Leichtathletik: Förderverein geplant

Neue Struktur entlastet die Trainer bei GW Nottuln

Nottuln

Die Leichtathleten von GW Nottuln hocken in den Startlöchern. Und das nicht nur im Blick auf das Sportliche, sondern auch auf das, was die Organisation der Leichtathletik angeht.

Thomas Austermann

2004 gab es den ersten Stiftslauf in Nottuln. Er wurde zum Renner und soll heuer in abgespeckter Form stattfinden. Foto: Johannes Oetz

Leichtathleten hocken, wenn sie denn zur Sprinterfraktion zählen, vor dem Start nur für kurze Zeit ungeduldig in den Startblöcken. Mangels Startschuss aber zwingen sich Aktive aller Disziplinen seit geraumer Zeit zum Verharren, so sehr solches Verhalten auch ihrem Streben zuwiderläuft. Stefan Bolz, Abteilungsleiter bei GW Nottuln, scharrt auch längst mit den Hufen. Und darf eben nicht loslegen mit dem von ihm und den Mitstreitern Peter Löffert, Markus Wrobel und Gerd Voigt ausgetüftelten Plan eines Fördervereins.

Der Plan ist inzwischen viel mehr als eine Planung. „Wir haben lange gesucht, aber wir waren erfolgreich“, sagte Bolz zur Identifizierung von drei Personen, die den Kreis führen wollen. „Personell und strukturell steht alles – darüber bin ich sehr glücklich.“ Die erforderliche Gründungsversammlung könnte mit viel Umstand als Onlinetreffen vonstattengehen, aber davon hält Bolz wenig. „Allein schon, um unsere Wertschätzung gegenüber den Kandidaten ausdrücken zu können, soll es unbedingt eine Präsenzveranstaltung werden. Wenn uns das möglich gemacht wird.“ Derjenige, der den Förderverein führen kann und soll, kommt selbst aus der Leichtathletik.

Förderverein vor der Gründung

Es gibt gute Gründe, einen solchen zusätzlichen Verein pro Leichtathletik ins Leben zu rufen. „Wir haben unsere Mitgliederzahl in 2020 und im laufenden Jahr sogar erhöhen können“, rechnet Bolz Zahlen zusammen, die gegen den andernorts um sich greifenden Trend ausfallen. 100 Mitglieder sind derzeit gelistet bei GWN, sechs Trainingsgruppen mit versierten Trainerinnen und Trainern besetzt.

„Und diese Gruppe hat genug zu tun mit dem Sport.“ Bisher kümmerten sich die die Übungen leitenden Fachleute auch noch um den gesamten organisatorischen Betrieb. „Wir wollen die Trainer künftig da heraushalten. Es wird eine Struktur um den Sport herum geschaffen. Anders geht es inzwischen nicht mehr.“ Die Ehrenamtlichen doppelt und dreifach zu fordern, führe nur zu Frust und nicht zum Funktionieren.

Stiftslauf vielleicht im Frühherbst

Der Förderkreis wird das Votum bekommen, die grün-weiße Leichtathletik organisatorisch und finanziell zu unterstützen. „Es geht um Sponsorensuche, um Öffentlichkeitsaktionen, um neue Mitglieder“, zählt Bolz auf. Der just am 8. Mai ausgefallene Stiftslauf, dessen Austragung schon 2020 den pandemiebedingten Einschränkungen zum Opfer gefallen war, wäre auch ein Betätigungsfeld des Förderkreises. Mit dem Catering während des Spektakels lässt sich das Geld einnehmen, das im Jahr darauf die Kosten decken kann.

Bolz und die Abteilung geben die Hoffnung nicht auf, einen deutlich abgespeckten Stiftslauf im Frühherbst im Rahmen einer vonseiten der Gemeinde organisierten Veranstaltung anzubieten. Die Idee ist aber wirklich noch mit dem Stempel „Planung“ versehen.

Startseite