. Letztlich müssen wir wie immer darauf schauen, was die Landesregierung für Vorgaben macht. Im Fußballverband ist es zurzeit aber sehr ruhig. Ich gehe nicht davon aus, dass es da aktuell Einschnitte gibt.

Weil der Fußball bislang nicht als Infektionstreiber aufgefallen ist?

Westphal: Bisher ist in der Tat sehr wenig passiert. Trotz der vielen Mannschaften in unserem großen Fußballkreis hatten wir bisher kaum Fälle, in denen Spiele wegen Corona-Infektionen innerhalb des Teams verlegt werden mussten. Ich hoffe natürlich, dass die verhältnismäßig niedrige Inzidenz gerade im Kreis Coesfeld dazu führt, dass alles im Griff bleibt.

Wie könnten eventuelle Verschärfungen denn aussehen?

Westphal: Wir setzen mit Unterstützung unserer Vereine bereits auf die 3G-Regel. Die Frage könnte natürlich aufkommen, was mit den Zuschauern ist. Aber Geisterspiele wie in den Niederlanden kann ich mir auf unserer Ebene beim besten Willen nicht vorstellen. Unter freiem Himmel und mit den Besucherzahlen, die wir bei Spielen in unserer Region haben, stehen wir nicht im Fokus.

Häufen sich bei Ihnen die Anfragen, wie mit der Situation umzugehen ist?

Westphal: Bisher nicht. Die Vereine arbeiten weiter dafür, dass alles klappt. Und sie wollen den Betrieb auch erhalten. Wir haben zum Beispiel für Freitag den Ehrenamtstag in Legden geplant, der nach zwei Jahren Pause wieder durchgeführtwerden soll. Wir haben dazu sehr gute Rückmeldungen aus den Clubs bekommen. Wir wollen jetzt noch entscheiden, ob wir für die Veranstaltung 2G plus einführen, also geimpft oder genesen sowie zusätzlich getestet. Einer solchen Regel würden sich auch die Vereine stellen, denn alle sind daran interessiert, dass unser Betrieb auch im Sinne der vielen Sportler weiterläuft.

Und wenn doch die Spiele ausgesetzt werden müssten, droht dann die nächste Nullrunde in allen Ligen?

Westphal: Wir haben in unseren Planungen noch Luft genug. Sollten vor Weihnachten Spieltage abgesetzt werden müssen, könnten wir sie im nächsten Frühjahr noch unterbringen. Auch hinten heraus bleibt noch Zeit. Zur Not wären unsere Vereine sicherlich auch bereit, mal Spieltage während der Woche auszutragen.

Sie bleiben also weiter gelassen?

Westphal: Ja, auch wenn wir natürlich immer auf die politischen Vorgaben blicken müssen. Aber ich glaube nicht an eine Unterbrechung unserer Fußballsaison.

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