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Handball: Frauen Landesliga

Nach dem Wechsel geht GW Nottuln die Luft aus

Nottuln

Als Neuling in der Handball-Landesliga der Damen unterlag GW Nottuln im Auftaktspiel dem höher einzuschätzenden BSV Roxel mit 15:22 (9:10).

Von Klaus Schulte

Machte vor allem in der ersten Halbzeit ein starkes Spiel: Sanja Nieborg. Foto: Klaus Schulte

Insgesamt zogen die Grün-Weißen dennoch ein zufriedenes Fazit. Vor allem in der ersten Hälfte hatten die Nottulnerinnen dem Gast aus der Provinzialhauptstadt alles abverlangt.

Obwohl noch nicht mit einem verantwortlichen Coach auf der Bank, gingen die Gastgeberinnen mit großem Elan in die Begegnung. Mit einstudierten Spielzügen brachten sie die Gegnerinnen in so manche Verlegenheit und hielten das Spiel bis zur Pause offen (9:10).

Vor allem Sanja Nieborg und Marina Rotermund machten ordentlich Dampf. „Wir sind überrascht worden und haben zunächst in der Deckung große Probleme gehabt“, attestierte Gäste-Trainer Andreas Helftewes den Grün-Weißen eine gute Spielanlage.

Nach der Pause änderte sich das Bild allerdings, als es den Münsteranerinnen gelang, die GWN-Achse Marina Rotermund und Sabrina Welp auszuschalten. Von da an war Sand im Getriebe, zumal den Grün-Weißen aufgrund fehlender Spielideen und nachlassender Konzentration mehr und mehr die Luft ausging. Der Mannschaft des Gastgebers war die Motivation nicht abzusprechen, doch mit Einzelaktionen war der nun besser zupackenden Gäste-Abwehr nicht beizukommen.

Im Gegenteil: Immer wieder rannten sich die Grün-Weißen fest und wurden bei drohendem Zeitspiel zu riskanten Würfen gezwungen. Diese wurden eine sichere Beute der mehr und mehr über sich hinauswachsenden Gäste-Torhüterin Anne Hesse. Die BSV-Konter über die erste und zweite Welle wurden so zum Bumerang. Und ehe sich die Grün-Weißen versahen, lagen sie mit fünf Toren im Hintertreffen (10:15). Nur einmal konnten die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeberinnen bis auf zwei Treffer herankommen (13:15), doch dann setzten die Gäste ihre Überlegenheit im Rückraum in Tore um.

„Alle waren vor dem Spiel sehr nervös. Das war unser erstes Spiel über 60 Minuten seit dem Lockdown, insofern haben wir uns ordentlich verkauft“, zeigte sich Mannschaftskapitänin Sabrina Welp keineswegs enttäuscht. „Leider konnten wir diesbezüglich keine Gegner in der Vorbereitungszeit bekommen“, pflichtete ihr der Mannschaftsbetreuer Mika Peters bei. „Auch das beste Training kann keine Vorbereitungsspiele ersetzen. Man sieht deutlich, woran es der Mannschaft noch fehlt.“ Aber auch ohne Trainer zeigten die Grün-Weißen mannschaftliche Geschlossenheit. Im Time-Out diskutierten alle mit, wenngleich Sabrina Welp das letzte Wort hatte. „Das hat ganz gut funktioniert, aber es ist besser, wenn von außen jemand drauf guckt“, wünscht sich die Mannschaftsführerin hier bald kompetente Abhilfe.

GWN-Tore: Marina Rotermund (5/2), Sanja Nieborg (4), Sabrina Welp (2), Anne Bröcking (1), Meike Eckhard (1), Maxima Faltmann (1), Kim Frie (1).

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