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Bogensport: Schapdettenerin wird Deutsche Vizemeisterin

Nur ein Ring fehlt für DM-Titel

Schapdetten

Nach Gold bei Bezirks- und Landesmeisterschaften folgte nun mit der Silbermedaille der Vizemeistertitel für Anke Rüschhoff-Nadermann bei der Deutschen Meisterschaft der Bogenschützen. In der Damen-Masterklasse Recurve musste sich die Schapdettenerin ganz knapp mit nur einem Ring Rückstand geschlagen geben.

Die besten Drei in der Damen-Masterklasse Recurve (v.l.n.r.): Anke Rüschhoff-Nadermann (Silber), Angelika Promberg (Gold) und Astrid Lott (Silber). Foto: privat

Erfolgsserie fortgesetzt – nach Gold bei Bezirks- und Landesmeisterschaften folgte nun mit der Silbermedaille der Vizemeistertitel für Anke Rüschhoff-Nadermann bei der Deutschen Meisterschaft der Bogenschützen in der Halle.

Am Wochenende traten in der Bundeshauptstadt Berlin über 500 Sportler aus allen Altersklassen an, den Meister in ihren Klassen zu küren. In der Damen-Masterklasse Recurve musste sich Rüschhoff-Nadermann von Fortuna Schapdetten ganz knapp mit nur einem Ring Rückstand Angelika Promberger aus Bayern geschlagen geben. Promberger erzielte 547 von 600 möglichen Ringen, Rüschhoff-Nadermann 546. Die Bronzemedaille ging mit 542 Ringen an Astrid Lott aus Hamburg.

Spannender hätte dieser Wettkampf nicht ablaufen können. Rüschhoff-Nadermann lag nach den ersten zwölf Pfeilen noch auf Platz zehn. Nach weiteren zwölf Pfeilen war die Schapdettenerin schon auf Rang fünf geklettert. Zur Wettkampfpause nach 30 Pfeilen lag sie auf Bronzekurs.

In der zweiten Wettkampfhälfte hatte sie schon Silber sicher, stand sogar kurzzeitig mit drei Ringen Abstand in Führung. In der vorletzten Passe – drei Pfeile – ließ die Konzentration kurzzeitig nach. Rüschhoff-Nadermann erzielte mit drei Mal acht Ringen 24 Punkte. Die beiden Führenden bogen punktgleich in die Schlussrunde ein.

Die letzten drei Pfeile mussten die Entscheidung bringen. Die Schapdettenerin hatte wieder aufgetankt und erzielte 29 Ringe. Promberger schoss mit 30 Ringen aber eine perfekte Passe und sicherte sich die Goldmedaille und den deutschen Meistertitel.

Für Rüschhoff-Nadermann war der zweite Rang dennoch ein besonderer Erfolg. Sie hatte sich 2020 erstmalig für die Deutsche Meisterschaft in der Halle qualifiziert. Diese wurde aber nur wenige Tage vor Beginn durch den Ausbruch der Corona-Pandemie abgesagt. 2021 fand keine Hallenmeisterschaft statt. Daher war es eine ganz besondere Leistung, bei der ersten Teilnahme am nationalen Wettbewerb in der Halle den Vize-Meistertitel zu erreichen.

Auch der Vereinsvorstand von Fortuna freute sich über das erste deutsche Edelmetall eines Schapdettener Bogensportlers und gratulierte per Kurznachricht in die Berliner Sporthalle. Ist es doch die erste Platzierung unter den ersten Dreien eines nationalen Wettbewerbs in der Vereinsgeschichte.

Für den westfälischen Landesverband WSB waren insgesamt 50 Bogensportler in Berlin angetreten. Neben dem Silbererfolg von Anke Rüschhoff-Nadermann durften sich über Edelmetall freuen:

Damenklasse: Rabea Moschner (Gold, Soest)

Herren Masterklasse: Thomas Bengfort (Gold, Stadtlohn), Markus Schüttler (Silber, Schmallenberg)

Jugend weiblich: Paulina Middendorf (Gold, Hamm)

Compound-Bogen Jugend: Falk Willemsen (Silber, Dörentrup-Bega).

Im April steht für die Bogensportler von Fortuna Schapdetten der Wechsel von der Sporthalle auf das Außengelände an. Anke Rüschhoff-Nadermann startet bald in die Vorbereitungen für die Outdoor-Saison. Dort müssen die Pfeile in der Masterklasse auf eine Entfernung von 60 Metern in eine zwölf Zentimeter durchmessende Zehn präzise dirigiert werden. Die Hallendistanz beträgt zwar nur 18 Meter. Das wird durch eine nur vier Zentimeter große Zehn mehr als ausgeglichen.

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