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Fußball: Westfalenliga

Patzer kosten GW Nottuln Punkte gegen Espelkamp

Nottuln

Aller schlechten Dinge sind drei... Nach einer Führung zur Halbzeitpause leisteten sich die Spieler von GW Nottuln einen Fauxpas nach dem anderen – und besiegten sich gegen Preußen Espelkamp damit selber.

Von Christian Besse

Oliver Leifken, hier im Duell mit Preußen-Spieler Deljar Omar, blieb in der Offensive an diesem Nachmittag glücklos. Foto: Christian Besse

„So angesäuert war ich nach einem Spiel in Nottuln noch nie.“ Trainer Roland Westers hatte am späten Sonntagnachmittag Mühe, die am Ende klare 1:3 (1:0)-Niederlage der Nottulner Fußballer zu verdauen. Denn der Westfalenligist war nicht etwa am Gegner Preußen Espelkamp gescheitert, sondern an sich selbst. „Wir waren ganz schlecht in der zweiten Halbzeit“, so Westers‘ ungeschminkter Befund. Den drei Gegentreffern seien „dicke individuelle Böcke“ vorausgegangen.

Dabei hatte es zur Pause noch recht gut ausgesehen für die Gastgeber. Zwar hatten sie bis dahin zähes Fleisch zu kauen gehabt. Die schon an der Mittellinie verteidigenden Preußen ließen die Grün-Weißen kaum einmal in den Strafraum kommen. Diese versuchten es oft mit langen Bällen auf Oliver Leifken, die aber meistens zu steil waren. Die erste Chance hatte Josse Gerick, dessen Volleyschuss aus der Distanz knapp am Gästetor vorbeiging (16.). In der 39. Minute versuchte es Daniel Feldkamp. Seinen Flachschuss konnte Espelkamps Keeper Nino vom Hofe abwehren, doch hatte der frei in der Nähe stehende Dickens Toka keine Mühe, den Ball zur Nottulner Führung einzuschieben.

Aber diese schien schnell wieder Makulatur zu sein. Fünf Minuten waren in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vergangen, als der Schiri auf den Elfmeterpunkt zeigte. Angeblich sollte Christoph Hunnewinkel den Preußen Deljar Omar gefoult haben, obwohl Nottulns Keeper vehement bestritt, den Gegenspieler überhaupt berührt zu haben. Westers und sein Co-Trainer Dirk Nottebaum waren fassungslos, kurz darauf aber erleichtert: Justin-Marc Manske zog den Strafstoß am Tor vorbei, unmittelbar darauf gingen die Grün-Weißen mit der Führung im Rücken in die Kabine.

Nach der Halbzeitpause ging dann fast alles schief, was nur schief gehen konnte. Zunächst stellten die Nottulner völlig ohne Not das Spiel ein, im Glauben, ein Gegenspieler sei ins Abseits gelaufen. War er aber nicht, zumindest blieb die Pfeife des Neutralen stumm. Markus Esko nahm das Geschenk der Grün-Weißen bereitwillig an – 1:1. Zehn Minuten später später lief der Preuße an gleich einem halben Dutzend Nottulnern vorbei und traf zur Führung der Gäste. „Wenn wir nur einmal konsequent eingegriffen hätten, hätte es gar keine Torchance gegeben“, sollte Westers nach dem Schlusspfiff schimpfen. Kurz darauf hatte André Kreuz nach einer Ecke das 2:2 auf dem Fuß, konnte die Chance aber nicht nutzen (68.). Auch Felix Hesker scheiterte mit einem Freistoß aus 18 Metern.

Dann der dritte Nottulner Fauxpas: Christoph Hunnewinkel lief, obwohl noch einer seiner Verteidiger vor ihm stand, satte 30 Meter aus dem Tor und ließ sich auf ein Eins-zu-Eins mit Esko ein. Der Preuße behielt die Oberhand, schoss ins leere Tor und durfte sich über einen lupenreinen Hattrick freuen (76.).

Trotz der Niederlage bleiben die Grün-Weißen zum Abschluss der Hinrunde auf dem dritten Tabellenplatz, mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Gievenbeck. Allerdings hat dieser nun zwei Partien weniger absolviert, nachdem das münsterische Derby beim TuS Hiltrup abgesagt worden ist.

GWN: Hunnewinkel – Schultewolter, Kreuz, Böckmann – Schrader (81. van Deenen), Toka, Feldkamp, Klaus (66. Messing), Gerick – Hesker, Leifken.

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