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Fußball: Kreispokal

Malte Wilmsen von GW Nottuln ist der Pressing-Dirigent

Nottuln

Malte Wilmsen ist Torhüter, ein Vollblut-Schnapper sogar. Im Pokalspiel gegen Darup wurde er indes im Sturm eingewechselt. Wie es dazu kommen konnte, erzählt der Nottulner im WN-Interview.

Schlussmann Malte Wilmsen war nur wenige Minuten auf dem Platz, gab seinen Mitspielern in der Offensive aber direkt lautstark Anweisungen. Foto: Johannes Oetz

Es war die 90. Spielminute der Pokal-Partie zwischen Borussia Darup und GW Nottuln, als Nottulns Trainer Roland Westers bei einer knappen 1:0-Führung seinen Torhüter Malte Wilmsen einwechselte. Der 26 Jahre alte Keeper, der in Münster BWL studiert, kam aber nicht für Torwart Marc Wenning-Künne, sondern für Offensivspieler Carlo Schürmann. Nach der Begegnung, die Nottuln mit 2:0 gewann, sprach WN-Sportredakteur Johannes Oetz mit dem Schlussmann.

Hallo, Herr Wilmsen. Wann haben Sie das letzte Mal im Feld gespielt?

Wilmsen: Das muss in der E-Jugend gewesen sein.

Wieso wurden Sie auf der ungewohnten Position eingewechselt?

Wilmsen: Na ja, es fehlten halt sehr viele Leute, unsere Bank war nicht gerade voll.

Hatte der Trainer Ihnen eine taktische Anweisung mit auf den Weg gegeben?

Wilmsen: Natürlich, ich sollte möglichst weit weg von unserem eigenen Tor bleiben (lacht). Nein, ich wurde ja offensiv eingewechselt und sollte in den letzten Minuten anlaufen, was anzulaufen war. Mit der Einwechslung wollte der Trainer natürlich auch Zeit von der Uhr nehmen, wir führten zu diesem Zeitpunkt ja nur mit 1:0.

Ursprünglich wollten Sie ja in diesen Wochen gar nicht mehr in Nottuln sein, oder?

Wilmsen: Ja, das stimmt. Ich hatte mich noch einmal für ein Auslandssemester beworben. Leider war die Nachfrage nach Lissabon und Ljubljana allerdings sehr groß, sodass ich hier geblieben bin.

Damit hatte die erste Mannschaft auf einmal drei Torhüter.

Wilmsen: Ja, das ist richtig und ich bin froh, dass ich wieder Teil der Mannschaft sein darf. Wir Torhüter verstehen uns sehr gut. Marius (Kattenbeck, die Red.) hat sich jetzt leider in Darup verletzt. Ich drücke ihm die Daumen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist. Vor allem sind wir nämlich Freunde.

Der Sieg in Darup war eine schwere Geburt...

Wilmsen: Kann man so sagen. Es war aber schon vorher klar, dass es keine Galavorstellung geben würde. Man muss aber auch ganz klar anerkennen, dass die Daruper es auf ihrem Ascheplatz sehr gut gemacht haben.

Jetzt kommt es im Halbfinale zum Spiel gegen Ahaus. Dann könnte schon wieder Vreden im Endspiel warten. Ist das Finale das Ziel der Mannschaft?

Wilmsen: Aber selbstverständlich. Wir haben im Sommer Blut geleckt, als wir in Gronau Vreden besiegt haben. Das war ein toller Tag. Gerade weil es bei uns in der Meisterschaft zuletzt nicht so gut gelaufen ist, wäre ein erneuter Einzug ins Finale eine feine Sache.

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