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Fußball: Kreispokal

Nottuln möchte in Darup zurück in die Erfolgsspur

Nottuln

Am Samstag tritt Westfalenligist GW Nottuln zu seinem Viertelfinalspiel im Kreispokal an. Schön ist, dass die Reise zum Ortsnachbarn Borussia Darup führt. Weniger schön: Die Partie wird auf dem Ascheplatz ausgetragen

Henning Klaus (am Ball) musste das Training abbrechen. Ob der Mittelfeldspieler in Darup dabei sein kann, ist fraglich. Foto: Johannes Oetz

„Wir kennen das, dem Gegner wird es wohl nicht so schmecken“, sagt Jan Kersen, Trainer des A-Ligisten Borussia Darup, vor dem Pokalspiel am Samstag (19. November) gegen den Westfalenligisten GW Nottuln. Um 14 Uhr treten die Grün-Weißen auf dem nicht gerade beliebten Untergrund in der Borussen-Arena am Südfeldweg an.

Dirk Nottebaum, Co-Trainer des Westfalenligisten, denkt nicht, dass die rote Erde ein Problem für seine Mannschaft darstellen wird: „Wir haben darüber kurz gesprochen. Damit ist es kein Thema mehr.“

Nottebaum selbst freut sich sehr auf das Aufeinandertreffen: „In einem Ortsderby ist ja immer eine Menge los. Ich persönlich finde solche Pokalspiele richtig gut.“ Die Ausgangslage ist glasklar: Die Grün-Weißen sind turmhoher Favorit und wollen dies auch zeigen. „Wir wollen seriös und gut auftreten. Dass wir Favorit sind, kennen wir ja aus den Spielen in Ellewick, Epe und Billerbeck. Fakt ist aber natürlich auch, dass es für uns weniger zu gewinnen gibt als für Gastgeber Borussia Darup.“

Die GWN-Kicker haben allerdings auch Ambitionen: „Wir sind Pokalverteidiger. Das Endspiel im Sommer gegen Vreden war ein tolles Erlebnis. Es wäre natürlich schön, wenn wir noch einmal das Finale erreichen könnten“, so Nottulns Co-Trainer. Für das Selbstvertrauen der Grün-Weißen wäre es nach zwei verlorenen Begegnungen in der Meisterschaft ohnehin wichtig, mit einem guten Auftritt wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Die Liste der Ausfälle wird bei GWN aber fast schon täglich länger: Neben den Langzeitverletzten André Kreuz, Peter Stüve und Finn Köhler fallen gegen Darup auch der angeschlagene Fabian Schöne und der erkrankte Christian Messing aus. Semih Daglar ist zudem privat verhindert. Henning Klaus musste am Donnerstag das Training abbrechen, sein Einsatz ist daher fraglich. Dafür kehrt Oliver Leifken in den Kader zurück. Aus der U 19 wird Lukas Höing zur Ersten hochgezogen. „Das ist ein super Junge, an dem der Verein noch viel Freude haben wird“, prophezeit Nottebaum, der trotz der Ausfälle auf „16 bereitwillige Spieler“ kommt, die das Halbfinale am 6. April erreichen wollen. Dort würde auf den Westfalenliga-Sechsten der SV Eintracht Ahaus warten. Der Tabellenvierte der Landesliga setzte sich bereits am Mittwoch mit 3:0 beim ASC Schöppingen durch.

Doch ins Halbfinale würden natürlich auch gerne die Daruper einziehen, die aber um ihre Außenseiterrolle wissen. „Wir wollen uns auf keinen Fall abschießen lassen“, betont der Trainer, der die Begegnung gegen Grün-Weiß ein Stück weit als zweischneidiges Schwert ansieht: Natürlich wollen sie sich so gut wie möglich präsentieren, aber der Fokus muss zwangsläufig auf der Meisterschaft liegen, wo die Borussen versuchen wollen, bis Weihnachten noch die rote Laterne an die Konkurrenz weiterzugeben. „Deswegen sollte sich möglichst niemand verletzen.“

Kersen möchte daher das Pokalduell auch dafür nutzen, ein paar Kandidaten Spielpraxis zu geben, die aus einer Verletzung kommen und sich wieder herangearbeitet haben. „Eine Trainingseinheit auf hohem Niveau“, erwartet er. „Vielleicht können wir die Nottulner aber auch ärgern.“

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