1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Nottuln
  6. >
  7. Plötzlich ist bei GW Nottuln der Glaube da

  8. >

Handball: Münsterlandklasse

Plötzlich ist bei GW Nottuln der Glaube da

Nottuln

Ein nicht eingeplanter Heimerfolg gelang den Handballern von GW Nottuln am Sonntag im Heimspiel gegen den TV Vreden 2.

Von Klaus Schulte

War erneut kaum zu stoppen und erzielte wie schon zuletzt gegen den VfL Eintracht Mettingen acht Tore: Yannis Frye (M.). Foto: Klaus Schulte

Die Handballer von GW Nottuln sind in der Münsterlandklasse angekommen. Gegen den favorisierten TV Vreden 2 lieferte die ersatzgeschwächte Sieben von GWN-Trainer Stefan Göcke am Sonntag im Heimspiel den Zuschauern einen wahren Handball-Krimi und setzte sich überraschend mit 31:28 (12:12) durch.

Vor der Begegnung hatte es in Reihen der Grün-Weißen viele Absagen gehagelt, sodass Göcke sich ans Telefon setzte und den eigentlich verhinderten Kai Schneiders umstimmen und Tobias Last reaktivieren konnte. Im Gegensatz zu den Gästen aus dem Westmünsterland, die mit voller Kapelle aufkreuzten, konnte der Nottulner Trainer lediglich drei Auswechselspieler aufbieten. Wohl niemand hätte auf die Grün-Weißen gewettet, die nach einer guten Viertelstunde mit 3:8 im Hintertreffen lagen.

Göcke zog die Reißleine und stellte seine Mannschaft in der Auszeit neu ein. Nur fünf Minuten später meldete Vredens Coach Redebedarf mit seinen Spielern an, da die Grün-Weißen auf 6:8 herangekommen waren. Einmal in Spiellaune, ließen die Gastgeber nicht locker und lieferten den Gästen einen ebenbürtigen Kampf. Zur Pause hieß es 12:12.

Ein Glück, dass Nottulns einziger Keeper, Philipp Schwaning, einen Sahnetag erwischt hatte. Er stärkte seiner Mannschaft den Rücken, die kurz nach Beginn der zweiten Hälfte erstmals in Führung ging (33.). Zuvor war Felix Wottke beim Ausgleich zum 13:13 böse gefoult worden und schied verletzt aus.

Eine Viertelstunde vor Schluss waren die dezimierten Nottulner auf drei Tore enteilt. Schnappatmung ereilte den GWN-Coach, als Christoph Bolle die zweite Zeitstrafe aufgebrummt bekam und sich nun nichts mehr leisten durfte. Als die Vredener zum Schluss auf Manndeckung übergingen und die Grün-Weißen schon auf dem Zahnfleisch gingen, machten Florian Poppe, Jonas Lechler und der kampfstarke Yannis Frye den Deckel drauf.

„Mit dieser Leistung hätte ich angesichts des Kaders nicht gerechnet“, freute sich Göcke. „Wir wollten den Zuschauern zumindest kämpferisch alles bieten. Doch plötzlich war der Glaube da.“ Mit 5:7 Punkten verbesserten sich die Grün-Weißen auf Platz zehn.

Tore: Yannis Frye (8/2), Florian Poppe (7), Dario Wottke (4), Jonas Lechler (3), Felix Wottke (3), Kai Schneiders (2), Tobias Last (2), Gerrit Kracht (1), Christoph Bolle (1).

Startseite