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Fußball: Kreisliga A

Mario Popp verlässt GW Nottuln

Nottuln

Auf eigenen Wunsch wird Mario Popp, Trainer der zweiten Fußballmannschaft von GW Nottuln, den Verein im Sommer verlassen.

Von Johannes Oetz

Es ist Herbst. Viele Trainer denken in dieser Jahreszeit über ihre Zukunft nach. Auch Mario Popp, der Nottuln verlassen wird. Foto: Johannes Oetz

Seit etwa einem Monat ist das Trainerkarussell bei den Fußballmannschaften in Westfalen wieder in Bewegung gekommen. Jetzt meldet sich auch GW Nottuln: Nach drei Jahren wird Mario Popp im Sommer sein Amt als Übungsleiter bei der Zweiten abgeben. Die Nachfolgesuche für die A-Liga-Truppe der Grün-Weißen ist damit eröffnet.

„Wir können Marios Entscheidung nachvollziehen, bedauern seinen Schritt aber sehr. Wir verlieren einen engagierten, hervorragend vernetzten und ambitionierten Trainer“, erklärt Dirk Nottebaum, der neben seiner Tätigkeit als Co-Trainer und Teammanager der Erstvertretung auch Sportlicher Leiter bei den Nottulnern ist.

Popp hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Ich bin mit dem Verein absolut grün, sogar grün-weiß“, lacht der 37 Jahre alte Sozialarbeiter. In den vergangenen Monaten habe er allerdings zunehmend gemerkt, dass seine Mannschaft wohl einen neuen Impuls brauche. „Wir hatten durch die beiden Saisonabbrüche wegen Corona nicht so ganz einfache Zeiten. Da hat sich leider auch gezeigt, dass ich halt nicht in Nottuln wohne. Dadurch habe ich phasenweise den Kontakt zu den Spielern verloren“, gibt der Coach Einblick in sein Seelenleben.

Der Familienvater lebt in Asbeck – einfache Fahrt zum Training 25 Kilometer. Das bedeute auch schon immer einen großen Aufwand, sagt Popp. Da er nun zum 1. Dezember auch eine neue Stelle antreten werde, habe er gemeinsam mit seiner Frau die Entscheidung gefällt.

Einen neuen Verein, so der Übungsleiter, der vor dem Engagement bei GW Nottuln unter anderem Damenmannschaften bei der SG Coesfeld 06 und dem VfL Billerbeck trainierte, habe er nicht. „Es gab zwar schon zwei Anfragen, aber aktiv suche ich nichts. Vielleicht gehe ich ab Sommer auch mit meinem dann dreieinhalb Jahre alten Sohn zum Sport. Aber nur zum Fußball! Zum Ballett muss dann schon meine Frau mit“, sagt der Trainer und grinst.

Die Verantwortlichen von GW Nottuln wollen Popps Entscheidung nun auch zum Anlass nehmen, um einmal generell über die Ausrichtung der zweiten Mannschaft zu diskutieren. Nottebaum: „Das ist auf der einen Seite eine homogene Mannschaft mit einem sehr guten Teamgeist. Auf der anderen Seite ist es aber vom Alter der Spieler her auch keine richtige U23. Es gibt zudem immer wieder die Herausforderung, nachrückende junge Spieler zu integrieren, die die Mannschaft auch als Sprungbrett sehen. Ich denke, wir haben da eine Identitätskrise. Darüber müssen wir uns unterhalten.“

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